Auch in diesem Jahr haben wir wieder unsere engsten Partner in Äthiopien besucht. Besonders jetzt, kurz nach der Kaffeeernte, ist das sehr spannend. Das Verkosten der neuen Ernte gleicht einer Schatzsuche, immer auf der Suche nach der perfekten Bohne. Hier berichtet dir Hannes von seinen Erlebnissen.

Kooperative Ilketunjo

Es ist immer wieder aufregend nach Äthiopien zu kommen. Das Land befindet sich im stetigen Wandel und bei jedem Besuch gibt es wieder zahlreiche Veränderungen festzustellen. In diesem Jahr war es für mich zum Beispiel einfacher in die abgelegenen Anbauregionen zu reisen, denn es gibt auf einigen Routen mittlerweile feste Straßen.

Im Januar und Februar gibt es für Kaffeeeinkäufer in Äthiopien besonders viel zu entdecken. Die Kaffeeernte ist zu dieser Zeit gerade vorüber und die frischen Kaffees können probiert werden. Genau wie bei der Weinernte haben das Mikro-Klima und die Witterungsbedingungen einen großen Einfluss auf den Geschmack des Kaffees. So kann dieser von Jahr zu Jahr etwas anders ausfallen. Um einzigartigen Kaffee zu entdecken, muss man zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein - wie bei einer Schatzsuche.

Neue Wasserpumpe in Ilketunjo

Mit der Kooperative Ilketunjo arbeiten wir am längsten zusammen. Mittlerweile sind es schon vier Jahre. Aus diesem Grund habe ich mich ganz besonders auf den Besuch bei der Kooperativenleitung in Ilketunjo gefreut. Das Wiedersehen war sehr herzlich und freundschaftlich. Vor Ort zeigte mir der Kooperativenleiter Alemayo stolz die neue Wasserpumpe, die seit diesem Jahr im Einsatz ist. Nun müssen die Kaffeebauern nicht mehr mühevoll zum 2 Kilometer entfernten Fluss laufen, um Wasser zu holen. Außerdem können die Kaffeekirschen nun noch besser verarbeitet werden, da das Grundwasser klarer ist. Dies beeinflusst auch den Kaffeegeschmack positiv und der Kaffee aus Ilketunjo schmeckt dieses Jahr noch besser als letztes Jahr.

Der Businessadviser in Yachi Kachise freut sich über unseren Kaffee  Die Landschaft in Ilketunjo ist einzigartig  Perfektes Frühstück in Äthiopien

Besuch in Duromina

Die Kooperative Duromina hat sich in den letzten Jahren aufgrund ihrer außergewöhnlichen Qualität einen tollen Ruf erarbeitet. Zum einen arbeiten die Farmer sehr präzise, zum anderen ist das Mikroklima in dieser Region ideal für den Kaffeeanbau. So bilden die Kaffeekirschen einen sehr hohen Fruktose-Gehalt aus und die Bohnen entfalten später in der Röstung eine hohe Süße. Bei meinem Besuch in der Kooperative haben sich die Farmer sehr über eine Tüte unseres Duromina Kaffees gefreut. Allerdings waren sie über die eher helle Röstung sehr verwundert, denn in Äthiopien wird Kaffee traditionell sehr dunkel über dem Feuer geröstet.

Hannes mit Kaffeefarmern in Duromina

Mein Fazit

Dieses Jahr waren die Witterungsbedingungen in Äthiopien sehr gut, sodass die Kaffeeernte qualitativ sehr gut ausgefallen ist. So habe ich bei den zahlreichen Cuppings außergwöhnlich tolle Kaffees cuppen können. Neben den Kooperativen Ilketunjo und Duromina hat auch die Kooperative Yachi Kachise wieder sehr gute Ergebnisse abgeliefert. Das macht die Entscheidung nicht leicht. Welche Kaffees wir diesmal final aussuchen und importieren werden, entscheiden wir zur Zeit noch. Eines ist jetzt aber schon sicher: Du kannst gespannt sein und dich auf wundervolle Kaffees freuen!

Cupping der frischen Kaffees

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