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    Baratza Forte Baratza Forté
    Bestes Mahlergebnis im Test
     Der Testsieger 849,00 € 

    Der Testsieger

    Baratza ForteZunächst einmal: die Mühle sieht super aus. Kaum eine Mühle hat uns optisch so gut gefallen wie die Baratza Forté AP. Sie ist klein und wiegt lediglich 6,5 kg. Trotzdem merkt man schon beim Auspacken, wie hochwertig dieses kleine Wunder verarbeitet ist. Kurz gesagt; die Forté hat unser gesamtes Team erstmal strahlen lassen. Das Gehäuse ist fast vollständig aus Edelstahl gefertigt und hat einen leicht beige glänzenden Ton. Stecker rein und los geht’s! Sofort fällt das für Espressomühlen ungewöhnlich große Touchdisplay auf. Wer an dieser Stelle denkt, dass Touch nur das iPhone gut kann, irrt sich. Das Display ist blau unterlegt und auch bei Sonnenstrahlen in der Küche gut lesbar, es ist intuitiv und einfach zu bedienen.

    Kommen wir zur Hauptdisziplin. Die Baratza Forté AP verfügt über 54 mm große Keramikmahlscheiben. Diese sind, verglichen mit anderen Mühlen ihrer Preisklasse, nicht die Größten, handhaben die Hitzeentwicklung dank ihres Materials jedoch exzellent. Darüber hinaus sind sie extrem langlebig. Von Verschleiß kann hier auch nach jahrelanger intensiver Benutzung wohl kaum die Rede sein.

    Die Baratza Forté erreicht das homogenste Mahlergebnis in unserem Test. Auch bei der Betrachtung des Feinstaubs ist sie mit sehr geringen Mengen ganz vorne mit dabei. Bei der Konsistenz der Mahlmenge belegt die Forté mit etwa 3,17% den zweiten Platz im Test hinter der Baratza Sette. Sie liegt damit innerhalb der tolerierten Abweichung, du kannst also getrost den leicht einstellbaren Timer nutzen. Drei Voreinstellungen für die Timer- und die Wiegefunktion lassen sich mit ein paar Berührungen des Displays einstellen und speichern.

    Über eine Mikro- und Makroeinstellung kannst du den Mahlgrad sehr einfach und sehr genau einstellen. Insgesamt gibt es 260 verschiedene Stufen, die nach unserer Einschätzung dem stufenlosen Mahlwerk in Nichts nachstehen. Besser noch: wenn du häufiger zwischen unterschiedlichen Bohnen hin- und herwechseln solltest, kannst du dir einfach die Einstellung merken und kommst ohne große Experimente zurück zum optimalen Mahlgrad.

    Zum geschmacklichen Genuss trägt auch die Bauweise der Forté bei. Das Kaffeemehl fällt senkrecht aus dem Grinder und fast direkt aus dem Mahlwerk. Das Resultat: Es gibt nur sehr wenig Platz, an dem Kaffeemehl hängen bleiben kann. Der Totraum ist also entsprechend geringer als bei anderen Mühlen.

    Diese Art von Auswurf ist auch im Hinblick auf die Bedienung sehr praktisch, da kein Kaffeemehl am Siebträger vorbei gestreut wird. Vor allem bei Espressomühlen mit gekrümmten Auswurf ist dies oft der Fall. Das sollte sehr zur Freude derer sein, die sich die vollmundig, cremige 18g Wucht des Öfteren gönnen.

