Das betahaus liegt seit 2009 im Herzen der Kreativszene Kreuzberg in Berlin und ist mittlerweile einer der bekanntesten Coworking Spaces in der Hauptstadt. Coffee Circle war eines der ersten Startups im betahaus. Wir sind gegangen, aber unser Kaffee ist geblieben.

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Ein Startup für Startups - Wie alles begann

So wie viele Ideen ist das betahaus aus einem Bedürfnis heraus entstanden, dem Bedürfnis nach mehr Raum und Fläche zum gemeinsamen Arbeiten. 2008 kamen die Gründer auf die Idee: Christoph Fahle, Tonia Welter, Gregor Scheppan, Stephan Bielefeldt, Madeleine Gummer von Mohl und Max von der Ahe. 2009 wurde dann das erste betahaus in Berlin eröffnet. Sechs Studenten, die sich zum Teil in der Agentur für politische Kommunikation - Politikfabrik - begegneten, störte es, dass das Büro entweder immer viel zu groß war oder - bei größerem Auftragsvolumen mit mehr Mitarbeitern - zu klein. Zusammen mit ihrer Freelancer-Community suchten sie sich daraufhin ein neues Büro und fanden es im heutigen Gebäude des betahauses am Moritzplatz. Sie mieteten 250 Quadratmeter des alten Gewerbehofs an und hatten zu Anfang nicht mehr als einen Tisch, vier Stühle, einen alten Drucker und ein Regal. Schreibtische und Stühle musste jeder selbst mitbringen. Ein halber Monat Miete kostete 50 Euro, ein ganzer 100.

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5.000 Tassen Kaffee für 350 Mitglieder

Das Konzept ist aufgegangen. Inzwischen arbeiten ca. 350 Coworker auf 3000 Quadratmetern im Berliner betahaus und trinken monatlich rund 5.000 Tassen Kaffee. Der Erfolg trägt Früchte: denn auch in Hamburg, Sofia und Barcelona wurden weitere betahäuser eröffnet. Heute ist das betahaus ein Ort für Gespräche, jeder Art von Austausch und Begegnung - aber eben inklusive Drucker und W-Lan. Kombiniert mit frischem italienischen Essen, 2-Sterne-Küche und inspirierenden Netzwerkevents werden keine Wünsche offen gelassen.

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“Wir öffnen Türen” - inside betahaus:

Doch wer glaubt, das betahaus bietet nur Kaffee und WLAN, hat sich gewaltig geirrt. Es gibt wöchentliche Seminare, vom Steuerrecht über Social Media bis hin zu Workshops in Bereichen wie Heimwerken oder Kunst & Design. 

Ein weiteres Highlight ist das wöchentliche Betabreakfast, zu dem (mit Anmeldung) jeder kommen darf, um mit anderen Gleichgesinnten zu einem bestimmten Thema zu diskutieren oder über Unternehmen mehr zu erfahren.

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Dieses wöchentliche Frühstück verbindet Startups, Künstler, Innovatoren und Kreative in einem Raum. Hier können sie Ideen austauschen und verschiedene Perspektiven entdecken. Im betahaus arbeiten Journalisten, Designer, Programmierer, Fotographen, Politologen, Architekten, NGOs, Startups und viele mehr. Wer mal vorbei schauen möchte: Jeden Dienstag und Donnerstag um 17 Uhr werden Führungen durchs betahaus angeboten.

Vor allem Freiberufler, Startups und Makers – Menschen, die mit ihren Händen zum Beispiel an neuer Technik arbeiten – mieten sich dort ein. Wichtig ist dabei vor allem eins: das Netzwerk. „Am Anfang kamen die Leute wegen des Arbeitsplatzes“, erzählt Madeleine. „Inzwischen kommen sie wegen des Netzwerks.“

Besonders interessant für Startups ist der sogenannte "betapitch". Dort haben Gründer die Chance, Investoren von ihrem Business Plan zu überzeugen. Das Event findet mehrmals im Jahr jeweils in verschiedenen Ländern in der ganzen Welt statt. 

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"Wir lieben Geschichten zum anfassen" - Wünsche und Ziele für die Zukunft

Auf der Agenda stehen vor allem mehr Häuser und der Ausbau des internationalen Netzwerks. Die Preise für das Anmieten liegen derzeit zwischen 79 und 229 Euro im Monat - je nachdem, wann und wie oft man arbeiten möchte. Alle Tarife findet man auch auf der betahaus Webseite. Zur Zeit gibt es im betahaus ca. 10 verschiedene Variationen, wie man als Member das betahaus nutzen kann. Genau das würde Madeleine am liebsten ändern und es einfacher gestalten: "Schön wäre es, wenn es nur ein einziges Ticket für alles geben würde."

Neben Startups entdecken auch zunehmend die „Großen“ unserer Wirtschaft die Notwendigkeit einer kreativen Atmosphäre. So mieten sich Konzerne mitunter ebenfalls im Betahaus ein, um von Startups zu lernen. "Als nächstes versuchen wir die Investoren auf die Bühne zu bitten". Trotzdem liegen dem betahaus vor allen Dingen die Startups mit ihren "Geschichten zum anfassen" am Herzen. Produkte, die man sehen und fühlen kann wie z.B. der Kaffee von Coffee Circle oder das Kamerastativ von LUUV. 

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Keine Bürogemeinschaft im klassischen Stil - Unser Eindruck!

Spürbarer Trend: Arbeit wird nicht mehr in klassischen Büros erstellt, sondern an verschiedenen Orten, zu verschiedenen Zeiten und in wechselnden Team-Konstellationen. Diese neue Art der Arbeit braucht eine neue Art des Arbeitsraumes. Seit 2008 arbeitet das betahaus an der Anpassung von Raum und Prozessen, nach den Wünschen der Kreativen. Kernelemente sind flexible Räume, die kooperative und attraktive Arbeitsumgebungen sowie eine lebendige Unternehmenskultur und eine starke Gemeinschaft bieten. 

Das Beste am betahaus Café ist, dass man keinerlei Druck verspürt diesen Ort verlassen zu müssen, so wie es bei manchen Cafés mit freiem WLAN-Zugang oft der Fall ist. Im Gegenteil: das betahaus ist genau dafür da. Zum Arbeiten und Verweilen. Auch wenn es auf den ersten Blick so aussieht, als ob jeder nur für sich arbeitet, herrscht eine gewisse Kameradschaft und ein Zusammenhaltsgefühl, die dem Ort eine seriöse Energie verleihen.

Die Speisekarte ist nicht riesig, aber die Tagesgerichte sind frisch und ständig im Wechsel. Daumen hoch und definitiv ein Besuch wert! Besonders freuen wir uns darüber, dass es dort noch immer richtig guten Kaffee von Coffee Circle gibt. Für uns hätte es 2010 keinen besseren Ort geben können, um Coffee Circle aufzubauen. Dort haben wir die ersten Pakete verpackt, die ersten Mitarbeiter eingestellt, die ersten Krisen bewältigt. Ende 2011 hat der Platz jedoch nicht mehr ausgereicht und wir mussten ausziehen. Eins ist aber sicher, das betahaus wird für uns immer ein Zuhause bleiben.

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