Die Bewegung
Unsere Spenden, Fair-Trade- und Bio-Zertifizierung sowie Klimaschutz
Wir werden sehr oft gefragt, welche Siegel wir nun haben und welche nicht. Noch öfter werden wir nach unseren Meinungen zu den einzelnen Siegeln und fairem bzw. direktem Handel gefragt. Hier versuchen wir nun einmal unsere grundlegenden Gedanken darzulegen.
Was unterscheidet Coffee Circle von handelsüblichen Siegeln und Zertifikaten?
Anreizgestaltung
Wir zahlen sehr hohe Einkaufspreise für sehr gute Kaffees. Wir glauben, dass die Zukunft der äthiopischen Kleinbauern nur dann gesichert ist, wenn sie ausgezeichneten Kaffee anbieten. Wir wollen keine Preisgarantie für mittelmäßigen Kaffee ausstellen, den man andernorts viel günstiger anbauen kann. Mit gerechtfertigt hohen Einkaufspreisen motivieren wir die Kaffeebauern, weiterhin auf Qualität zu setzen, d.h. beispielsweise weiterhin in ihren traditionellen Waldgärten anzubauen und nicht auf Kaffeeplantagen. Kaffee wächst somit neben anderen Pflanzen in einer pflanzlichen Mischkultur, die wiederum natürlichen Schutz vor Pflanzenkrankheiten bietet und dadurch auch langfristig den Einsatz von Pestiziden unnötig macht. Durch hohe Preise motivieren wir die Kaffeebauern zudem, die Kaffeekirschen auch nach wie vor sorgfältig von Hand zu ernten, was sicherstellt, dass nur die reifen Kaffeekirschen geerntet werden. Zusammenfassend ermutigen wir die Kaffeebauern mit hohen Einkaufspreisen dazu, nur Kaffee bester Qualität zu produzieren, was ihnen unabhängig von Coffee Circle langfristig Abnehmer garantiert.
Coffee Circle und das Fair-Trade Siegel
Wir verzichten bewusst auf das bekannte „Fair-Trade Siegel“. Das bedeutet nicht, dass wir der Meinung sind, dass das Siegel per se schlecht ist. Aber wir sind der Meinung, dass es sich im Kaffeegeschäft überlebt hat, zumindest im Handel mit hoch qualitativem Kaffee. Anstatt eine Gebühr an eine dritte Organisation zu bezahlen, die dafür sorgt, dass die Kaffeebauern einen Mindestpreis für ihren Kaffee bekommen bzw. ein Premium auf ihre Verkaufspreise erhalten, helfen wir lieber direkt. Wir möchten 100% unserer Spenden in Äthiopien investieren und nicht einen Großteil der Gelder in Administration verlieren. Mit unserem Ansatz 1 Euro pro kg zurück zu führen, führen wir mehr als 3 mal soviel zurück wie die bekannten Systeme des fairen Handels. Bei Fair Trade beispielsweise erhalten die Kaffeebauern die Zusicherung auf einen Mindestpreis von 140 US$-Cents pro Pfund Kaffee. Bei höheren Weltmarktpreisen (die Preise sind seit mehreren Jahren weit über diesem Wert) bekommt der Bauer - zusätzlich zum Weltmarktpreis - eine sogenannte "social premium" von 20 US$-Cents pro Pfund. Dies entspricht umgerechnet knapp über 30 €-Cents pro Kilogramm. Nur diese 30 €-Cents sind für soziale Entwicklungsprojekte bei den Kaffeebauern bestimmt. Wenn man nun einmal überlegt, wie viel Fair Trade zertifizierter Kaffee im Vergleich zu normalem Kaffee mehr kostet wundert man sich schon wo der Rest bleibt - leider in den Taschen der Zertifizierungsorganisation FLO in Bonn, Supermärkte und Händler. Das geht aus unserer Sicht deutlich besser, deshalb machen wir es selbst! Übrigens: während TransFair Mindestprämien anbietet, sind bei UtzCertified und Rainforest Alliance keine Mindestsätze vorgesehen. Bei diesen beiden Systemen sollen die Prämien von Einkäufern und den Vertretern der Kaffeebauern direkt verhandelt werden.
Transparenz
Ein weiterer Kritikpunkt bekannter Systeme versuchen wir entscheidend anders zu machen: Transparenz. Unsere Kunden wählen „ihr“ Spendenprojekt beim Onlinekauf selbst aus. Und sobald das Projekt vor Ort umgesetzt wird, dokumentieren wir das mit Fotos und Videos auf unserer Website. Zu Transparenz zählen wir auch die Nachverfolgbarkeit der Zahlungsströme, so dass jeder interessierte Kunde jederzeit nachvollziehen kann, wie viel Gelder in die Projekte geflossen sind. Deshalb haben wir den Verein Circle e.V. gegründet, der beim Vereinsregister in Berlin registriert ist. Alljährlich sind wir mit dem Circle e.V. verpflichtet, Rechenschaft über die Ein- und Ausgaben abzulegen.