    Baratza ForteUnser einziges Manko betrifft die Wiegefunktion der Forte. Nach dem Lesen des “gewichtsbezogenen” Mahlvorganges in der Bedienungsanleitung war der Traum von einer Espressomühle, die den Inhalt des Siebträgers misst zum Greifen nah. Und doch griffen wir ins Leere. Denn die Waage befindet sich unter dem Siebträgerhalter. Und damit sind nicht die beiden Stäbe gemeint, die den Siebträger tatsächlich in der Luft halten. Sondern die gesamte metallene Siebträgerhalterung. Nimmt man diese ab, entdeckt man die kleine Waage darunter, die leider nur mit dem dazu gelieferten Kaffeepulverbehälter funktioniert. Dieser liegt nach dem Einsetzen in die Maschine nämlich genau auf der Wiegefläche. Das gewichtsbezogene Mahlen funktioniert also auch hier nur indirekt über die Zeiteinstellung. Für diejenigen, die keine Feinwaage zuhause haben mag dieses Feature Sinn machen, für alle Anderen ist es fast überflüssig. Allerdings muss man hier auch anmerken, dass die meisten Mühlen diese Funktion nicht einmal besitzen. Eine wirkliche Schwäche ist die Wiegefunktion also nicht.

    Fazit

    Wer zur Baratza Forté AP greift, weiß den Wert dieser Mühle zu schätzen. Das Mahlergebnis zählt zu den besten im Test und liefert gemeinsam mit der guten Konsistenz und dem geringen Totraum eine extrem gute Grundlage für einen herausragenden Espresso. Die Forté ist kompakt und verbindet mit ihren 260 Mahlgraden praktische als auch qualitative Argumente. Die integrierte Waage kann man leider nur mit dem dazu gelieferten Pulverbehälter nutzen. Dies wirkt im Hinblick auf die Performance in den Kernfunktionen aber nicht wie ein ernstzunehmender Kritikpunkt. Wer damit leben kann, findet mit der Baratza Forté AP die perfekte Mühle für den semi-professionellen Gebrauch zu Hause.

  • Baratza Encore Eureka Mignon
    Sehr gutes Einsteigermodell
     Günstige Alternative 349,00 € 

    Die günstige Alternative

    Quadratisch von Kopf bis Fuß und so glänzend, dass man nahezu aus jeder Perspektive sein Spiegelbild erkennt. Das ist die Eureka Mignon. Sie ist bis auf den Kunststoffbehälter und den Boden vollständig aus Edelstahl gefertigt und wiegt bei einer Höhe von nur 32 Zentimetern stolze 5,6kg. Die Eureka stammt aus Italien und gilt in Kaffeekreisen seit langem als fest etabliert. Und das zurecht.

    Eureka Mignon MahlscheibenDie Eureka arbeitet mit 50 mm großen Edelstahlscheiben, die für den Heimgebrauch die Hitzeentwicklung ausreichend bewältigen.
    Vergleicht man das Mahlergebnis mit der Baratza Forté AP, erkennt man kaum Unterschiede. Die Eureka erreicht ein sehr homogenes Mahlergebnis und produziert dabei einen gleichen Anteil an Feinstaub wie die Forté. Im Hinblick auf die Konsistenz der Mahlmenge muss die Eureka leider etwas einbüßen. Besonders bei feinen Mahlgraden kommt es zu einer Klumpenbildung des Kaffeemehls. An sich überhaupt kein Problem, da es sich ja um sehr homogenes Kaffeemehl handelt. Problematisch wird die Verklumpung erst bei Benutzung des Timers, da mal ein Klumpen mehr oder weniger ausgeworfen wird. In Zahlen: 4,88% Abweichung. Immer noch kein Beinbruch, nimmt der Verwendung der Timerfunktion aber etwas seinen Charme.

    Eureka MignonDer Mahlgrad wird stufenlos durch ein kleines Rädchen eingestellt. Damit bietet die Eureka maximale Möglichkeiten bei der Feinjustierung deines Espressos. Doch die feine Einstellung kann sich auch als etwas problematisch bei der Suche nach dem optimalen Mahlgrad herausstellen. Du brauchst hier schon etwas mehr Zeit und Geduld, da die Mahlgradeinstellung schon auf kleinste Veränderungen reagiert. Wenn du häufiger die Bohne wechseln solltest, kann sich das schon zum kleines Nervenspiel entwickeln. Ist die Mühle aber einmal eingestellt, kommt pure Freude auf!

