Der Cappuccino ist das Getränk der Verhältnisse: er bezaubert erst bei einem harmonischen Gleichgewicht von Espresso, heißer Milch und feinporigen Milchschaum. Wir zeigen dir worauf es ankommt.

Der Cappuccino ist keine Erfindung der Italiener

Die Ursprünge des Cappuccinos liegen gar nicht so weit von uns entfernt - in Österreich. Der ursprüngliche «Kapuziner» war ein Mokka-Kaffee, der mit “Schlagobers” (Schlagsahne) in Wiener Kaffeehäusern serviert wurde. Die Sahnehaube erinnerte an die hellbraune Ordenstracht der Kapuziner Mönche, woher auch der Name stammt. Durch österreichische Soldaten im ersten Weltkrieg fand das beliebte Heißgetränk seinen Weg nach Italien. Als Espressomaschinen mit Dampfdruck aufkamen, entwickelten schließlich die Italiener die geniale Idee mit der geschäumten und weniger reichhaltigen Kapuziner-Variante - die Geburtstunde des klassischen Cappuccinos. Heutzutage ist der Cappuccino in keinem Café der Welt mehr wegzudenken und es werden täglich durchschnittlich 1,9 Tassen von dem espressobasierten Heißgetränk getrunken.

Cappuccino

Darauf kommt's an

Obwohl der Cappuccino so oft über die Ladentheke geht, kann man so einiges falsch machen. Denn das Wichtigste beim Cappuccino ist nicht das Herz auf dem Schaum, sondern die Konsistenz und das richtige Verhältnis zwischen Espresso und Milch. Ein Cappuccino besteht aus 30 ml Espresso und 60 ml aufgeschäumter Milch. Guten Milchschaum erkennt man an seiner seidigen und feinporigen Konsistenz (im englischen Sprachgebrauch auch micro foam genannt). Die Bläschen sollten klein, gleichmäßig und fast nicht sichtbar sein. Alles was du für die Zubereitung eines Cappuccinos benötigst, sind eine Siebträgermaschine mit Dampfdrüse, guter Espresso und natürlich Milch.

Milch schäumenLatte Art

Und so geht's

Für einen Cappuccino wird ein einfacher Espresso in eine größere Tasse gezogen, sodass 1/3 der Tasse gefüllt ist. Wichtig dabei ist eine ausgeprägte Crema auf der Espresso-Oberfläche. Die restlichen 2/3 werden mit geschäumter heißer Milch aufgefüllt - ein Teil verbindet sich dabei mit dem Espresso und der andere setzt sich als dünne Schaumkrone ab, die nach Belieben mit Latte Art gestaltet werden kann.

Wichtig ist, dass die Milch beim Aufschäumen sehr kalt ist, damit ausreichend Zeit für die Entstehung der feinen Luftblasen bleibt. Während des Aufschäumens darf die Milch nicht heißer wie 70 Grad werden. In unserem Barista Tutorial erfährst du mehr über die optimale Zubereitung des Milchschaums. Tipp: bei der Milch gilt, je höher der Fettanteil, desto besser lässt sie sich schäumen und ist darüber hinaus noch ein wertvoller Geschmacksträger. Wir empfehlen frische Vollmilch mit einem Fettanteil von 3,8 % und unseren Espresso Sidamo - damit schmeckt der Cappuccino vollmundig und rund. In unseren Milchsortentest erfährst du welche Milchalternativen sich für die Zubereitung eines Cappuccinos eignen.

Unsere Espressos im Überblick

Dieser Artikel könnte Dich auch interessieren

 
  

Flat White

Flat White: Alle wollen ihn, aber kaum einer kennt ihn!

Von Australien ist der Flat White zu uns herüber geschwappt und überflutet Instagram mit seinen Latte Art Kunstwerken. Doch worin liegt der Unterschied zwischen Cappuccino und Flat White? Wir klären auf! Weiterlesen!

  

Milchsorten im Test

Milchsorten im Test

Ob Flat White, Cappuccino oder Latte Macchiato, viele beliebte Kaffeegetränke sind mit Milchschaum gekrönt. Aber muss es dafür Kuhmilch sein? Wir haben "alternative" Milchsorten getestet. Weiterlesen!