Während seiner Asien-Reise ist Christophe in die fernöstliche Kaffee-Kultur eingetaucht.
In Seoul hatte er die Möglichkeit, mit der Seoul International Coffee Show eine der größten Kaffee-Messen Asiens zu besuchen und ein Café im traditionellen koreanischen Quartier zu erkunden.

Christophe
  
  

Nachdem ich Tokio hinter mir gelassen hatte und nach Seoul weiterreiste, hatte ich dort die Gelegenheit, die 12. Seoul International Coffee Show zu besuchen. An der laut eigener Aussage größten Kaffeemesse Asiens tummelten sich während der vier Messetage tausende von Vertretern, Kaffeehändlern, Röstern, Baristi und Besuchern. In drei riesigen Hallen waren rund 400 Aussteller aus Korea und der ganzen Welt zusammengekommen, um Produkte und Dienstleistungen rund um den Kaffee zu präsentieren. So waren nebst den uns bekannten Herstellern wie Hario oder La Marzocco auch lokale Anbieter und Röster vertreten. Unter den zahlreichen Ständen fanden sich u.a. auch Anbieter von Drip Coffee Konzentrat, welches in Korea unter „Dutch Coffee“ vermarktet wird. Selbst gewisse Anbauländer des Kaffees waren mit ihren Botschaften vertreten, darunter auch Äthiopien, Kenia und Indonesien. Beim Schlendern durch die weitläufigen Hallen kam man somit mit den verschiedensten Vertretern der Kaffeebranche in Kontakt und konnte sich bei einer Tasse Kaffee über die geteilte Leidenschaft unterhalten.

Bei Seminaren und Kaffeemeisterschaften wird gefachsimpelt

Cupping

 Die Aussteller

  
  

Parallel zur Ausstellung fanden die koreanischen Kaffeemeisterschaften, verschiedene Seminare und das World Coffee Leaders Forum statt. Bei Ersterem wurden u.a. die besten Baristi, Röster/innen und Sensoriker/innen unter den koreanischen Teilnehmenden ermittelt. Die Seminare behandelten verschiedenste Themen von Spezialitätenkaffee über globale Trends bis hin zu Kaffeerost (einem Rostpilz, der Kaffeepflanzen befällt). Das zum zweiten Mal stattfindende World Coffee Leaders Forum wiederum versammelte Kaffee-Experten aus aller Welt, welche in Seminaren und an Podiumsdiskussionen über die Zukunft des Kaffees debattierten und philosophierten.

Der Besuch lohnt sich!

Das Logo der International Coffee Show

 Seoul International Coffee Show

  
  

All jene, die dieses Jahr die koreanische Halbinsel bereisen, sollten bei der Gelegenheit einen Abstecher zur nächsten Ausgabe der Cafe Show in Seoul in Betracht ziehen. Diese findet vom 20. bis 23. November 2014 statt.

Infos:
www.cafeshow.com

Kaffee und Kunst im traditionellen koreanischen Quartier

Ein weiteres Highlight meiner Reise war der Besuch des Samchungdong Cafés. Dieses befindet sich in einer versteckten Seitengasse im Bukchon Hanok Village, einem Stadtteil im Norden Seouls mit zahlreichen traditionellen Häusern (den sog. „Hanoks“), die sich in den engen Gassen sanft an den Hügel schmiegen. Das Café ist relativ klein, vollständig aus Holz gefertigt und mit viel Charme versehen. Dem Café und dem kleinen Innenhof ist die Rösterei angeschlossen. Hierbei handelt es sich aber wahrscheinlich um das kleinste Röststudio der Welt. Auf gefühlten 2 Quadratmetern stehen nebst der Röstmaschine einige Kaffeebehälter und verschiedenste Utensilien. Der hier geröstete Kaffee wird anschließend in handbeschriftete Päckchen inklusive künstlerischer Note abgepackt. Diesen kann man dann in unterschiedlichster Form zubereitet, ob warm oder kalt, im liebevoll eingerichteten Café genießen. Nach meinem Rundgang im Quartier, einem Muss für jeden Seoul-Besucher, entschied ich mich für einen herrlichen kenianischen Eiskaffee. Ein weiterer spezieller Punkt dieses Cafés sind die Porträts, die man auf Wunsch von sich malen lassen kann. Für etwa 1-2 Euro malt ein regelmäßig anwesender (Haus)Künstler Porträts der Gäste.

CaféVerpackungEiskaffee

  
  

Infos:
Das Café hat keine eigene Webseite, dafür aber eine Facebook-Seite sowie ein Profil auf Foursquare.

Kurze Wegbeschreibung:
Im Bukchon Hanok Village zuerst die Bukchon-ro 5ga-gli rund 50m hoch und dann anstatt links der Strasse entlang einfach geradeaus in die kleine Seitengasse gehen. Das Café befindet sich am Ende an der Gasse.


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