Wir konnten endlich unseren Kaffee kaufen

Es war ein auf und ab, dass uns in den letzten Wochen erst die Sorgenfalten in die blassen Gesichter und dann den Angstschweiß auf den überarbeiteten Rücken gezaubert hat: Was ist los in lketunjo?

Nach unserem schönen Besuch im Juni und der Erkenntnis, dass man sich gesucht und gefunden hatte, folgte die große Ernüchterung: Der bestellte Kaffee sei nicht mehr lieferbar und wir könnten vielleicht noch etwas bei einem englischen Händler kaufen. Um es mit den Worten des Kaisers zu sagen: „Ja, gut, äh??“
Auf unsere Nachfragen folgten dann wieder ganz andere Erklärungen. Also fragten wir einige im internationalen Kaffeegeschäft versierte Händler und Einkäufer um Rat und Hilfe. Nun hieß es zwar, wir sollten uns gedulden, aber es tat sich nichts.

Für uns war es schwierig, Ruhe zu bewahren. Sicher könnten wir auch anderen Kaffee einkaufen. Aber der Kaffee aus lketunjo ist mehrfach ausgezeichnet (unter anderem mit dem 3. Platz im nationalen Cupping). Ohne einen absolut herausragenden Kaffee macht es wenig Sinn, im nicht gerade von Kaffeemangel geplagten deutschsprachigen Raum auf mehr als eine Bestellung zu hoffen.

Außerdem ist lketunjo demokratisch und mit transparenter Buchhaltung organisiert. Und unsere Entwicklungsprojekte machen dort den größten Sinn.
Wir wissen noch immer nicht, woran es letztlich lag. Und es ist auch nicht wichtig. Wir haben unseren Gourmet-Kaffee aus lketunjo. Und ab dem nächsten Jahr müssen wir auch nicht erst am Ende des Erntezeit anfragen..

Und dies sind unsere (und Eure) Schätze. Sie befinden sich gerade auf einem großen, oben offenen Laster auf dem Weg von Ilketunjo über Addis Abeba zum Überseehafen Djibouti.

  • Gewaschener Limu
  • Gewaschener Yirgacheffe (Bio)

Und für den Espresso:

Wir hatten definitiv das nötige Quäntchen Glück. Und das hielt an:

Gibt's ja nich'! Kreditzusage bekommen

Unsere Facebook-Freunde wußten es als Erste: Gestern kam der Anruf unserer Hausbank, der Berliner Sparkasse, dass die gemeinsamen Bemühungen Erfolg hatten. Die KfW, eine staatliche Förderbank der deutschen Wirtschaft, hat uns einen Existenzgründerkredit gegeben. Hurra! Am 26. März haben wir unseren ersten Antrag abgegeben. Was lange währt wird endlich gut. Mit der Berliner Sparkasse haben wir einen sehr kompetenten und interessierten Partner gefunden.

Claim. Was?

Diese Tage stehen ganz im Zeichen der Kommunikation: Wofür stehen wir? Und wie vermitteln wir dies am eingängigsten? Die Werber sprechen von neudeutsch Benefit, Reason Why, Claim und Tonality.

Am wichtigsten ist uns momentan unser Claim. Er könnte auch auf unserer Kaffeepackung stehen und sollte in sehr wenigen Worten vermitteln, was uns unterscheidet und wofür wir stehen. Hiermit haben wir uns eingestimmt:

Die Suche läuft. Hinterlasst einen Kommentar, wenn Ihr unseren Claim schon kennt; à la Coffee Circle — der Champagner unter den Bohnen. Oder so.

Logo — Jetzt immer noch fast fertig.

Ihr werdet's als Zweite erfahren. Zuerst beantragen wir beim Europäischen Markenamt in Allicante eine Europa-Marke. Leider muss man den Antrag nicht persönlich abgeben. Leider.

Ich habe nachgeschaut: Am 7. Mai begann die überirdisch-inspirierte Zeichnerei rund um unser Corporate Design. Dies beinhaltet alles, was für unsere Kommunikation visuell prägend ist: Unsere Coffee Circle-Schrift und -Farben, unser Logo sowie das Etiketten- und Verpackungsdesign.

Was da los war. Sagenhaft. Deshalb widmen wir diesem Thema den nächsten Blog-Eintrag. Seid begeistert.