Ende letzten Jahres haben Anne und Martin die Produktionsstätte unserer Chemex-Karaffe in Pittsfield, Massachusetts besucht. Dort bekamen sie einen Einblick in den Fertigungsprozess und durften in den Archiven von Chemex stöbern. Über einen Betrieb, dem es gelingt, Tradition mit Innovation zu vereinen.

Zu Gast in der Chemex-Produktionsstätte in Pittsfield.

 

Seit Monaten war ich im wöchentlichen Kontakt mit Chemex, und hatte schon viel über den Betrieb gehört und gelesen. Dennoch konnte mir nicht richtig vorstellen, wie die Produktionsstätte von Chemex wohl aussehen und welche Atmosphäre dort herrschen würde. Das sollte sich mit unserer Reise ändern: Chemex liegt in einem kleinen, fast verschlafenen Stadtteil Pittsfields. Entgegen meinen Erwartungen betraten wir eine kleine Halle und anschließend ein noch kleineres Büro, in dem uns mit einem großen Lächeln Adams, der Geschäftsführer von Chemex, empfing.

Martin auf einen Kaffee bei Adams, COO von Chemex.Die Chemex Karaffen in Montage.

 

Von Massachusetts in die Welt

In der Halle stapeln sich die neuen Chemex-Verpackungen, in jeder Ecke wird an einem anderen Produkt gearbeitet. Es werden Pakete für Kunden aus der ganzen Welt gepackt.

In der ersten der zwei kleinen Hallen befindet sich die Produktionsstätte. Hier werden die Karaffen mit den kleinen Holzmänteln und Lederkordeln versehen und zum Verpacken in den hinteren Teil weitergegeben. Die Chemex-Papierfilter werden dabei mit einer eigens hierfür entwickelten Maschine geschnitten und geordnet. Übrigens werden die Reste der geschnittenen Papierfilter recycled und wiederverwendet. So entsteht kein Müll und alle Reststoffe werden in den Produktionskreislauf zurückgeführt.

Durch die Besichtigung wurde mir bewusst, dass die Angestellten die Chemex-Bestellungen in liebevoller Handarbeit versandfertig machen. Chemex ist eben keine vollautomatisierte Produktionswerkstatt, was auch etwaige Verzögerungen bei den Lieferungen erklärt.

Anne stöbert im Chemex-Archiv.So sahen die Chemex Verpackungen früher aus.Das heutige Design der Chemex Verpackungen.

 

Eine Reise in die Vergangenheit

Viel interessanter war für mich aber der zweite Teil unseres Besuchs, der einer kleinen Reise in die Vergangenheit glich. Adams gewährte uns einen Einblick in alte Dokumente von Chemex. In den alten Schränken, die so aussehen, als wären sie noch in Zeiten von Dr. Schlumbohm aufgestellt worden, stapelten sich Unmengen von alten Chemex-Exemplaren. Auch einige Bücher fielen uns in die Hände, darunter auch ein Patentbuch von Dr. Schlumbohm (dem Erfinder der Chemex), sowie zahlreiche Zeitungsartikel aus den 60er bis 80er-Jahren. Schon damals war die Chemex ein Kultobjekt für die New York Times und sämtliche andere Zeitungen. Nicht umsonst ist sie auch heute noch als Teil der ständigen Ausstellung des MOMA in New York zu bestaunen.

Chemex Werbung früher.Die Chemex gibt es seit über 70 Jahren - ein Blick ins Archiv.

 

Tradition trifft auf Innovation

In den letzten Jahrzehnten hat sich bei Chemex einiges getan. Das wurde mir spätestens dann bewusst, als ich die verschiedenenen Verpackungsdesigns und Produkte in den interessantesten Ausführungen sah. Mit dem nun neuen und überarbeiteten Verpackungsdesign schafft Chemex einen Rückbezug zu seinen Ursprüngen: Schon damals war das große “X” das Markenzeichen der gläsernen Kaffeekaraffe. Und damit nicht genug: In den nächsten Monaten werden alte Produktentwürfe wieder zum Leben erweckt (und natürlich auch über uns zu erwerben sein!). Kunden können sich nicht nur auf eine Glastasse im Chemex-Design freuen, sondern auch auf eine Milch- und Zuckerdose sowie komplett neue Designs des Kultobjektes. Besonders auf Letzteres freue ich mich schon besonders!

Um der gestiegenen Anfrage nach Chemex Produkten gerecht werden zu können, wird Adams mit seinem 15-köpfigen Team aber erst einmal in eine neue, größere Firma umziehen. Vielen Dank für eine unvergessliche Zeit in den Fußspuren von Dr. Schlumbohm und den heiligen Hallen der heutigen Chemex Produktion.

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