In der Rubrik "Kaffeehelden" stellen wir jeden Monat einen unserer Mitarbeiter vor. Heute lernst Du Moata kennen. Er ist das Coffee Circle Herz in Äthiopien und unser Mann vor Ort. Wie wir uns vor einigen Jahren trafen, was Moata in Äthiopien macht und wie die Zusammenarbeit funktioniert, erzählen wir hier.

Unser Kaffeeheld Moata


Moata ist Coffee Circle Mitglied der ersten Stunde und nicht mehr aus unserem Team wegzudenken. Moata lebt mit seiner Frau und zwei Kindern in Jimma, der kleinen Provinzhauptstadt in den west-äthiopischen Kaffeekooperativen. Als wir 2010 zum ersten Mal dort waren, haben wir ihn zufällig kennengelernt und unsere Freundschaft und Zusammenarbeit hat sich seit dem immer stärker entwickelt. 

Die Leidenschaft für Kaffee ist durch seine Familie entstanden, die selbst ein wenig Kaffeeland besitzt. Deshalb arbeitet er auch als Quality Cupper (Qualitätsmanager) bei der amerikanischen Organisation Technoserve, die in verschiedenen Kaffeeländern die Kooperativen bei der Produktion, Verbesserung und Vermarktung ihrer Kaffees unterstützt. 

Moata und Anne

Während unserer Aufenthalte in Äthiopien wären wir ohne Moata häufig aufgeschmissen. Er kennt sich vor Ort aus und ist für uns Übersetzer in Gesprächen mit den Kaffeebauern. Sind wir einmal nicht in Äthiopien, unterstützt uns Moata tatkräftig bei unseren Projekten mit Geduld, Hingabe und Feingefühl. In regelmäßigen Telefonaten hält er uns auf dem Laufenden. Das ist vor allem in der Regenzeit wichtig, in der wir nur eingeschränkt die Projekte weiter vorantreiben können. Obwohl Moata leider noch nie zu Besuch nach Deutschland kommen konnte, kennen und schätzen ihn alle Coffee Circle Mitarbeiter durch seine jahrelange Unterstützung, Erfahrung, Offenheit, sein diplomatisches Geschick und seine unglaubliche Liebenswürdigkeit.

Sieh Dir hier unsere Vision im Video an!

Martin erzählt von seiner engen Freundschaft mit Moata "Er war der Erste, der uns gezeigt hat, wo der Kaffee wächst und der Erste, der sich für uns begeisterte und an uns glaubte. Ohne ihn wäre die Kommunikation vor Ort viel schwieriger. Inzwischen ist er eben einer von uns. Moata ist definitiv der diplomatischste Mensch, den ich bisher kennengelernt habe. Außerdem liebe ich seinen Honig, den er selbst anbaut!"

Moata und Hannes

3 Fragen an Moata

Was magst du an Kaffee am meisten?

Kaffee ist in allen Entwicklungsstadien interessant - vom Keimling bis hin zum Kaffee in der Tasse. Ich mag am meisten die Wissenschaft hinter dem Kaffeearoma und dem Geschmack. Beides kann in den Kaffeebohnen leicht verloren gehen, wenn der Prozess und die Röstung nicht in der richtigen Art und Weise geschehen. Das Aroma und der Geschmack des Kaffees werden u.a. durch die klimatischen Bedingungen in den Waldgärten, also der Umgebung des Kaffees, durch die Kaffeespezies selbst und der Bodenzusammensetzung, auf dem der Kaffee angebaut wird, bestimmt.

Was war dein Lieblingsmoment mit Coffee Circle?

Mein Lieblingsmoment war 2011, als die drei Coffee Circle Gründer in Jimma waren und von ihrer Vision erzählten. Ich werde niemals vergessen, wie wir mehrere Stunden gebraucht haben, um Ilketunjo zu erreichen. Die Straße war voller Schlamm, gleichzeitig regnete es und wir waren gezwungen die Nacht bei Zerfu zu Hause zu verbringen. Am nächsten Morgen wachten wir sehr früh auf, gingen in den Wald und machten unvergessliche Bilder von der Sonne, die gerade aufging. Ich konnte Zeit mit diesen brillianten Menschen verbringen und viel mit ihnen sprechen. Ich werde diese Anfänge niemals vergessen. Es war eine ganz besondere Zeit.

Moata und Martin

Was gefällt dir an der Arbeit mit Coffee Circle und was wünscht Du dir?

Das Verhältnis mit Coffee Circle geht über den direkten Kauf von Spezialitätenkaffee hinaus. Vielmehr geht es um die Zusammenarbeit mit den Menschen hier vor Ort und der Gemeinschaft. Die Probleme, die wir hier haben, macht sich Coffee Circle auch zu ihren eigenen Problemen.

Jedes Jahr kommt das Coffee Circle Team nach Jimma und besucht die Kaffeebauern, spricht offen über die Weiterverarbeitung des Kaffees in Berlin und diskutiert im Detail die Probleme, die die Farmer in ihren Gemeinschaften haben. Das Coffee Circle Team hilft und findet wundervolle Lösungsansätze, die die Projekte verbessern und Probleme beheben. Ich möchte Coffee Circle danken, für das was sie tun. Ich wünsche ihnen ein erfolgreiches Jahr nach dem anderen und kann nur sagen: Long live Coffee Circle!

Moata

Moata

Moata's Steckbrief:

Was bedeutet Kaffee für Dich? Leben
Wie viele Tassen Kaffee trinkst Du pro Tag? Zwei Tassen
Wo kommt dein Lieblingskaffee her und wie schmeckt er? Aus Jimma, er schmeckt wunderbar fruchtig und blaubeerähnlich
Wie bereitest Du deinen Kaffee zu? Zu Hause in traditioneller Weise: Der Kaffee wird in der Pfanne durch die Wärme von Kohle geröstet, mit einem Stößel oder Mörser aus Holz gemahlen (manchmal auch mit einer elektrischen Mühle) und dann wird mit kochendem Wasser der Boden eines traditionellen Pots begossen. Dann warte ich für drei Minuten, bis sich der Boden setzt.
Was war Dein größter Traum als Kind? Polizist zu werden
Was ist dein größter Traum als Erwachsener? Kaffee zu züchten und zu exportieren
Lieblingsbuch?
Geschichtsbücher im Allgemeinen

Hannes und Moata

in Äthiopien

Unser Partner die Welthungerhilfe

Teamin den Waldgärten

Moata und Martinim Anbaugebiet

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