Sonnenaufgang in Äthiopien

„Meinen schönsten Moment auf der Äthiopien-Reise erlebte ich während unserer Zeit bei Serfu, einer unserer Kaffeebauern aus der Kooperative Ilketunjo. Er hatte uns eingeladen, einige Tage bei ihm zu wohnen. Einige der Kaffeebauern sind Moslems, weshalb der Tag in Ilketunjo sehr früh mit dem Morgengebet vor Sonnenaufgang beginnt. Also sind auch wir jeden Morgen gegen 5.30 Uhr aus unseren „Gemächern“ gekrochen und haben ungewöhnlich früh einem neuen Tag in Äthiopien entgegengeblickt. Tja, und nun das Tolle daran: der einzigartige Sonnenaufgang, den wir so jeden Tag miterleben konnten! Stellt euch einfach vor, wie die wild bewachsenen Täler in Frühnebel getaucht sind, und dann eine riesige feuerrote Sonne den Horizont erhellt und diesen unheimlich schnell erklimmt. Wie schon gesagt: einzigartig und unglaublich schön! Mit der daraus gewonnen Portion Motivation konnten wir immer prima in den neuen Tag starten und uns der Projektumsetzung und vielen anderen spannenden Dingen widmen.“
Martin

Kaffee kochen (Buna-Zeremonie) mit Serfu„Mein schönstes Erlebnis war ebenfalls definitiv die Zeit, die wir bei Serfu verbracht haben. Serfu ist Kaffeebauer in der Kooperative Ilketunjo, aus der unser Limu-Kaffee kommt. Drei Tage haben wir dort verbracht und solange waren wir Gast in seinem bescheidenen Heim. Dennoch hat Serfu darauf bestanden uns während unseres Aufenthaltes in der Kooperative zu beherbergen und wir wussten das sehr zu schätzen. So haben wir also die drei Nächte in unseren Schlafsäcken auf seinem Wohnzimmerboden geschlafen, während er und seine Familie in dem einzig anderen verbleibenden Raum im Haus gewohnt haben. Am Abend saßen wir stets alle beisammen und haben über die Ereignisse des Tages gesprochen. In der Früh sind wir dann mit der Sonne aufgestanden und beim gemeinsamen Frühstück mit Serfu und seiner Familie traf Tradition auf Moderne: wir bereiteten Kaffee in der AeroPress zu und Serfu auf traditionell äthiopische Art und Weise. Den Kaffee haben wir dann wieder alle zusammen genossen.“
Moritz 

"Es war sehr meditativ und interessant, beim Sortieren der getrockneten Kaffeebohnen mitzuhelfen. Dabei werden gebrochene Bohnen, Stöckchen und Steinchen aussortiert. Da jede Bohne zumindest für den Bruchteil einer Sekunde einzeln betrachtet wird, wurde mir einmal mehr klar, wie viel Zeit und Mühe in die Herstellung guten Kaffees fließt. Und das die Kaffeeherstellung nicht umsonst in Ländern mit verschwindend geringen Löhnen stattfindet.

Der Bau des Fußball- und Volleyballplatzes war für mich der emotionalste Moment der Reise. Die Kinder waren erstaunlich gut im Volleyball und haben sich riesig über die neuen Bälle, ein funktionierendes Volleyballnetz und ihre ersten Fußballtore gefreut. Ihr selbstvergessenes Kreischen und Lachen werde ich nie vergessen.

Kaffee rösten in ÄthiopienAuch sehr schön war die Rückfahrt von der ländlichen, abgeschiedenen Kooperative. Da wir zu viele Mitfahrer hatten, standen Martin und ich auf der Ladefläche unseres Pick-Up-Trucks. So fuhren wir durch den dichten Dschungel, umspielt vom warmen Wind, mit der Aussicht über bewaldete Täler und in hohe Baumwipfel und umgeben von schreienden Vögeln und zirpenden Riesengrillen. Das verkörperte sehr gut, welche Schatzsuche mit dem Finden guter Kaffees verbunden ist."
Robert


Na, neugierig geworden?! Auf unserer Internetseite findest du nicht neben weiteren Information zu unserem Engagement in Äthiopien und unseren aktuellen Projekten auch eine Reihe an hilfreichen Tipps zur Zubereitung unseres handverlesenen äthiopischen Gourmet-Kaffees.

Roadtrip in Jimma und Sidamo, Äthiopien