Gestern Nachmittag fand zum ersten Mal in der langen Geschichte von Coffee Circle (Familientradition seit 2010) ein exklusives Kaffee-Verkostungsevent statt – unter dem Motto „COFFEE CIRCLE goes JAPAN“.  An dieser Stelle zunächst einen großen Applaus für Henrik Lundin, der uns die wunderschönen Räume der de freo Galerie in der Auguststraße zur Verfügung stellte – vielen Dank, Henrik!

Japan. Ein Land, das nicht nur die Welt des Tees entscheidend geprägt hat, sondern auch die Kaffeekultur mit seinen außergewöhnlichen Zubereitungsarten wunderbar ergänzen konnte. 17Uhr. Die Vorbereitungen waren gerade erst abgeschlossen, da trudelten auch schon unsere kaffeedurstigen Gäste ein.

coffeecircle japanische kaffeekunst

Nachdem Moritz ein paar Begrüßungsworte gesprochen hatte, war er der Erste, der im Rampenlicht stand. Der eigentliche Star war jedoch unser wunderschöner Filter V60 der japanischen Firma Hario. Hario wurde 1921 in Tokyo gegründet und stellte ursprünglich Glasprodukte für den Chemie- oder Physikgebrauch her. Inzwischen ist Hario aus der Kaffee-Szene nicht mehr wegzudenken. Was wären wir bloß ohne unsere Hario Buono oder die Hario SKERTON Kaffeemühle?

Der Hario Filter V60 überrascht bei genauerem Hinsehen mit einem Loch im Boden und den geschwungenen Einbuchtungen an der Innenwand. In Kombination mit einem ganz bestimmten Winkel des Trichters und den speziellen Hario Filtertüten, werden die optimale Richtung und Durchflussgeschwindigkeit des Wassers ermöglicht und sorgen so für die bestmögliche Extraktion der Kaffeearomen. Bonuspunkt: Der Hario Filter wurde mit dem renommierten „Good-Design“-Award ausgezeichnet.

 

 

 

Martin bei der Kaffeezubereitung mit der SyphonAn zweiter Stelle folgte Martin mit dem spektakulären Syphon, der ihm eindeutig die Show stahl. Die Zubereitung mit dem Syphon, ebenfalls von Hario, erinnert auf den ersten Blick eventuell an Chemieunterricht. Doch der Aufwand ist geringer und er lohnt sich! Das Wasser im unteren Behälter wird durch eine Hitzequelle solange erwärmt, bis  die Flüssigkeit in das obere Gefäß wandert und sich dort ansammelt. Nun gibt man den Kaffee hinzu, rührt um, wartet ca. 45 Sekunden, rührt noch einmal um. Entfernt man nun die Hitzequelle, entsteht im unteren Gefäß ein Vakuum und der Kaffee wird durch den Filter nach unten 

Unser Publikum wartet gespanntgezogen.

 

Trockene Physik lässt sich so als Zauberei verkaufen!  Wartet man nun wenige Minuten, kann man sich von dem fantastischen Kaffeegeschmack  verzaubern lassen… es hat wohl seinen Grund, warum einige der angesehensten Kaffeeexperten ihren Kaffee nur noch mit dem Syphon zubereiten und genießen.

Kaffee trifft KunstRobert mit der Aeropress

Last but not least folgte der starke Robert - der Coffeenator -  denn für diese Zubereitungsart braucht man Kraft! Die AeroPress ist optisch nicht ganz so attraktiv wie unsere Chemex-Schönheit, überzeugt aber vor allem durch entscheidende Qualitäten wie Druck und kurze Brühzeit. (Die Tatsache, dass die Aero Press amerikanisch und nicht japanisch ist, ignorieren wir einfach mal ganz cool…) Das Kaffeemehl wird mit dem Brühwasser vermischt und mit dem Presskolben durch den Filter in einen Behälter gepresst. Der Kaffeegeschmack ist außergewöhnlich intensiv.

Denn innerhalb von circa 20 Sekunden (nach Belieben mehr oder weniger) wird das Wasser mit starkem Druck durch das Kaffeemehl gepresst. Somit treffen Wasser und Kaffeemehl nur für kurze Zeit aufeinander, wodurch weniger Bitterstoffe, aber mehr Aromen freigesetzt werden. Durch den Mikrofilter wird der Kaffee sehr fein gefiltert und ist so völlig frei von Kaffeesatz. Das Ergebnis ist feiner,  aromatischer Kaffee.

Das Publikum ist neugierig - Kaffeeverkostung auf japanisch

Unsere Gäste hatten gestern die Möglichkeit, den Waldkaffee Limu in unseren Schnubbi-Tassen riechen, testen, schmecken, vergleichen und genießen zu können, sowie mit den drei Kaffee-Gurus Martin, Moritz und Robert persönlich zu sprechen und ihre Fragen loszuwerden. Wir bedanken uns bei unseren Gästen und hoffen, sie hatten genauso viel Spaß wie wir.

Afrikanischen Kaffee, in einer Berliner Galerie,  auf japanische Art und Weise zubereitet.

Coffee Circle verbindet. Multi Kulti. Richtig. Gut. Bis zum nächsten Mal!