Anfang Dezember war ich mit Martin, Hannes und Anna in Äthiopien. Neben dem Besuch der Kaffeeernte und unserer Freunde und Teammitglieder vor Ort, haben wir auch die Fortschritte des aktuellen Trinkwasserprojekts in Jimma besichtigt. 

Beim Besuch der Quelle

Die Absicherung der Homecha Quelle mit dem Jimma-Team hat begonnen

Mit je 1€ pro verkauftem Kilogramm Kaffee unterstützt du unsere Projekte in Äthiopien, die wir mit den Menschen vor Ort gemeinsam umsezten, um die dortigen Lebensbedingungen zu verbessern. Seit letztem Jahr fokussieren wir uns auf WaSH und Trinkwasserprojekte in den Kaffeeregionen in der Limu Region. Mehr dazu hier.

Seit Ende November haben wir mit der Absicherung der Homecha Quelle begonnen. Allein durch diese Quelle und eure Hilfe können ca. 8.000 Menschen mit sauberem Trinkwasser versorgt werden. Die Quelle befindet sich fußläufig ca. 20 min. von der Kooperative Doyo Bikila entfernt und ist über Wald- und Wiesenwege erreichbar. Auch der ein oder andere Flusslauf durchquert den Weg, sodass der Zugang ohne feste Schuhe nicht ohne weiteres möglich ist.

Die Umgebung

Die Quelle ist in einer Kuhle wunderschön gelegen, umgeben von Bäumen und Farnen. Man hat das Gefühl, dass dieser Orst noch herrlich ursprünglich und unberührt ist. Das Wasser bahnt sich dort selbst den Weg durch den Berg.

Die Umgebung der Quelle

Das Wasser ist kalt und klar. Eigentlich habe ich noch nie so klares Wasser in der Region gesehen. Deshalb ist es auch sehr wichtig, diese Quelle vor externen Einflüssen zu schützen. Fäkalien, Abfälle und die Nutzung als Wasser für Bewässerung der umliegenden Felder sollen die Quelle nicht negativ beeinflussen.

Die Homecha Quelle

Sauberes Trinkwasser

Klares Wasser aus der Homecha Quelle

Besprechung des Projekts

Wir besprechen den Projektverlauf mit allen Anspruchsgruppen vor Ort

Nach Absprache mit der lokalen Bevölkerung werden wir deshalb die Quelleaufbereiten und durch einen Zaun schützen. Dieser Schutz ist für das Projekt essentiell, denn nur so bleibt unser Projektziel realistisch. Es soll Wasserpunkt eingerichtet werden, an dem die lokale Bevölkerung Wasser beziehen kann. Zur Versorgung der umliegenden Dörfer wird die Quelle über ein Wiesental und Waldabschnitt zum nächsten Wasserpunkt geleitet, der rund 4,5 km entfernt liegt. Hier können die Dorfbewohner der Kooperativen Doyo Bikila und Doyo Tolie ihr sauberes Trinkwasser ab etwa Mai beziehen.

Das Wasser aus der Quelle

Die Homecha Quelle

Statt einem Wasserkiosk möchten wir viele Versorgungspunkte einrichten

Wir haben uns also gegen unseren ursprünglichen Plan eines großen Wasserkiosks entschieden und werden verschiedene Wasserpunkte errichten, um mehr Dorfbewohner zu erreichen und eine flächendeckendere Versorgung zu ermöglichen. Dies wurde vor allem in den Treffen mit unterschiedlichen Anspruchsgruppen (u.a. Schule, Regierung, Privatpersonen) adressiert und von allen Akteuren als sehr positiv empfunden. Darauf sind wir sehr stolz.

Martin in Jimma

Dieses Projekt benötigt die Zusammenarbeit aller Akteure

Zuerst der Plan: Die Verbindungspunkte von der Quelle zu den Wasserpunkten werden durch Rohre ermöglicht. Diese Rohre werden über 1,5 m tief in der Erde liegen, damit sie nicht von Tieren oder Menschen ohne weiteres beschädigt werden können. Sobald die erste Quelle erschlossen ist, werden wir an der Zweiten arbeiten, mit der wir weitere Dörfer mit sauberem Trinkwasser versorgen können.

Parallel finden weiterhin Workshops an den Schulen statt, um die Kinder mit Hygienemaßnahmen vertraut zu machen. Dies ist für ein Wasserprojekt essentiell, damit das saubere Wasser nicht gleich wieder durch zB dreckige Hände verunreinigt wird. Ebenso führen wir weitere Gespräche mit den Regierungsvertretern, damit sie stärkere Verantwortung für das gemeinsame Wasserprojekt übernehmen und die Dorfbevölkerung unterstützten.

Unsere liebsten Wegbegleiter

Nur wenn sichergestellt ist, dass die Wasserpunkte von den ausgewählten Wasseradministratoren von der Abrechnung bis zur Instandhaltung geleitet werden können, können wir schlussendlich ein Projekt ohne Bedenken übergeben und uns auf andere Regionen und Herausforderungen konzentrieren.

Große Freude hat uns vor allem die große Dankbarkeit der Kooperativenvertretern der Kaffeebauernkooperative Doyo bereitet, die sich bei unserem Besuch sehr über ihre Einbeziehung und Entwicklung im Dorf gefreut haben. Gleiches Feedback haben wir von dem lokalen Gesundheitsposten bekommen, der bereits im nächsten Jahr seine Arbeit aufnehmen wird.

Anne sorgt für sauberes Wasser

Wir in Jimma

Wir stellen vor: Das Jimma WaSH-Team

Unsere bisheringen Fortschritte in der Limu-Region wären nicht ohne ein großartiges Team möglich, dass sich täglich damit beschäftigt und die Arbeit von Coffee Circle in den Kooperativen verkörpert. 

Deshalb möchte ich an dieser Stelle noch einmal die Chance nutzen und unser Welthungerhilfe-Projektteam in Jimma vorstellen. Die Fotos zeigen:

links: Asrat rechts: Ashenafi

links: Ashenafi (Projektkoordinator, Team Jimma), rechts: Asrat (Wassertechniker, Team Jimma)

Das Team in Addis Abeba:

Lanka

Lanka (Landesleitung Äthiopien)

Manfred

Manfred (Landesleitung Äthiopien

Anne und Tiringo

Tiringo (rechts, Hygieneexpertin)

Alemayo

Alemayo (WaSH Ingenieur)

Shegaw

Shegaw (Wasser- und Hygieneexperte)