Bei Kaffee denken wir alle an frisch geröstete Bohnen, mit denen wir jeden Morgen in den Tag starten. Kaum einem ist bewusst, dass es sich bei den Bohnen um den Samen einer - bisher völlig unterschätzten - Kirsche handelt. Laura Zumbaum von Selosoda hat dieses Potential erkannt.

Update 30.11.2015! Ihr findet Selosoda toll? Ihr wollt probieren? Hier könnt ihr Laura bei ihrer Crowdfunding-Kampagne unterstützen und euch eins der tollen "Dankeschöns" sichern: startnext.com/selosoda

Berlin, Wedding. Wir treffen uns in unserem Büro auf einen Kaffee der besonderen Art, denn Laura hat ein paar Flaschen ihres neuen Erfrischungsgetränkes Selosoda mitgebracht. Wir kennen uns bereits, denn Laurahat beruflich einige Zeit bei Coffee Circle verbracht und die Leidenschaft für Kaffee entwickelt. Wir stoßen an. Der Stolz, dass das Produkt nach monatelanger Entwicklung und liebevoller Vorbereitung endlich da ist, getrunken werden kann, ist Laura deutlich anzusehen. 

Selosoda

Was ist Selosoda? Es handelt sich dabei um eine natürliche ungesüßte Erfrischung aus dem Fruchtfleisch der sonnengetrockneten Kaffeekirschen, auch Cascara genannt und enthält einen Spritzer Bio-Zitronensaft und leichte Kohlensäure. Selosoda ist so koffeinhaltig wie ein doppelter Espresso und kann pur genossen werden, eignet sich aber auch besonders gut als Basis für Drinks. Geschmacklich bringt dieses Getränk neben dem leichten Kaffeegeschmack Aromen von Orange, wildem Honig und eine rauchige Note mit. Ich selbst konnte mir zunächst wenig unter dem Geschmack vorstellen, bin aber spätestens nach dem dritten Schluck überzeugt. 

Von dem selbst entwickelten Drink namens “Hello Soda” habe ich mich auf dem Launch Event insgesamt sogar vier Mal überzeugt und schwer verliebt. Ich sage euch: dieses Getränk wird zuerst die Berliner Bars überzeugen und anschließend das ganze Land. Denkt an mich, Katrin hat es euch gleich gesagt! Aber kommen wir zu den Details. Ich habe Laura fünf Fragen gestellt. 

1. Wie ist Selosoda entstanden?

Durch meine beruflichen Erfahrungen mit Kaffee bin ich natürlich immer interessiert an Röstereien, spannenden Sorten, neuen Röstungen. In einer Rösterei in London habe ich dann das erste Mal Cascara als Tee probiert und war begeistert. Das Fruchtfleisch und die Schale der Kirsche machen ein Drittel des Ernteertags aus, welches bisher als Abfallprodukt endete oder bestenfalls noch als Dünger verwendet wurde. Nur vereinzelt wird der Cascara lokal und in Röstereien dieser Welt als Tee aufgebrüht. Der Geschmack hat mich total überzeugt: Wir nutzen einen Rohstoff, der bisher meist einfach verworfen und vor allem selten korrekt aufbereitet und anschließend exportiert wird - und doch soviel Potential hat. Denn das Fruchtfleisch enthält alles, was man braucht: Nährwerte, Aromen, Koffein und natürliche Fruchtsüßen. Glücklicherweise habe ich einen Farmer in Südamerika kennengelernt, der seit 4 Ernten mit Cascara arbeitet und ein wirklicher Experte ist.

2. Wie wird Selosoda produziert?

Die Kaffeekirschen werden auf Drying Beds getrocknet und regelmäßig gewendet. Dadurch entsteht ganz natürlich ein Zuckeranteil. Nach ca. 12 Tagen wird das Fruchtfleisch von den Bohnen getrennt. In Deutschland brühen wir daraus dann eine Art Früchtetee, den wir mit Kohlensäure und einem Spritzer Bio-Zitrussaft verfeinern. Eine kleine Brauerei an der Schweizer Grenze füllt Selosoda dann in 0,25l Flaschen für uns ab. Wir nutzen dazu kleine Bierflaschen aus den 60ern, die keine Verwendung mehr finden. In der Abfüllung lag übrigens die große Herausforderung: einen Abfüller zu finden, der mutig genug ist, etwas neues zu wagen. In Berlin sind wir damit gescheitert.

Selosoda

3. Wo soll man Selosoda zukünftig ergattern können?

Wir gehen zur Zeit vor allem auf die Gastronomie zu, denn Selosoda ist eine tolle Basis für Drinks. Wir sind wie gemacht für die Café- und Röstereiszene, denn dort wird das Produkt verstanden und geschätzt. Auch für Restaurants ist Selosoda passend, da es zu bestimmten Gerichten perfekt passt. Und wir haben unseren Online-Shop, man kann also auch bestellen.

4. Verratet ihr uns das Rezept für den Drink “HelloSoda”?

Na klar! Mische 2 cl Monkey47 Gin, 1 cl frischer Zitronensaft, 1 Spritzer Rohrzuckersirup und 150 ml SeloSoda. Dekoriere mit einem Streifen Grapefruit Schale und einer schönen Blüte - fertig! 

(Köstlich! Anm. d. Red.)

5. Wo kann man euch schon finden?

Bisher vor allem in Berlin, z.B. OSLO Kaffeebar, Disctrict, Aunt Benny, Gordon, Ben Rahim, Companion, Bryck Bar… - die Liste wird hoffentlich bald länger. In München findet man uns im Mahlefitz, in Hamburg im Less Political. 

www.selosoda.com

Hello Selo!

Wir stoßen an


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