Hannes und ich haben im wunderbaren Agora Collective in Neukölln einen kleinen, feinen Workshop veranstaltet. 15 Teilnehmer kamen zusammen, alle ganz verschieden. Von Kaffee-Spezialisten und Barista bis hin zu Neulingen auf dem Gebiet. Wir zeigen, wie so ein Workshop eigentlich abläuft.

 
  

Herzlich Willkommen!

Coffee Love and harmonyZunächst gab es für jeden eine heiße Tasse Guten-Morgen-Kaffee, dabei erklärte Hannes, wie die Kaffees in Äthiopien geerntet und aufbereitet werden, dann geröstet werden und wie sie sich dann schließlich geschmacklich unterscheiden. Das wollten dann natürlich alle mit eigener Zunge erfahren! Daher begannen wir den Workshop mit einem kleinen Cupping. Zur Auswahl standen der Limu, der Yirgacheffe, der Duromina, der Lelisa Hara, ein ostafrikanischer Kaffee aus dem Bio-Supermarkt und ein äthiopischer Kaffee aus einem konventionellen Supermarkt.

Cupping: Schlürfen und Schmecken

Coffee Love and Harmony: Cupping vorbereitenBeim Cuppen funktioniert es folgendermaßen: Das Kaffeemehl wird in eine große Tasse gegeben, dann mit Wasser aufgegossen und für ein paar Minuten so stehen gelassen. Wir alle nahmen schon mal eine Geruchsprobe, bei der vor allem der Supermarkt-Kaffee negativ auffiel. Unseren Kaffee-Liebhaber Harald schüttelte es förmlich. Nachdem die Wartezeit vorüber war, nahm Hannes jeweils mit zwei Löffeln das nach oben geschwemmte Kaffeemehl ab. Jeder Teilnehmer wurde mit einem Cupping-Löffel ausgestattet und durfte zum Geschmackstest antreten. Es wurde geschlürft was das Zeug hielt - von wegen schlechte Manieren, denn nur schlürfend ist man in der Lage die Rezeptoren auf der Zunge richtig zu stimulieren! Auch ein spontan kreierter Blend aus allen Kaffees wurde verköstigt und für ungenießbar befunden, genau wie der Supermarkt-Kaffee, auch der aus dem Bio-Markt konnte unsere Teilnehmer nicht überzeugen. Gewinner wurde der Lelisa Hara, der dann im zweiten Teil des Workshops auf Coffee Love Harmony: Cuppingverschiedenste Art und Weise zubereitet wurde. Es war wirklich spannend, wie unterschiedlich die verschieden Aromen zum Vorschein kamen! Am besten hat er uns aus dem Syphon geschmeckt! Aber dazu später mehr.
Für alle, die noch Zubereitungstipps benötigen, darf ich auf unsere beiden Blogs hinweisen, in denen genau erklärt wird, wie alle Zubereiter aus unserem Sortiment genau funktionieren. Im ersten Teil stellen wir alle Zubereiter vor, die mit der “Pour-Over”-Methode, im zweiten Teil alle, die nach dem Prinzip der “Full Immersion” funktionieren.
 

Let's make coffee!

Coffee Love Harmony: ZubereitungsphaseZunächst kam der Klassiker an die Reihe: Der v60, der Marke Hario. Mit seinem 60° Winkel und dem runden Ausgussloch ermöglicht er eine punktgenaue Extraktion. Hannes machte es ein Mal vor und dann durfte es ein Freiwilliger ausprobieren. Jeder bekam dann einen Schluck in sein Tässchen gefüllt und es wurde über das Geschmackserlebnis diskutiert. Parallel dazu, ging es schon an die Zubereitung in der schönen Chemex Kanne, erfunden von dem Chemiker Dr. Schlumbohm, im berühmten Kunst- und Designmuseum MOMA in New York ausgestellt und jetzt in Händen der Teilnehmerin, die vom Design der Kanne sichtlich begeistert war. Geschmacklich hatte den meisten dann der Kaffee aus dem v60 besser gefallen, da er etwas klarer und lebendiger war.

Coffee Love Harmony: SyphonAls nächstes kam die praktische AeroPress zum Einsatz. Einmal normal zubereitet, ein Mal Upside down. Es war überraschend, wie unterschiedlich beide Kaffees vom Geschmack her waren. Die Upside down Variante können wir Dir wärmstens weiterempfehlen, das Aroma kam sehr schön klar zu Vorschein. Zu guter letzt war dann das Highlight an der Reihe: Kaffee aus dem Syphon. Alle staunten nicht schlecht, denn diese Zubereitungsmethode hat herzlich wenig mit Kaffeekochen à la Mutti zu tun, sondern ist in unseren Augen die majestätischte Form der hohen Brühkunst. Auch geschmacklich war das Ergebnis mehr als überzeugend!

Coffee Love Harmony: AbschlussAlle genossen ihre letzten Schlucke Kaffee und waren ganz angetan von dem geschmacklichen Erlebnissen und dem, was sie dazu gelernt hatten. Im Agora Café stand dann noch köstliches Brunch auf dem Menu, einige Teilnehmer blieben noch ein paar Stunden und ließen sich pouchierte Eier mit Lachs und Spinat schmecken. Es wurde schon an neuen Workshop-Ideen gefeilt und Lust dazu haben wir auf jeden Fall!

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