Spenden können auch direkt auf unser Vereinskonto überwiesen werden:
Circle e.V.
Berliner Sparkasse
Kt.-Nr.: 6604104514
BLZ: 10050000
Fragen zu Spenden bitte direkt an spenden@coffeecircle.com
Coffee Circle und die Bio-Zertifizierung
Wir sind Bio-zertifiziert bzw. einige unserer Kaffees und unser Lager. Zum Hintergrund: Alle Kaffees, die wir in Äthiopien kaufen sind „bio“, d.h. ohne den Einsatz von Pestiziden angebaut. Im Gegensatz zu Plantagenkaffee werden unsere Kaffeepflanzen in Mischkulturen angebaut, d.h. neben anderen Pflanzen in den Waldgärten der Kaffeebauern. Das führt zu einem natürlichen Schutz bzw. gesteigerter Widerstandsfähigkeit der Kaffeepflanzen, weshalb die Gefahr von Krankheiten sehr gering ist und keine Pestizide dagegen eingesetzt werden müssen.Einige Kooperativen haben sich diese Gegebenheit bereits zertifizieren lassen, d.h. sie werden regelmäßig förmlich überprüft, dass sie keine Pestizide einsetzen. Das kostet jedoch viel Geld, weil die Zertifizierung von ausländischen Zertifizierungsorganisationen durchgeführt werden muss. Einige unserer Partnerkooperativen können dieses Geld (noch) nicht aufbringen, weshalb sie nicht bio-zertifiziert sind. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass sie keine Pestizide einsetzen.
Coffee Circle und die CO2-Kompensation
Die Auswirkungen des Klimawandel sind bekannt und verheerend. Besonders Äthiopien ist dem Wandel des Wetters stark ausgesetzt und auch unsere Kaffeebauern leiden unter der Veränderung der Temperaturen. Wir nehmen Klimaschutz ernst und wollen unseren Beitrag leisten. Wir sind einer der ganz wenigen Kaffeehändler, die bis zu den Kaffeebauern genau nachvollziehen können woher der Kaffee stammt. Das ermöglicht uns auch genau zu berechnen, wie viel CO2 auf dem Weg vom Strauch bis zu unseren Kunden nach Hause anfällt. Deshalb ist es uns möglich, den gesamten CO2 Ausstoß zu kompensieren, was wir zusammen mit unserem Partner ClimatePartner machen. Die von uns verursachten Emissionen kompensieren wir durch ein Klimaschutzprojekt mit VER (Verified Emission Reduction) Zertifikaten. Mit diesen Zertifikaten werden Emissionen in Entwicklungsländern eingespart und können von diesen an Marktteilnehmern in Industrieländer verkauft werden. Die Projekte werden durch unabhängige Dienstleister verifiziert, die die Emissionseinsparungen überprüfen. Unsere CO2-Emissionen kompensieren wir mit einem Forstwirtschaft- und Wiederaufforstungs-Projekt im Gorongosa Nationalpark in Mosambik. Nach Jahren der Zerstörung wird dort durch eine breit angelegte Wiederaufforstung CO2 in Holz gebunden. Durch Photosynthese wird Kohlenstoff (C) im Holz gebunden und Sauerstoff (O2) an die Umwelt abgegeben. Heimische Baumarten werden angepflanzt und das Unterholz wird aufbereitet. Das Projekt erreicht neben einer CO2-Einsparung auch soziale Verbesserungen im lokalen Umfeld. Für die lokale Bevölkerung bedeutet der Verkauf der Zertifikate eine regelmäßige Einkommensquelle und damit einen deutlichen Anstieg ihres Einkommen. Neben dem Einkommen werden auch bedrohte Arten geschützt und natürliche Lebensräume konserviert.
Der Circle e.V.
Unseren Gewinn investieren wir in unsere Entwicklungsprojekte.
Um bei der Übertragung der Spenden nach Äthiopien keine Steuern zahlen zu müssen, haben wir den Verein Circle e.V. gegründet und beim Handelsregister Berlin eintragen lassen. Nun überweisen wir dem Verein die Spendenmittel, sobald ein Projekt finanziert ist. Das kanst Du auf den Projektseiten nachverfolgen.
Immer am Jahresende werden wir auf dieser Seite eine genaue Auflistung der transferierten Geldmittel zur Einsicht und zum Download anbieten.
Wir freuen uns natürlich über extra Spenden auf folgendes Konto:
Circle e.V.
Berliner Sparkasse
Ktn: 6604104514
BLZ: 10050000
Bitte schreib uns, wenn Du Fragen hast, eine Email an spenden(at)coffeecircle.com
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