Regal mit Kaffeepackungen

How-to: Kaffee optimal aufbewahren

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Wie dein Kaffee schmeckt hängt von vielen Faktoren wie Qualität, Herkunft, Röstung oder Zubereitung des Kaffees ab. Auch bei der Lagerung gibt es ein paar Dinge, die du beachten kannst, damit der Kaffee nach der Röstung nicht so schnell an Geschmack verliert.

Röstkaffee ist ein Frischeprodukt und verliert im Laufe der Zeit an Aroma. Der Kontakt mit Sauerstoff führt zu einer Oxidation der im Kaffee enthaltenen Öle, Fette und Wachse, so dass der Kaffee nach einiger Zeit sein Aroma verliert und sogar ranzig schmecken kann.

Vermeide den Kontakt von Kaffee mit seinen natürlichen Feinden: Sauerstoff, Feuchtigkeit, Wärme und Licht.

Daher empfiehlt es sich, den Kaffee nach dem Öffnen zügig zu verbrauchen. Nach Anbruch der Kaffeeverpackung kann dem Aromaverlust durch eine optimale Lagerung und die Auswahl der richtigen Kaffeeverpackung vorgebeugt werden. Hier verraten wir unsere Tipps!

Kaufe Kaffee als ganze Bohne

Gemahlener Kaffee verliert schnell an Aroma. Deshalb empfehlen wir, Kaffee als ganze Bohne zu kaufen. So lässt sich Kaffee effektiver aufbewahren und ohne dass Geschmacksverluste in Kauf genommen werden müssen.

Lass deinen Kaffee nicht zu lange liegen

Kaffee kann nicht schlecht werden, aber an Aroma verlieren. Verbrauche deine Kaffeebohnen daher innerhalb von 4 – 8 Wochen nach dem Öffnen und vorgemahlenen Kaffee binnen 4 Wochen. Sonst hat sich der Großteil des Geschmacks bereits verflüchtigt – wie wir auch weiter unten in einem Blindtest bestätigt haben.

Mahle deinen Kaffee frisch und...

… fülle nur so viel Kaffee in Mühlen oder Maschinen, wie du in den nächsten Stunden verbrauchen wirst. Wenn du auf der Suche nach einer Kaffeemühle bist, schau dir unseren Test an.

Schütze Kaffee vor seinen natürlichen Feinden

Kaffee verträgt sich nicht mit Luft, Feuchtigkeit, Wärme und Licht. Achte darauf, dass die Verpackung deines Kaffees gut verschlossen ist und lagere sie möglichst an einem dunklen, trockenen und kühlen Ort – nicht im Kühlschrank! Warum, erfährst du weiter unten.

Mit unseren Kaffeedosen schützt du deinen Kaffee vor einem frühzeitigem Aromaverlust. Dank einer patentierten Technik wird der Kontakt der Bohne mit Sauerstoff minimiert, sodass du deinen Kaffee länger aufbewahren kannst ohne dir viele Sorgen um einen Geschmacksverlust zu machen.

    Auf die Verpackung kommt es an!

    Die Verpackung deines Kaffees sollte ein Aromaventil besitzen und auf ein Röstdatum verweisen. Durch das Ventil können Gase des Kaffees entweichen, ohne dass Luft in die Packung dringt. Das Röstdatum gibt dir Aufschluss darüber, wie frisch dein Röstkaffee wirklich ist.

    Warum ist ein Aromaventil wichtig?

    Kaffee gibt in den ersten Tagen nach der Röstung Kohlendioxid (CO2) ab, daher sollte Kaffee nach dem Rösten einige Tage ausgasen, bevor er bei dir ankommt. Durch das Aromaventil an der Packung kann CO2 entweichen, aber keine Luft von außen in die Packung hineingelangen.

    Gehört Kaffee in den Kühlschrank?

    Wir finden: Nein. Kaffee nimmt leicht Feuchtigkeit und fremde Aromen auf. Und wer möchte schon, dass Kaffee nach Käse oder Zwiebel schmeckt?

    Die Kühltruhe ist wirklich nur als Langzeitaufbewahrungsmethode für Kaffeebohnen geeignet. Der Vorteil des Einfrierens ist, dass die Oxidation unterbunden wird, Kaffeeöle einfrieren und volatile Aromen nicht entweichen. Gehe am besten so vor, dass du die Kaffeebohnen in einem luftdichten Behältnis und am besten in kleinen Mengen einfrierst. Nimm am Tag bevor die Bohnen genutzt werden die passende Menge aus der Kühltruhe und lasse sie im verschlossenen Zustand auftauen. Auf diese Weise werden die Bohnen nicht direkt der warmen Zimmerluft ausgesetzt und kondensieren nicht an der Oberfläche. So können Kaffeebohnen effektiv über einen langen Zeitraum aufbewahrt werden.

    Aber: Friere deine Bohnen nur ein, wenn es unbedingt sein muss. Passe lieber dein Kaufverhalten an und kaufe nur dann Kaffee, wenn du ihn brauchst. Außerdem solltest du beachten, dass bereits aufgetaute Bohnen nicht wieder eingefroren werden.

    🤫 Psst, wir haben da was Neues für dich ...

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    Das große Experiment — schmeckt man den Unterschied?

