Wir im Interview bei Radio Eins (RBB)

Das Schiff mit unserem Kaffee schwimmt noch immer frohen Mutes Hamburg entgegen. Diese Woche hatte eine kleine Schar Unternehmer und Selbständiger Gelegenheit, Yirgacheffe-Kaffee zu probieren.

Wir waren zu Gast beim Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW). Dort haben wir zusammen mit Frau Lutum, Mitbegründerin der größten Berliner Bio-Bäckereikette, unser Weihnachtsangebot für Geschäftskunden vorgestellt: Kaffee, Lebkuchen und Christstollen vom feinsten! Das schmeckt jedem und ist eine genauso schöne wie einfache Möglichkeit, sich bei Gott und der Welt zu bedanken: Kunden, Geschäftsfreunde, Freunde, Fremde.. :)

Das Angebot gilt natürlich europaweit. Denn Grenzen gibt's zum Glück schon lange nicht mehr. Wir und die Bäckerei Lutum kümmern uns auf Wunsch um alles und garantieren, dass die Geschenke rechtzeitig vor Weihnachten ankommen!

Außerdem haben wir diese Woche unseren Röster besucht und die Termine für die Verkostung und Röstung unserer Kaffees und der Espresso-Mischung festgelegt.

Wir wollen zwar mit Kaffee handeln und unsere Projekte vorbringen, statt Enthüllungsjournalismus zu betrieben, aber es ist einfach immer wieder erschreckend: Eine Kaffeerösterei röstet mit Gasröstern (üblicherweise der Marke Probat). Der Kaffee wird für 12 bis 18 Minuten schonend bei rund 200°C in von Gasflammen erhitzter Luft geröstet. Hierbei dreht er sich in einer großen Trommel. Die genaue Zeit hängt vom Kaffee ab: Soll nur sein natürliches Aroma betont werden oder noch Röstgeschmack hinzukommen - z.B. eine rauchige Geschmacksnote? Außerdem werden um so mehr Bitterstoffe und im Kaffee enthaltene Säuren abgebaut, je länger die Röstung dauert. Da es sich um chemische Prozesse handelt, lässt sich Zeit nur sehr begrenzt mit einer höheren Temperatur einsparen.

Man stelle sich nun vor, wozu die preis-getriebene Industrieröstung der im Supermarkt erhältlichen Kaffees führt: Hier wird der Kaffee 90 Sekunden lang durch ein bis zu 600°C heißes (elektrisch erhitztes) Rohr geschossen und so express-geröstet bzw. -verbrannt. Aromastoffe bilden sich fast nicht aus (so das bei den günstigst eingekauften Kaffees überhaupt von Vorteil wäre).  Säuren und Bitterstoffe werden nicht abgebaut. Daher kommen auch die berüchtigten Magenschmerzen. Und nur so (mindere Kaffeequalitäten plus billigste Röstung) kommt man am Ende auf die Supermarktpreise. Entsprechend unterhaltsam ist es, sich die Werbeanzeigen der Kaffeekonzerne anzuschauen: Es ist einfach nur dreist, was da behauptet wird.

Übrigens: Wir trinken unseren Kaffee auch mal kalt. Da schmeckt er richtig gut bzw. ähnlich wie kalter Tee (so man den denn mag). Wie Supermarktkaffee kalt schmeckt ist hingegen sprichwörtlich: Die unheilige Schwester der Sofa-Pizza..

In diesem Sinne zählen wir die Tage bis zur Ankunft in Hamburg. :)