Vielleicht hast Du Dich auch schon mal gefragt, was aus unseren bisher umgesetzten Projekten geworden ist? Für uns ist es sehr wichtig, dies regelmäßig nachzuvollziehen. Deshalb haben wir ein paar unserer Projekte aus 2011 und 2012 besucht. Was ist zum Beispiel aus unserem Brunnen geworden? Konnten wir in der Schule in Ilketunjo etwas erreichen? Hier erzähle ich mehr und zeige Dir ein paar Fotos!

 
 

Projekt Schulmöbel: Die Ilketunjo Higher School konnte wachsen

Das Schulprojekt trägt sich dank großem Engagement selbstZur Ernte 2011/2012 haben wir eine Schule mit der Ausstattung von Möbeln und Unterrichtsmaterialien unterstützt. Wir haben damals gemeinsam mit der Schulleitung und den Lehrern ausgearbeitet, welche Materialien und Bücher am dringendsten benötigt werden. Im Gegenzug wurde uns von der lokalen Regierung zugesichert, langfristig Lehrer zu stellen und zu bezahlen. Bis heute ist die Schule stark gewachsen. Mehr Informationen zum Projekt!

Die Lehrer haben sich Systeme überlegt, um die Kinder mit den vorhandenen Schulmaterialien auszustatten und möglichst vielen Kindern Zugang zu Bildung zu ermöglichen. So müssen Kinder aus einkommensstärkeren Familien die Schulmaterialien kaufen, wohingegen andere für einen gewissen Zeitraum eine Art Leihgabe bekommen. Die bessere Ausstattung der Schule, Sicherung der Lehrkräfte und vor allem die Lehrbücher (auch für höhere Klassen) haben dazu beigetragen, dass in der Schule von damals Klasse 5 nun bis zur Klasse 8 unterrichtet werden kann.

Wir haben die Schule in Ilketunjo erweitertDurch die Involvierung der ganzen Kooperative, der Lehrer sowie der Regierung konnte ein Projekt geschaffen und unterstützt werden, was sich heute selbst trägt und bei dem die Menschen ein Verständnis für ihre Situation aber auch ihre Möglichkeiten bekommen haben. Sie haben gelernt, wie sie mit Engpässen oder Problemen umgehen müssen und entwickeln eigenständig Lösungsansätze, um ihre Schule und die Bildung der Kinder voranzutreiben.

Darüber hinaus müssen die älteren Kinder nun nicht mehr den langen Weg in den weit entfernten nächsten Ort gehen, um Bildungsmöglichkeiten zu nutzen, wobei diese Chance ohnehin nur sehr wenige Kinder wahrnehmen konnten. Durch die Weiterentwicklung der lokalen Schule, haben nun alle Kinder die Möglichkeit am Unterricht teilzunehmen und die Abbruchrate konnte erheblich gesenkt werden. Auf den Fotos lese ich mit ein paar Schülerinnen gerade aus einem Englisch Buch und sie sind ganz stolz, mir ihre ersten erlernten Worte vorlesen zu können. Der Schulleiter zeigte uns die Bibliothek, Klassenräume und Stundenpläne.

Unterricht in der Schule in Ilketunjo

Die Kinder lesen Anne stolz auf Englisch vor

Dank der Erweiterung können nun viel mehr Kinder unterrichtet werden

 
 

Projekt Sportplatz: Die Schülerinnen gewinnen ihr erstes regionales Volleyballturnier

Ebenso haben wir 2011/12 eine Schule mit Volleyball- und Fußballplatz sowie den zugehörigem Equipment ausstatten können. Bewegung und der Sport mit Gleichaltrigen ist für die Kinder sehr wichtig. „Es ist wichtig, ihnen dabei spielerisch Dinge beizubringen und ihren Zusammenhalt zu stärken“, sagt ein Lehrer. Der gebaute Volleyball- und Fußballplatz wird seit über einem Jahr genutzt und es gibt sogar ein Mädchen Volleyballteam. (Darauf war ich natürlich persönlich sehr stolz.) Die Mädels sind gemeinsam Ende 2012 zu einer Volleyballmeisterschaft in den nächsten Ort gewandert und haben dort gegen andere Schulen gespielt – und wie Du auf dem Foto sehen kannst, haben sie natürlich gewonnen.  Auch die Jungs spielen täglich Fußball und hatten den größten Spaß, ein wenig mit mir zu kicken. Mehr Informationen zum Projekt!

Durch Sport lernen die Kinder auch spielerisch

Das Jungen-Fussball Team

Martin versucht sich beim Volleyball mit den Mädchen

 
 

Projekt Brunnenbau: Der Brunnen muss repariert werden

Der Brunnen in Ilketunjo muss repariert werden Anfang 2011 haben wir in einem Gemeinschaftsprojekt mit den Dorfbewohnern der Kooperative Ilketunjo und der lokalen Woreda (Regierung) einen Brunnen gebaut, der über 2000 Menschen den Zugang zu sauberem Trinkwasser ermöglichen sollte. Über 1 ½ Jahre hat der Brunnen ohne Probleme funktioniert. Doch leider mussten uns die Dorfbewohner mit traurigen Gesichtern mitteilen, dass er seit ein paar Wochen nicht mehr funktioniert.

Auch wenn man realistisch bleiben muss, war das für mich eine sehr enttäuschende Mitteilung, weil uns gewährleistet wurde, dass der Brunnen über Jahre funktionieren würde und von dem damaligen Techniker mit größtem Wissen und Gewissen ein geeigneter Ort ausgewählt wurde.
Deshalb habe ich mich Ende Februar mit der Regierung zusammengesetzt und sie gebeten, den Brunnen reparieren zu lassen.

Ein Wasserexperte war vor Ort um die Reparatur zu planen.Momentan wird ein Gutachten erstellt und ein erfahrener Wasserexperte ist vor Ort, um Möglichkeiten abzuwägen. Wir sind zuversichtlich, dass bald eine gute Lösung gefunden wird. Wie es mit dem Brunnen und der notwendigen Trinkwasserversorgung weitergeht, werden wir Dir also schon bald berichten können. Mehr Informationen zum Projekt!

Trotz dieser kleinen negativen Entwicklung war ich von der Annahme und Entwicklung unserer bisher umgesetzten Projekte sehr begeistert. Es zeigt mir, dass unsere Projektansätze und –kriterien ankommen und wir bei den Menschen mit wenig Geld eine sehr große und langfristige Wirkung erreichen können.

Liebe Grüße, 

Anne