Winter 2014, Temparatur -10 Grad Celsius, soll aber sonnig werden. Zu dritt sind wir auf dem Weg in die Schweizer Berge. Genauer gesagt, auf dem Weg zum Titlis in der Zentralschweiz. Die Spitze liegt auf 3.238 m ü. M. und ist ganzjährig von Schnee und Eis bedeckt. 

Auf der Spitze des Titlis.

 

Bestens ausgerüstet beginnt das Experiment

Zu meiner Ausrüstung gehören Schneeschaufel, Lawinensuchgeräte, ein Gas-Wasserkocher, zwei Schnubbi-Tassen, eine Mini Mill, eine Drip Scale von Hario und natürlich die AeroPress. Dazu 75g Yirgacheffe und 75g Limu Kaffee. Und selbstredend natürlich auch eine Tafel Schweizer Schokolade (Klischees wollen ja bedient werden). Wir begeben uns auf einen Rundgang, den atemberaubenden Bergkamm entlang. Eisige Temperaturen und ein steifer Wind sind ständiger Begleiter - und auch an die Höhenluft müssen wir uns gewöhnen.

Malerische Schneelandschaften liegen vor uns.Nur mit Schneeschuhen kommen wir im Tiefschnee voran.

 

Durch den Tiefschnee bis zur Spitze

Auf 3.040m unternehmen wir einen Abstecher zum Titlis Cliff Walk, einer Hängebrücke mit toller Aussicht, die sich ganz nebenbei als die höchste Europas bezeichnen darf. Jetzt montieren wir Schneeschuhe an den Füssen und waten durch den Tiefschnee. Aber dann: Yes! Es ist 12 Uhr und wir erreichen die Spitze des Titlis. Ein unglaubliches Panorama eröffnet sich um uns herum. Wo unten im Tal die Zeit rast, bleibt sie hier einen Moment lang stehen.

Der Titlis Cliff Walk - nichts für schwache Nerven.Traumhaftes Alpenpanorama.

 

Kaffeeklatsch am Hang

Wir halten in einer windgeschützten Flanke des Gipfels, um die Schneebar für den AeroPress-Test aufzubauen. Alle Utensilien finden Platz und sogar das Wasser bringe ich zum Kochen. Da Letzteres in dieser Höhe länger braucht, wiege und mahle ich gemütlich die Kaffeebohnen. Die schwierigen Bedingungen mit einer Umgebungstemperatur von mittlerweile -8 Grad Celsius erschweren den Test zusätzlich.

Das Experiment kann beginnen!Wasser kriegt man auch auf über 3000 Metern zum Kochen.Nun kommt die AeroPress zum Einsatz.

 

Die AeroPress: verlässlich in allen Höhenlagen?!

Doch siehe da, die AeroPress ist tapfer und schlägt sich wacker. Schon beim ersten Versuch zaubert sie einen aromatischen Limu in die Schnubbi-Tasse. Ich stelle fest, dass die äußeren Umstände zwar die Zubereitung erschweren und ich den Kaffee aufgrund der winterlichen Temperaturen ziemlich rasch genießen muss, das Endergebnis demjenigen der heimischen Küche aber in wenig nachsteht. Auch der zweite Testlauf mit der Bohne aus der Yirgacheffe-Region bestätigt das Resultat aus Runde 1. Fazit: Mit der AeroPress lässt sich auch bei einem Gang auf die Schweizer Berggipfel guter Kaffee zubereiten. Leicht in Gewicht und Handhabung, ist sie die ideale Begleitung für den abenteuerlustigen Kaffeeafficionado.

Wir halten fest: Auf den besten Kaffee muss man auch in Höhenlagen nicht verzichten.

 

Plötzlich war es das mit der Idylle. Zwei Kampfflugzeuge der Schweizer Armee reißen uns aus unserer gemütlichen Siesta. Ich packe alles wieder ein und wir machen uns auf den Weg hinunter ins Tal. Als einziges bleibt die Kaffeebar zurück, zwischenzeitlich wohl die höchste in den Alpen. 

Die AeroPress ist nicht nur in den Alpen verlässlich - hier ist sie MacGyver in die Hände geraten...

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