    Gehen wir einmal davon aus, du hast unsere obenstehenden Tipps zur korrekten Lagerung von Kaffee nicht gelesen oder entscheidest dich, sie bewusst zu ignorieren. Könnten deine Gäste schmecken, wenn du deine Bohnen drei Wochen offen auf der Fensterbank gelagert hast statt sie luftdicht zu verschließen?

    Wir haben den Test gemacht mit Jacintha, unserer Head Barista; Ersin, Head of Retail und ehemaliger Röster; und Kevin, Retail Operations Manager, der bereits zahlreiche Cuppings geleitet hat. 4x 25 g von unserem Yirgacheffe haben wir vorbereitet. 25 g haben wir auf einen offenen Teller gelegt und für drei Wochen auf der Fensterbank stehen lassen. 25 g haben wir in ein Glas gegeben und mit einem Teller abgedeckt, bevor wir es ebenfalls für drei Wochen auf die Fensterbank gestellt haben. 25 g haben wir in einer Verpackung gelassen, diese Verpackung allerdings offen für drei Wochen bei Raumtemperatur in den Schatten gelegt. 25 g haben wir luftdicht verschlossen für drei Wochen in einer Kaffeedose von Coffee Circle gelagert – fern von Sonne und Luft.

    Unsere drei Experten mussten anschließend einen Blindtest machen: Konnten sie Unterschiede riechen und schmecken? Wir haben sie in unserem Studio, auf kleiner Bühne, versammelt. Welche Bohnen sind in Tasse 1, 2, 3 und 4?

    equipment im café
    Ersin Koray

    Das Rätsel der Kaffeebohnen

    1. AKT

    JACINTHA, ERSIN und KEVIN stehen an einem Cupping-Tisch. Vor ihnen stehen vier Tassen, in denen jeweils 15 g frisch gemahlene Yirgacheffe Bohnen liegen. Einer nach dem anderen riecht an den Bohnen.

    KEVIN
    Boah, die zweite Tasse riecht nach alten Schuhen.

    ERSIN
    Die erste Tasse fand ich gut. Der Kaffee hat den typischen Geruch, sehr floral und ein bisschen nussig. Tassen zwei und drei sind sich ziemlich ähnlich, ziemlich flach.

    KEVIN
    Die vierte Tasse riecht wieder ein bisschen besser.

    JACINTHA
    Der Kaffee in der ersten Tasse ist intensiver, ganz klar. Aber ich rieche keine großen Unterschiede.

    2. AKT

    ERSIN füllt jeweils 200 ml Wasser, 96° C heiß, in die Tassen. Nach knapp vier Minuten beginnt er die Kruste der Bohnen zu brechen. Das Cupping kann beginnen. ERSIN, JACINTHA und KEVIN riechen erneut am Kaffee.

    ERSIN
    Hm, Tasse zwei riecht definitiv besser als Tasse eins. Es hat sich ganz schön verändert. Sehr interessant.

    JACINTHA
    Tasse drei riecht jetzt nach schwarzem Tee.

    KEVIN
    Ja, Tasse zwei auch. Ich dachte, das wäre schwarzer Tee.

    ERSIN
    Ich finde Tasse vier am besten. Der Kaffee riecht jetzt schön floral, typisch nach Äthiopien.

    JACINTHA
    Tasse vier riecht süßer als die anderen. Die Tasse würde ich von allen vier am liebsten trinken.

    3. AKT

    Nachdem ERSIN, JACINTHA und KEVIN an den trockenen Bohnen und an dem flüssigen Kaffee gerochen haben, cuppen sie jetzt. Jeder ist mit einem Löffel bewaffnet und probiert den Kaffee in den Tassen eins bis vier der Reihe nach.

    ERSIN
    Nummer eins und zwei sind ziemlich metallisch, flach und trocken. Drei und vier sind am cleansten, haben am meisten Charakter.

    KEVIN
    Vier hat definitiv am meisten Geschmack.

    ERSIN
    Ja, drei und vier sind sich ähnlich, aber vier ist komplexer.

    JACINTHA
    Zwei und drei sind sich auch ganz ähnlich. Zwei ist “malty”, ziemlich metallisch auch.

    ERSIN
    Ich glaube, es geht von eins bis vier.

    JACINTHA und KEVIN schauen ERSIN an, nicken.

    ENDE

    Ersin, Jacintha und Kevin haben sich schnell geeinigt und hatten alle Recht: Der von ihnen am schlechtesten bewertete Kaffee (Tasse 1) war jener, der drei Wochen lang offen in der Sonne gelagert worden war.
    Der zweitschlechteste Kaffee (Tasse 2) war jener, der drei Wochen in der Sonne stand, gelagert in einem Glas, bedeckt mit einem Teller. Der zweitbeste Kaffee war jener, der zwar offen lagerte, aber von Sonne geschützt war (Tasse 3), allerdings waren die Unterschiede zwischen Tasse 2 und Tasse 3 nur gering.
    Der klare Gewinner war der in unserer Coffee Circle Dose fern von Licht und Luft verschlossene Yirgacheffe (Tasse 4), der noch floral und nussig schmeckte, über reichhaltige Aromen verfügte.

    Wenn du deine Gäste also mit gutem Kaffee begeistern willst, solltest du ihn stets luft- und lichtgeschützt aufbewahren — und natürlich nicht zu lange stehen lassen, sonst verliert er an Aromen. Mehr Informationen zu diesem Thema haben wir hier für euch zusammengestellt, wo es um das Thema geht, ob Kaffee schlecht werden kann.

    Ein Beitrag von Stephan Eicke

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