Dieses Mal möchten wir Euch jemanden vorstellen, der Coffee Circle mit aufgebaut hat. Im wahrsten Sinne des Wortes: Tom, gebürtiger Niederländer, ist Tischler, und hat unseren Arbeitsplatz mitgestaltet. Momentan baut er unser zukünftiges Büro über der Rösterei auf.

Marc hat unseren Tischler Tom interviewt.

1. Tom, wie kamst Du dazu für Coffee Circle zu arbeiten?

Als ich nach meinem Marketing-Studium nach Berlin kam, war ich auf der Suche nach einem Job. Vielleicht, weil mein Vater Antiquitätenrestaurateur ist und ich schon von Klein auf gerne mit den Händen gearbeitet habe, wurde ich Hausmeister im betahaus. Dort haben Robert, Martin und Moritz mit Coffee Circle angefangen. Irgendwann hat mich Moritz gefragt, ob ich nicht Lust hätte, eine Brew Bar aus Paletten zu bauen, auf denen der Kaffee hier ankommt. Das hat den Jungs gefallen und seitdem bin ich immer wieder freiberuflich dabei. Ein anderes Projekt war zum Beispiel das Pop Up Café, wofür ich das gesamte Mobiliar gebaut habe.

Es ist echt schön zu sehen, wie so ein junges Unternehmen mal angefangen hat. Jetzt bin ich schon beim zweiten Umzug dabei und erlebe, wie Coffee Circle aus dem Wasserschloss an der Spree in Kreuzberg in viel größere Büroräume zieht, die tatsächlich früher mal ein Pferdestall waren.

2. Wie würdest Du Deine Liebe zu Holz beschreiben?

Das Material Holz ist ein natürliches Produkt, was man super verwenden kann. Man kann einen Baum fällen und danach wieder einen neuen anpflanzen, so kann theoretisch gesehen alles in Balance bleiben. Es ist robust, beständig und man kann so viel damit machen. Klar, Holz aus dem Amazonas-Regenwald sollte man lieber nicht verwenden, dafür gibt es viele Alternativen. Am Besten wäre es eigentlich, Bambus zu verwenden. Bambus wächst 10 bis 30 cm am Tag; man kann buchstäblich dabei zusehen.

Marc hat Tom interviewt.

Tischler Tom - von Kopf bis Fuß ausgerüstet.

3. Handwerkersprache - welche deutschen Besonderheiten fallen Dir als Niederländer besonders auf?

Dazu muss ich sagen, dass ich das deutsche Wort "Pfuschen" an sich total gut finde. Es klingt genau nach dem, was es eigentlich bedeutet. Im Niederländisch sagen wir das nicht, wir würden "Sjoemelen" sagen. Im Deutschen schummelt man im Handwerk scheinbar so oft, dass es ein eigenes Wort verdient. (lacht)

4. Wenn Geld keine Rolle spielen würde, was würdest Du am liebsten für Dich selber bauen?

Ein Haus. Im Grünen. Ich würde meinen Strom aus Solarzellen beziehen, Gemüse selber anbauen. Eben ganz unabhängig und autark leben, aber nicht komplett abgeschieden von der Außenwelt. Meine Freundin ist Berlinerin und Stadtmensch. Sie könnte sich nie vorstellen, einfach im Grünen zu leben. Ich habe da einiges zu tun, denn ich kann werkeln - doch viel Büroarbeit findet man auf dem Land nicht unbedingt. Andererseits mag ich natürlich auch die Nähe zu Menschen. Lass uns doch in zehn Jahren noch mal darüber sprechen.

Tom ist fleißig - von Beruf.

Toms Werkzeugkiste

Tom arbeitet nicht nur für Coffee Circle

5. Tom, kann ich Dich auch damit beauftragen, mir ein Möbelstück zu bauen?

Ja, das kannst Du. Momentan arbeite ich freiberuflich für verschiedene Startup Unternehmen, aber auch für Privatleute. Eigene Projekte habe ich auch. Im Internet per E-Mail (tomspoorendonk@gmail.com) zu erreichen.

Willst Du keine Blogs mehr verpassen? Meld' Dich hier für unseren Newsletter an!