Die Kaffeebauern von Ilketunjo bekommen die Bio-Zertifizierung für ihren Limu Kaffee! Warum 462 Kaffeebauern und ihre Familien eigenständig ihre Lebensbedingungen verbessern können.

 
  

So wird unser Kaffee aufbereitetMitten im Gespräch

 

Geschafft! Gemeinsam haben wir das Spendenvolumen für die Bio-Zertifizierung der Kaffeebauernkooperative von Ilketunjo erreicht. Aus dieser Kooperative stammt unser leckerer Limu Kaffee und mit den Kaffeebauern haben wir ganz zu Beginn unserer Projektarbeit schon ein Projekt zur Ausstattung der Grundschule umgesetzt. Deshalb freuen wir uns umso mehr, dass wir ein weiteres Projekt gemeinsam definieren und umsetzen konnten.

Die 462 Kaffeebauern der Kooperative Ilketunjo leben auf rund 1900m Höhe mit ihren Familien in kleinen Lehmhütten verstreut in den Waldgärten der Kooperative. Um ein ganzjähriges Einkommen sicherzustellen und für ihre Familien zu sorgen, bauen die Kaffeebauern auch Getreide und Mais an. Ihre Haupteinkommensquelle ist jedoch der Kaffee.

Nach intensiven Gesprächen mit der Kooperative und TNS Ethiopia, einer internationalen Organisation, die im Agrar- und Kaffeesektor in Äthiopien sehr aktiv ist, haben wir uns 2012 dazu entschieden, die Kaffeebauern bei der Bio-Zertifizierung ihres Kaffees zu unterstützen. 


Der Ablauf der Zertifizierung

Zertifikation für unseren BiokaffeeNach langer Auswahl haben wir uns für die Zusammenarbeit mit dem erfahrenen Zertifizierer BCS entschieden. Zur Ernte 2012/2013 konnte der Limu Kaffee genau untersucht und alle Schritte vom Anbau bis zur Ernte überprüft werden. Dabei wurden in verschiedenen Phasen Kontrollen durchgeführt und gemeinsam mit den Bauern der Weg vom Anbau, über die Pflege, Ernte und Aufbereitung der Kaffeekirschen analysiert und regelmäßig kontrolliert. Die Ernte in Ilketunjo ist seit Februar beendet und der jetzt bio-zertifizierte Kaffee der Kooperative Ilketunjo vollständig abverkauft. Denn die Kaffeebauern haben nach Einreichung aller Unterlagen und mehrfacher Überprüfung eines Qualitätsmanagers vor Ort, alle Kriterien der Zertifizierung mit bravour bestanden. Somit kann der Kaffee der letzten Ernte inklusive einer Zertifizierungsprämie verkauft werden.

 

Was bedeutet die Zertifizierung für die Kaffeebauern?

Die unterschiedlichen ReifegradeFaktisch wird sich durch die Zertifizierung in der Kooperative aber wenig an den Anbau- und Ernteprozessen verändern. Denn die Bauern verwendeten auch vor der Zertifizierung keine Herbizide oder Pestizide. Der Anbau in den kleinen Waldgärten ist zudem die nachhaltigste Form, Kaffee anzubauen und besonders hohe Kaffeequalitäten zu erreichen. Durch die Zertifizierung haben die Bauern aber einen hohen wirtschaftlichen Vorteil: Für die letzte Ernte und in Zukunft können die Kaffeebauern die sogenannte Bio-Prämie (20 US-Cents mehr pro Pfund Kaffee) verlangen - natürlich auch von uns.

Bei einer Gesamtproduktionsmenge von ca. 40 Tonnen Rohkaffee pro Jahr macht das stolze 17.637 EUR Mehreinnahmen aus. Pro Familie in Ilketunjo sind das rund 40 Euro – dem Equivalent des Schulgeldes für 2 Kinder. Diese Mehreinnahmen werden einen großen Unterschied machen. Natürlich sind wir uns bewusst, dass dabei auch die Kaffeeunion als Verkäufer der Kaffees einen Anteil dieser Prämie bekommt. Durch regelmäßige Kontrollen möchten wir aber sicherstellen, dass ein Großteil der Mehreinnahmen den Kaffeebauern direkt ausgezahlt wird. Mit der Oromia Kaffeeunion, die den Kaffeeverkauf für die Kooperative Ilketunjo regelt und unterstützt, haben wir deshalb eine Vereinbarung getroffen, dass sie die weiteren jährlichen Kosten für die Kontrolle und Qualitätsprüfung übernimmt. Nur so können wir eine Unabhängigkeit und langfristige Fortführung dieses Projektes erreichen und den Kaffeebauern ermöglichen, mit dem zusätzlichen Einkommen, ihre Lebensbedingungen langfristig zu verbessern.

Fragen zum Projekt gern direkt an anne@coffeecircle.com

So sehen die Kaffeegärten aus

Hier wird er gepflückt