Kaffeewissen
Äthiopien - Wiege des Kaffees
Auf einen Blick:
Äthiopien liegt in Ostafrika und hat 88 Millionen Einwohner, die aus über 80 verschiedenen Stämmen bestehen. Äthiopien ist das Ursprungsland der Kaffeepflanze und für seine Kaffees weltberühmt. Kaffee ist in Äthiopien integraler Bestandteil des täglichen Lebens. Gerade auf dem Land lebende Familien kommen drei Mal pro Tag zur Kaffeezeremonie zusammen, um gemeinsam Ihren Kaffee zu genießen. Nicht zuletzt gehört das Land zu den größten Kaffee-Exporteuren der Welt. Aber das Land ist auch eines der ärmsten der Welt. Coffee Circle hilft dabei, dass Kaffee nachhaltig zur Entwicklung des Landes beiträgt.
"Äthiopien ist das offizielle Ursprungsland des Kaffees"
Äthiopien ist einer der ältesten Staaten der Welt und eine Quelle herausragender Kaffees. Es ist das Ursprungsland der Kaffeepflanze und -kultur. Während der Besatzungszeit durch die Italiener (1936-1941) kam auch der Cappuccino stark in Gebrauch. So kann man heute in jedem noch so kleinen Dorf einen Cappuccino bekommen. Übrigens ist Äthiopien das einzige afrikanische Land, das nie erfolgreich kolonialisiert wurde.
Kaffee wird in Äthiopien zumeist in naturbelassenen Waldgärten geerntet. Die meisten sonnengetrockneten äthiopischen Kaffees stammen aus den Bergregionen östlich der Hauptstadt Addis Abeba und heißen Harrars — nach der dort gelegenen Stadt. Der Großteil der gewaschenen Kaffees kommt aus dem Hochland südlich und westlich von Adis Abeba. Die Kaffees sind nach den unterschiedlichen Herkunftsregionen benannt bspw. Yirgacheffe, Sidamo und Limu.
Die traditionsreichsten Kaffees der Welt
Die Verarbeitung der sonnengetrockneten Kaffees, für die die Bauern keinerlei Maschinen benötigen, stellt ein direktes Band zu den Anfängen der Kaffeeproduktion her. Die trocken-verarbeiteten Kaffees aus Äthiopien und dem Yemen, gegenüber am Roten Meer gelegen, sind die traditionsreichsten Kaffees der Welt. Beide werden genauso verarbeitet wie vor Jahrhunderten. Die Setzlinge dieser Kaffeesträucher werden seit jeher aus den gleichen Coffea Arabica-Pflanzen gezüchtet.
Während die Harrar- und andere trocken-verarbeitete Kaffees aus Äthiopien eigenwillig, geheimnisvoll und mehrdeutig schmecken, sind die besten gewaschenen Kaffees des Landes schlichtweg elegant: Ihr Aroma ist hell, hoch-tonig, geradezu schwebend mit Zitronen- und Blumentönen. Dies gilt auch für unseren Sidamo- und Limu-Kaffee: Beide haben komplexe Aromen und schimmern mit Zitronen-, Gewürz- und Blumentönen. Äthiopiens Yirgacheffe-Kaffees sind in der Kaffeewelt geschmacklich das Maß aller Dinge. Mit ihrem extravagenten, zitronigen, blumigen Aromen sind sie unverkennbar.
Stabile Zukunft für unsere Kaffeebauern
Äthiopiens Kaffeeprobleme sind recht einfach nachzuvollziehen: Kaffee wird in Äthiopien überwiegend von Kleinbauern angepflanzt, die wenig bis keinen Zugang zu technischen Hilfsmitteln haben. Viele tragen ihren Kaffee selbst zu einem Sammel-Lagerhaus. Dies führt zu vergleichsweise hohen Produktionskosten. So werden äthiopische Kaffeebauern hart von niedrigen Kaffeeweltmarktpreisen getroffen. Diese entstehen vor allem durch das stetig steigende Kaffeeangebot aus Ländern wie Brasilien und Vietnam. In diesen werden qualitativ sehr durchwachsene Kaffees auf Plantagen maschinell angebaut, geerntet und weiterverarbeitet.
Wir glauben, dass es absolut erforderlich ist, äthiopischen Kaffees und Anbaumethoden eine wirtschaftlich stabile Zukunft zu geben. Deshalb engagieren wir uns vor Ort und zahlen Einkaufspreise, die weit über dem Weltmarktpreis liegen.
Diesen Artikel haben Hannes und Robert für Dich geschrieben.


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