Skandinavien gilt als Vorreiter der europäischen Third-Wave-Kaffeeszene. Hannes und Mathias wollten wissen, wie diesbezüglich unsere nördlichen Nachbarn in Dänemark einzuordnen sind.  Ist Kopenhagen auch für Kaffee Aficionados eine Reise wert?

Hannes bei The Coffee Collective.

 

Estate Coffee

Unsere erste Anlaufstation war das „Estate Coffee“, welches sich nur zwei Gehminuten vom Kopenhagener Hauptbahnhof befindet. Im top-designten und von Mac-Books gespickten Ambiente wurde Kaffee von der gleichnamigen Estate Coffee Rösterei serviert. Neben diversen Getränken auf Espresso-Basis wurden zwei Filterkaffees angeboten. Wir entschieden uns für Letztere: ein kenianischer Kaffee, ein costa-ricanischer. Diese wurden professionell im Hario v60 zubereitet und stilecht auf einem Holzbrett im Hario Rangeserver serviert. Vor allem die afrikanische Bohne überzeugte uns durch eine sehr intensive Johannisbeer-Note. Der für deutsche Verhältnisse sportliche Preis von circa 5 Euro pro Tasse stellte sich im Nachhinein als durchschnittlich heraus.

Details: Gammel Kongevej 1, 1610 København

Das Estate Coffee unweit des Kopenhagener Hauptbahnhofs.Der Filterkaffee wurde im Hario Rangeserver serviert.Hannes ist mit dem Beginn der Kaffee-Tour durch Kopenhagen sichtlich zufrieden!

 

Kent Coffee Laboratorium

Das Kent Coffee Laboratorium ist seit 2011 Bestandteil der Kopenhagener Kaffeeszene. Auf den ersten Blick machte das Café einen sehr guten Eindruck: Neben einer tollen Auswahl an Zubereiten für Filterkaffees wie der AeroPress, der Chemex, v60 oder dem Syphon, enthielt Kents Coffee Laboratorium unter anderem eine eigene 1 kg-Röstmaschine. Auch hier wurden uns zwei verschiedene Filterkaffees angeboten: Bohnen aus Kolumbien sowie ein Kaffee aus El Salvador.

Voller Vorfreude schlugen wir wieder beim Filterkaffee zu und wählten den Kolumbianischen Kaffee sowie die Chemex als Zubereiter. Leider wurde der Kaffee etwas unprofessionell aufgegossen und schmeckte daraufhin sehr bitter. Fairerweise muss erwähnt werden, dass der Barista noch nicht lange dort arbeitete. Somit kann davon ausgegangen werden, dass dies nicht der Standard ist und der Kaffee normalerweise sehr lecker schmeckt.

Details: Nørre Farimagsgade 70, 1364 København

Das Kent Coffee Laboratorium bietet eine Vielzahl an Kaffeesorten an.Und auch an Zubereitern gibt es eine große Auswahl!

 

 

The Coffee Collective

Nun kommen wir zu dem Highlight der Kopenhagener Kaffeelandschaft: The Coffee Collective. Insgesamt drei Filialen von Coffee Collective befinden sich in Kopenhagen: eine in der Markthalle neben der zentralen Metrostation Norreport, eine als charmantes, circa 30 Quadratmeter großes Café in Norrebro, sowie die Hauptfiliale in Frederiksberg, die als „Flagschiff“ gilt. Sie besitzt eine imposante Fläche, ist perfekt designed und mit Liebe bis ins letzte Detail hergerichtet. Durch eine große Glaswand ist der Kundenbereich von der Rösterei getrennt. So bekommt man beim Kaffeetrinken die Chance dem Röstereibetrieb zuzusehen. Auch hier ist alles sehr stimmig und wohl durchdacht. Bei Coffee Collective wird dem Kunden eine schöne Auswahl an Filterkaffees und Espressi präsentiert. Wir testeten uns durch alle Variationen und waren sehr beeindruckt. Tolle Kaffees aus Äthiopien, Kenia, Guatemala und Brasilien warten darauf verköstigt zu werden. Die hochqualitativen Bohnen kann man sich hier auf fast jegliche gängige Art zubereiten lassen. Dies geschieht durch sehr professionelle Barista, die alles an Know-How und Liebe zum Detail mitbringen was sich das Kaffeeherz nur wünschen kann. Auch das Equipment ist durchaus beeindruckend. So gehören in allen Filialen La Marzocco Siebträgermaschinen zum Standard. Die hohen Fachkenntnisse von Coffee Collective zeigen sich auch beispielsweise darin, dass zu jedem Kaffee ein passender Käse empfohlen wird. Alles in allem werden hier Spezialitätenkaffees von der Rohkaffeeauswahl, über das Rösten bis hin zur Zubereitung auf höchstem Niveau zelebriert. Wir ziehen unseren Hut!

Details: Jægersborggade 10, 2200 København, Godthåbsvej 34B, 2000 Frederiksberg & Vendersgade 6D, 1363 København K

The Coffee Collective - der Favorit unserer Reise.Die Hauptfiliale gilt als das Highlight der Kopenhagener Kaffeeszene.Latte Art bei The Coffee Collective.

 

Kaffeplantagen

Das Café Kaffeplantagen befindet sich in „Kopenhaven N“. Auch hier hat man die Auswahl zwischen verschiedenen Zubereitern und Kaffees. Wir entschieden uns für einen äthiopischen Filterkaffee, welcher in der AeroPress zubereitet wurde. Dieser schmeckte solide, ohne uns zu begeistern. Dieses Café überzeugt vor allem durch die gemütliche Atmosphäre und das sehr freundliche Personal.

Details: Sankt Hans Torv 3, 2200 København N

Kaffeeplantagen - ein solides Café.Innen besticht das Kaffeeplantagen durch seine Gemütlichkeit. 

 

Resso Coffee Bar

In der Markthalle beim Hauptbahnhof befinden sich nebst der Coffee Collective Filiale viele weitere Feinschmecker Ess- und Getränkestände. Wir machten noch kurzen Halt bei der Resso Coffee Bar. Verschiedene Filterkaffees und Getränke auf Espressobasis standen hier zur Auswahl. Wir entschieden uns für einen kenianischen Kaffee, der in der French Press zubereitet wurde. Dieser war ebenfalls grundsolide. Desweiteren werden bei der Resso Coffee Bar diverse Kuchen angeboten - durchweg appetitanregend!

Details: Vendersgade 6D, 1363 København K

Die Resso Coffee Bar - die Endstation unserer Reise.Espressogetränke werden in der Resso Coffee Bar mit der La Marzocco Siebträgermaschine zubereitet.Mathias lässt sich den Kaffee aus Kenia schmecken.

 

Unser Fazit: Auf nach Kopenhagen!

Abschließend können wir festhalten, dass die Kopenhagener Kaffeeszene zwar überschaubar (was natürlich auch mit der Größe Kopenhagens zusammenhängt), aber sehr ansprechend ist. Einen großen Anteil daran hat sicherlich The Coffee Collective, welches man getrost zu den Top-Kaffeeadressen Europas zählen kann. Kopenhagen ist also auch aus „Kaffeesicht“ absolut eine Reise wert.

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