Drip Drip Drip – das Wasser bahnt sich langsam den Weg durch das gemahlene Kaffeepulver bis in meine Tasse. Welch ein spaßiger Moment, wenn ich den übrig gebliebenen Kaffeesatz mit der Aeropress in den Mülleimer schießen kann. Aber - ist Kaffeesatz nicht viel zu wertvoll für die Mülltonne? Ja, das ist er. Es gibt nämlich so einige Methoden den Kaffeesatz sinnvoll weiterzuverwenden. Wir stellen Dir drei tolle Funktionen vor...

 
 

Was kann man mit Kaffeesatz noch so alles anfangen?Zunächst ist es bei den meisten aufgelisteten Vorschlägen wichtig, den Kaffeesatz vorher zu trocknen. Dies gelingt am Besten, wenn Du ihn beispielsweise auf einem Stück Küchenrolle oder Backpapier ausstreust und für eine Weile liegen lässt. Wer es ganz eilig hat, kann auch den Ofen zu Hilfe ziehen.

1. Back to nature

Kaffeesatz ist als Blumenerde optimal geeignetWer möchte nicht, dass es um ihn herum grünt und blüht? Sei es der eigene Garten, die Balkonbeschmückung oder die kleine Zimmerpflanze. Durch die vielen Nährstoffe, die Kaffee beinhaltet eignet sich Kaffeesatz ausgezeichnet als Blumenerde. Besonders bei Pflanzen wie Rosen, Rhododendron und Hortensien, die bevorzugt in saurem Milieu wachsen, lässt sich das leichte, durchlässige braune Kaffeemehl gut einsetzen. Phosphor, Kalium, Kupfer und Magnesium, um nur ein paar der Verdächtigen zu nennen, stehen allesamt auf der Wunschliste von Deinem Komposthaufen. Mische den übrig gebliebenen Kaffeesatz in den Kompost, dadurch wird dieser säurehaltiger, was gut für viele Böden ist. Zudem beschleunigt enthaltener Stickstoff die Zersetzung. 

Kaffee gibt uns unseren täglichen Energieschub, auf den wir nicht verzichten wollen. Doch nicht nur wir freuen uns über diese Energiequelle; auch die kleinen nützlichen Würmer in unserem Komposthaufen nehmen diese Leckerei dankend an.  Als Gegenleistung der Würmer wird der Kompost mit doppelter Schnelligkeit verarbeitet.

Aber nicht alle Gartenbewohner mögen die schwarze Köstlichkeit; und wir mögen nicht alle Gartenbewohner. Da trifft es sich gut, den Kaffeesatz vom Frühstück übrig zu haben. Streue diesen einfach um die Salat- und Gemüsebeete, die du nicht mit den Ameisen und Schnecken teilen möchtest. Für Ameisen bildet die Mauer aus Kaffeesatz eine natürliche Barriere und Schnecken können die Säure und den Kaffeeduft (unverständlicherweise) nicht ausstehen.

2. Wer schön sein will...

Kaffee macht schön!...nimmt Kaffee! Denn was für den Garten gut ist, kann schließlich auch dem Körper nicht schaden. Ganz im Gegenteil! Kaffee - genauer gesagt, das darin enthaltene Koffein - ist Hauptbestandteil vieler Kosmetika und Cremes. Diese muss man sich jedoch nicht für teures Geld kaufen, sondern kann sie ganz leicht selbst herstellen. Nimm einfach den Kaffeesatz und mische ihn entweder mit Kokosnussöl oder einer bestehenden Creme. Reibe diese nun mit kreisenden Bewegungen in die Haut ein. Beispielsweise an Stellen, die möglicherweise Zellulite-gefährdet sind. Das Koffein treibt den Fett-Stoffwechsel an und entzieht gleichzeitig überschüssiges Wasser – dies strafft die Haut.

Dieselbe Creme eignet sich zudem wunderbar als Gesichtspeeling. Der körnige Kaffeesatz entfernt überschüssige Hautpartikel und macht Deine Haut glatt und geschmeidig. Der Kaffeeduft ist da eine positive Zugabe. Wie Du siehst, ich hab es selbst ausprobiert! :)

Toller Trick: Zum Abendessen soll es einmal wieder etwas Besonderes geben? Beispielsweise Fisch angebraten in Zwiebeln mit einem kleinen Hauch Knoblauch in der Soße. Das Essen wird bestimmt ein Festschmaus und in der Küche duftet es herrlich. Nur an den Händen muss man das Abendgericht nicht unbedingt nachvollziehen können. Nichts leichter als das – Kaffeesatz zur Hand. Reibe Deine Hände einfach mit feuchtem Kaffeesatz ein, lass es ein bisschen einwirken und wasche sie anschließend gründlich ab.

3. Es liegt Kaffee in der Luft

Vorbei mit dem nach alten Essensresten miefenden Kühlschrank, den künstlich riechenden Duftbäumchen fürs Auto oder dem muffigen Kleiderschrank. Wer hätte es gedacht, auch hier hilft uns der Kaffeesatz aus dem Schlamassel. Kaffee nimmt Gerüche aus der Umwelt zügig auf und verbreitet zugleich das wunderbare Kaffeearoma. Deswegen sollte man Kaffee, den man noch benutzen möchte, nicht im Kühlschrank lagern.

Den Air-Refreshener kannst Du dir ganz einfach selbst basteln. Für den Kühlschrank nimmst Du hierzu am Besten einen leeren Joghurtbecher o.ä., machst ein paar Löcher in den oberen Rand des Bechers und befüllst ihn bis dahin mit Kaffee. Als Deckel eignet sich Alufolie, in die Du wiederum Löcher hineinstechen kannst. So nimmt der Kaffee den Kühlschrankmuff auf, der zum Beispiel durch unsere Leidenschaft zu stark riechenden Käsesorten entsteht :-)

Kaffee nimmt gern Gerüche auf

Für den Duftfänger im Kleiderschrank oder im Auto kannst Du auch eine Nylon-Strumpfhose verwenden. Du wirst sehen, nach schon kurzer Zeit ist es vorbei mit schlechten Gerüchen!

Hast Du noch mehr Ideen?

Zum Schluss sind die Kreativköpfe gefragt. Mit Kaffeesatz kann man einige schöne Dinge zaubern. Wie wäre es beispielsweise mit einem Nadelkissen, Blumenvasen-Dekoration oder eine natürliche Methode um Papier und Karten im Antik-Look herzustellen?! All diese Nettigkeiten stellen zudem schöne Geschenkideen dar. Bestimmt gibt es noch weitere spannende Recycling-Möglichkeiten für das schwarze Mehl. Wir hören gern von Deinen Erfahrungen und Vorschlägen. Poste Deine Vorschläge gern hier direkt im Blog. Viel Spaß beim Ausprobieren!

 

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