Seitdem wir euch im August bereits von einigen tollen Kaffeeseiten im Web berichtet haben,  ist euch Stumptown Coffee aus Portland allen ein Begriff… aber das ist noch lange nicht alles was diese Stadt zu bieten hat. Nicht nur, dass Portland dabei ist, Seattle den Rang als Kaffeehauptstadt der USA abzulaufen, auch was den direkten und fairen Kaffeehandel betrifft, ist Portland ganz vorne mit dabei. Dieser Stadt kann also definitiv eine Vorreiterrolle zugesprochen werden.

Aus diesem Grund haben wir uns dazu entschlossen, diese sagenumwobene Stadt mal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. 
Und wer würde sich dazu besser eignen als unsere neue Praktikantin Katharina, die gerade ihr Auslandsstudium in Portland beendet hat.

portland waterfront walkWenn man in Portland an der Waterfront des Williamette Rivers flanieren geht, so sieht man mindestens genauso viele Coffee-To-Go-Becher in den Händen der Vorüberziehenden, wie auch in jeder anderen nordamerikanischen Stadt. Einen entscheidenden Unterschied gibt es jedoch: die Logos von Starbucks und der Tochterfirma Seattle’s Best, deren Coffee Shops im Pacific-Northwest ebenfalls weit verbreitet sind, sieht man kaum.

Stellt sich also für uns die Frage: was tun die „portländischen“ Kaffeenarren, um die Sucht nach Koffein oder ihre unstillbare Gier nach dem puren Kaffeegenuss zu befriedigen?

Wie bereits eingangs erwähnt, haben wir euch in einem früheren Blogartikel kurz von Stumptown Coffee berichtet. Dabei ging es allerdings primär um die Ressourcen und Informationen, die euch auf deren Seite zur Verfügung gestellt werden. Ich möchte euch jetzt erzählen, wie der Kaffee  in den Pot und in die Hände der „Hipster“ kommt.

stumptown coffee downtown portlandSeit der Gründung im Herbst des Jahres 1999 hat Stumptown Coffee insgesamt acht Coffee Shops eröffnet – fünf davon in Portland, zwei in Seattle und einen in New York. Da es den Kaffee von Stumptown Coffee aber auch noch in vielen anderen kleinen Cafés zu kaufen gibt, ist Stumptown eine echte Alternative zu den stark kommerzialisierten Ketten.

In der Division Street begann die „Kaffeerevolution“, wie die Entwicklung des Kaffeekults in Portland von Stumptown Coffee beschrieben wird, und hier wird auch heute noch eine Vielzahl der vertriebenen Kaffees geröstet. Die Cafés sind alle recht minimalistisch, dafür aber auch sehr modern, eingerichtet. Reicht ja auch völlig aus, denn der Kaffee spricht hier für sich. Eine kreative Atmosphäre wird dennoch geschaffen, da Stumptown Cafés lokalen Künstlern Raum geben, ihre Kunstwerke und Gemälde in den Cafés ausstellen und damit die Wände zu zieren. Außerdem gibt’s in der Portland Downtown Location viele Magazine rund um das Thema Kaffee zum Lesen und teilweise sogar auch zum Mitnehmen. Interessant hierbei ist, dass vier Kaffeemagazine mit internationalem Auftritt in Portland veröffentlicht werden. Wie ihr seht: in Portland dreht sich wirklich einiges um den Kaffee. Zubehör kann man natürlich auch in jedem Café kaufen und wie bei Coffee Circle trifft man selbstverständlich auch bei Stumptown Coffee auf große Fans der French Press.

portland roasting trike deliveryDer Kaffee von Portland Roasting Coffee, einer Kaffeerösterei die im Jahre 1996 als Pionier der Kaffeekultur in Portland gegründet wurde, wird ebenfalls in den unzähligen Cafés und Coffee Shops, die die Straßen von Portland säumen, ausgeschenkt. Portland Roasting hat jedoch im Gegensatz zu Stumptown Coffee noch keine eigenen Ladenlokale aufgebaut, aber ist dennoch – oder gerade deshalb – sehr  verbreitet. Insbesondere ist Portland Roasting Coffee auch für innovative und „grüne“ Denkweisen und Handlungsansätze bekannt. Das betrifft z.B. die Zustellung per Fahrrad („trike“) in Kooperation mit dem Unternehmen B-Line, welches sich auf klimaneutralen Transport spezialisiert hat.

cafe public domain portland coffee bean internationalLeider wissen trotzdem nur zu wenige Leute, dass sie Portland Roasting Coffee trinken, wenn sie ihn trinken. Genau aus diesem Grund, nämlich um dem Kaffee nochmals „ihren eigenen Stempel aufzudrücken“, wurde das Café Public Domain eröffnet. Dort wird der Kaffee von Coffee Bean International serviert. Und auch hier gibt es eine Gemeinsamkeit zu Coffee Circle: wie auch schon zuvor bei uns hat es der äthiopische Yirgacheffe in die erlesene Auswahl der angebotenen Kaffees geschafft. Tja, da bleibt uns doch nur zu sagen: gute Wahl!

Solltet ihr euch demnächst tatsächlich mal auf eine Kaffee-Entdeckungsreise nach Portland begeben, dann schaut unbedingt in diesen 3 tollen Cafés vorbei:

Albina Press: wahre Kaffeeartisten und ein Geschmackserlebnis, das das Herz eines jeden Kaffeeliebhabers höher schlagen lässt!

Barista: hier trefft ihr den Rockstar unter den Baristas in Portland, Tattoos und Piercings inklusive! Der Besitzer ist zweimaliger Northwest Barista Champion und setzt auf Perfektion!

cafe velo portland farmers marketCafé Velo: kleines Café, großer Name… groß geworden durch die Präsenz auf dem Portland Farmers‘ Market und dadurch erheblich an Bekanntheit und Beliebtheit gewonnen!

Ach ja… auf eines solltet ihr bei eurem Besuch noch achten! Na, auf was wohl? Auf den Schnubbi natürlich! Denn in Portland – so sagt man – ist die Länge des Barts des Baristas entscheidend für die Qualität des Espresso Shots.