Mit jeder Tasse Kaffee unterstützt ihr unsere Trinkwasserprojekte in Äthiopien und wir freuen uns riesig, über die nächsten Fortschritte zu berichten! Sowohl das Projekt “sauberes Trinkwasser” als auch die “Hygienetrainings” für die Menschen vor Ort sind in vollem Gange. 

Die erste Quelle ist erschlossen

Die erste Quelle ist erschlossen

Coffee Circle hat es sich als “Social Business” zur Aufgabe gemacht, mit äthiopischem Spitzenkaffee zu handeln und dabei die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung vor Ort zu fördern. Wir zahlen unseren Kaffeebauern vor Ort nicht nur einen Preis, der weit über dem Weltmarktpreis liegt, auch fließen 1€ pro Kg verkauftem Kaffee als zusätzlicher Verdienst in regionale Projekte, welche wir mit den Kaffeebauern und der Regierung vor Ort planen und umsetzen. Wir konnten durch unsere Projekte bereits über 36.000 Menschen erreichen und befinden uns momentan in der Umsetzung eines groß angelegten WaSH-Projektes (WaSH steht für Water, Sanitation and Hygiene), von dem bis Ende 2017 insgesamt mindestens 18.900 Menschen profitieren werden.

Die erste Quelle ist erschlossen

Mit eurer Unterstützung verfolgen wir seit Beginn letzten Jahres gemeinsam das Ziel, tausenden von Äthiopiern in der Jimma Region im Rahmen des WaSH-Projektes einen einfachen Zugang zu sauberem Trinkwasser zu ermöglichen.

Beim Besuch der Quelle

Nachdem bei unserem Besuch im Dezember ein konkreter Plan zur Erschließung der ersten Quelle erstellt wurde, berichten wir heute über den erfreulichen Projektfortschritt vor Ort: Bevor die Sicherung und Erschließung der Quelle beginnen konnte, musste zunächst das nötige Baumaterial angeschafft werden. Die Verantwortlichen vor Ort kauften dafür Sand, Steine, Kies und Zement in großen Mengen ein. Der Sand stellte dabei eine Herausforderung dar, da er 450 km angeliefert werden musste. Zusätzlich wurde eine Hütte errichtet, in der die Baumaterialien und Werkzeuge in Zukunft geschützt gelagert werden können.

Die erste Quelle ist erschlossenDie erste Quelle ist erschlossen

In einem zweiten Schritt wurde die Homecha Quelle erfolgreich erschlossen. Wir freuen uns riesig, dass die zwei Bezirke Doyo-Toli und Doyo-Bikila bald über ein Rohrsystem mit sauberem Trinkwasser versorgt werden können. Mit jeder Tasse Kaffee habt ihr dazu beigetragen! Damit das saubere Wasser dauerhaft zur Verfügung stehen wird, wurde mit der Konstruktion eines 100 m³ großen Wasser-Reservoirs begonnen.

Die erste Quelle ist erschlossenDie erste Quelle ist erschlossen

Hygienetrainings für die Einheimischen sind essenziell für den langfristigen Erfolg

Doch nicht nur das Projekt “sauberes Trinkwasser” macht Fortschritte, auch können wir von weiteren "Hygienetrainings" berichten, welche für den langfristigen Erfolg unseres WaSH-Projektes entscheidend sind. Den Menschen vor Ort fehlt es oft an Wissen über die Risiken, die verschmutztes Wasser oder mangelnde Hygiene mit sich bringen. Um ein Bewusstsein dafür zu schaffen, investieren wir in Trainings für die Einheimischen, welche das neu Erlernte dann eigenverantwortlich weitergeben sollen. So wurde kürzlich das Woreda (Woreda steht für lokale Gemeinde) WaSH-Team, bestehend aus acht Männern und zwei Frauen, mit dem Thema WaSH Management vertraut gemacht. Dabei ging es hauptsächlich um die Planung, Durchführung, Überwachung und Bewertung verschiedenster Hygiene-Aktivitäten.

HygienetrainingHygienetraining

Neben dem Woreda WaSH-Team wurde außerdem die “Health development army“ geschult. Dabei handelt es sich um eine gemischte Gruppe an Einheimischen, die sowohl verschiedene Institutionen als auch verschiedene Bezirke vertritt. Thematisiert wurden dabei grundlegende Veränderungen und passende Methoden für eine verbesserte Hygiene- und Sanitärsituation vor Ort. Wir freuen uns, dass unser großangelegtes Projekt in Äthiopien voran geht und werden euch über weitere Fortschritte auf dem Laufenden halten.

Plananpassung bei der “Doyo-Schulerweiterung”

Nicht immer laufen die Dinge so, wie wir sie geplant haben. Transparent zu sein, bedeutet auch, über Probleme oder Ereignisse zu berichten, die Planänderungen hervorrufen.

Ihr erinnert euch vielleicht: Bevor wir mit dem WaSH-Projekt gestartet sind, sammelten wir fleißig Spenden für das Projekt “Schulerweiterung in Doyo”. Unser Ziel war es, zusammen mit den Kaffebauern vor Ort eine Schule auszubauen und auszustatten. Eines unserer Projektkriterien ist die aktive Partizipation der Menschen vor Ort, um ein dauerhaftes Gelingen der Projekte zu gewährleisten. Folglich sollte das Schulprojekt von den Kaffeebauern selbst, der Regierung vor Ort und Coffee Circle als dritte Komponente gemeinsam gestemmt werden.

Projekt: Schulerweiterung Doyo

Nachdem die Kaffeebauern erfolgreich den Bau weiterer Klassenzimmer abgeschlossen hatten, wollten wir diese anschließend mit Schulmöbeln ausstatten sowie Sanitäranlagen bauen. Bei einem persönlichen Besuch vor Ort mussten wir jedoch überrascht feststellen, dass der Bedarf an Schulmöbeln bereits gedeckt wurde. Eine lokal verankerte Organisation nutzte ihr überschüssiges Budget für den Kauf von Tischen und Bänken, ohne uns darüber zu informieren. Diese Misskommunikation verdeutlicht, dass die praktische Durchführung von Entwicklungsprojekten selten so reibungsfrei abläuft, wie zu Beginn geplant.

Genau deshalb ist es uns wichtig, von Zeit zu Zeit vor Ort zu sein, um persönlich mit den Einheimischen zu reden und den aktuellen Bedarf an Unterstützung zu ermitteln. Neben Partizipation, Unabhängigkeit und Wirkungsorientierung ist der Bedarf eines unsere vier Projektkriterien. Wir nehmen nur Projekte in Angriff, die den Bedürfnissen unserer Kaffeebauern und deren Gemeinden entsprechen. Folglich stehen wir auch hinter einer Planänderung, wenn wir feststellen müssen, dass sich im Laufe der Projektumsetzung eine unerwartete Wendung ergibt. Gemeinsam mit den Menschen vor Ort haben wir in diesem Fall also entschieden, keine weiteren Möbel für die Schule in Doyo anzuschaffen, da kein Bedarf mehr bestand. Es wurde gemeinsam beschlossen, dass die gesammelten Spenden stattdessen komplett in unser groß angelegtes WaSH-Projekt fließen werden. Schlussendlich profitieren nämlich auch die Schüler der Doyo-Schule von unserem Trinkwasser- und Hygieneprojekt, da es in der selben Region umgesetzt wird.

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