Wir kompensieren alle CO2 Emissionen, die wir durch den Kaffee verursachen – und sind das einzige Kaffeeunternehmen in Europa, welches das tut. CO2 kompensieren/ Klima schützen klingt erst mal gut. Ist es auch. Was genau dahinter steckt und warum das ganze gar nicht so trivial ist, folgt jetzt.

Was machen wir?

Der Transport von Kaffee verursacht eine Menge CO2 Emissionen – und das schon direkt nach dem Pflücken: denn der Rohkaffee wird von den Kooperativen in die Hauptstadt Addis Abeba transportiert. Von dort geht’s zum Hafen nach Djibouti und dann mit dem Schiff nach Hamburg. Nach dem Rösten kommt der Röstkaffee in unser Berliner Lager und wird von dort an Dich verschickt. Die Grafik zeigt, dass der Versand mit DHL in Deutschland zwar knapp 37% der Emissionen verursacht, aber die restlichen 63% schon davor anfallen. Dies ist auch der Grund warum wir uns gegen die Option „Go Green“ von DHL entschieden haben – denn hier werden logischerweise nur die Emissionen des Versands in Deutschland kompensiert.

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Warum tun wir uns das Ganze überhaupt an?

Das ist eigentlich ziemlich einfach. Wir sind keine Fans des Klimawandels und unsere Kaffeebauern auch nicht. Denn durch das sich verändernde Klima (Temperatur und Regenmuster) wird auch der Kaffeeanbau – und somit ihre Lebensgrundlage - stark beeinträchtigt.

Wie geht das?

Im ersten Schritt errechnen wir zusammen mit unserem Partner Climate Partner die anfallenden CO2 Emissionen der gesamten Lieferkette von Anbau bis zum Endkunden. Hier müssen eine Vielzahl an Faktoren berücksichtigt werden: Das Gewicht des transportierten Kaffees, die Bauart und Emissionswerte der verwendeten LKWs, die Häufigkeit und Frequenz des Transports, etc, etc. Das Ergebnis sind die Gesamtemissionen, die beispielsweise 2012 mit knapp über 33.000 kg CO2 berechnet wurden.

Danach suchen wir mit Climate Partner ein Projekt, das CO2 Emissionen einspart und die eingesparten Emissionen „verkauft“. Diesem Projekt kaufen wir die benötigte Menge CO2 ab. 2012 unterstützen wir ein Forstwirtschafts- und Wiederaufforstungsprogramm in Mosambik im Gorongosa National Park und der Gemeinde Nhambita.

Ziel des Projekts ist es, die Wiedernutzbarmachung von stark degradierten Wäldern, die Erhaltung nachhaltiger Lebensräume sowie die Förderung der Biodiversität. Die Wiederaufforstungsmaßnahmen führen zur Speicherung von CO2, da die heranwachsenden Bäume durch Photosynthese Kohlenstoff (C) binden und gleichzeitig den Sauerstoff (O2) wieder an die Umwelt abgeben. Mit einer Gesamtfläche von 11.744Hektar verfügt das Projekt über ein jährliches Reduktionspotential von etwa 100.000 Tonnen CO2.

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Das Projekt erreicht neben einer CO2-Einsparung auch soziale Verbesserungen  im lokalen Umfeld. Der Verkauf von Emissionsminderungszertifikaten bedeutet für die lokale Bevölkerung eine regelmäßige Einkommensquelle. Die stattfindende nachhaltige Entwicklung findet in der zusätzlichen Zertifizierung nach CCB-Standard ihren Ausdruck.