    Auch der Timer lässt sich durch ein ähnliches Rädchen an der Seite der Mühle einstellen und benötigt etwas Geduld, bis die gewollte Menge gemahlen wird. Wer seinen Espresso wirklich geschmacklich optimieren möchte, sollte dem Timer aber sowieso nicht zu viel Beachtung schenken.

    Fazit: Die Eureka kann trotz ihres günstigen Preises bei den besten Mühlen unseres Tests mithalten. Sie erreicht ein super Mahlergebnis, das lediglich von der Konsistenz in der Mahlmenge getrübt wird. Die feine, stufenlose Einstellung des Mahlgrades benötigt zwar etwas mehr Zeit, diese Investition lohnt sich aber allemal. Die perfekte Mühle für den günstigen Einstieg in die Spitzenklasse.

  • Graef CM 800 Graef CM 800
    Günstige Espressomühle
     Preis-Leistungs-Sieger 139,00 € 

    Der Preis-Leistungssieger

    Was sollen wir sagen? Bei der Graef bekommst du das, wofür du bezahlst. Ein typischer Preis- Leistungs- Sieger. Sie ist sehr solide verbaut und bietet den perfekten Einstieg in die Welt des Espressos. Sie ist die günstigste Mühle in unserem Test und macht uns eines deutlich: du wirst nirgendwo für weniger mehr finden.

    Eureka MignonDie Graef CM 800 verfügt über ein Kegelmahlwerk aus Stahl und besitzt 40 Mahlstufen. Leider sind nur die letzten zwei davon fein genug für Espresso, was nicht unbedingt den größten Spielraum für die perfekte Einstellung deines Heißgetränkes bietet. Andererseits lässt sich der Mahlgrad deshalb sehr einfach einstellen und die Mühle auch gut als Allrounder für Filterkaffee verwenden. Hier sei außerdem angemerkt, dass du zu dem Preis auch nicht mehr erwarten kannst.

    Guckt man sich das Mahlergebnis an, kann die Graef sogar fast bei der Compak K3 mithalten. Da die Compak allerdings ein stufenloses Mahlwerk besitzt, bietet sie deutlich mehr Möglichkeiten. Im Vergleich zur Rocky S und zur Gastroback 42639 mahlt die Graef homogener und produziert weniger Feinstaub. Die Bestimmung der Konsistenz macht hier relativ wenig Sinn, da die Graef keinen Timer besitzt. Um deinen Espresso zu optimieren brauchst du also im Zweifelsfall eine Waage. Auch hier muss man beachten, dass selbst die doppelt so teure Rancilio Rocky auch nicht über einen Timer verfügt. Mit etwas Gefühl geht es aber auch gut ohne.

    Als einzigen wirklichen Kritikpunkt sehen wir den Totraum der Mühle. Wie du in unserem Video super sehen kannst, bleibt fast ein doppelter Espresso auf dem Weg zum Auswurf hängen. Sprich: dein erster Espresso am morgen besteht komplett aus altem Kaffeemehl von gestern. Wir empfehlen deshalb die Mühle vor jedem Mahlgang ordentlich auszuklopfen.

    Fazit: Die Graef hält was sie verspricht und ebnet den Weg für alle Einsteiger in die Welt des Espressos. Sie ist sehr solide verbaut und liefert gute Mahlergebnisse. Auf bedienungsfreundliche Aspekte wie den Timer musst du verzichten. Auch das Ausklopfen der Mühle vor dem Benutzen solltest du nicht vergessen, ansonsten kann der erste Espresso des Tages zu einer bitteren Angelegenheit werden.

    Tipp: Die meisten Mühlen haben keinen Aromaschutzdeckel, wodurch die Espressobohnen mit der Zeit mehr und mehr an Aroma verlieren. Fülle deinen Bohnenbehälter also jeden Tag mit frischen Bohnen und benutze nur so viel wie du brauchst. In deiner luftdichten Espressoverpackung sind sie besser aufgehoben!