Wenn es so warm ist wie in den letzten Wochen, trinken wir lieber kalten als warmen Kaffee. Viele Kaffeegenießer haben uns angeschrieben und nach unserem Lieblingsrezept gefragt. Voilà, so schmeckt Eiskaffee auch ohne Zucker und Speiseeis.

 
 

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Warum kann ich meinen Kaffee nicht einfach abkühlen lassen? Das ist eine Frage, die uns oft gestellt wird. Uns schmeckt unser erkalteter Kaffee sehr gut! Allerdings gibt es eine Alternative, die noch weniger Bitterstoffe herauslöst: Kaffee mit eiskaltem Wasser zubereiten.

Durch die sehr niedrige Temperatur des Wassers werden etwa 60% weniger Fruchtsäuren aus dem Kaffeepulver herausgelöst. Deshalb schmeckt das daraus entstehende Kaffeekonzentrat weniger bitter und ist gut verträglich. Zusätzlich enthält das Konzentrat weniger Koffein, so dass Ihr Euren Lieblingskaffee zu jeder Tages- und Nachtzeit genießen könnt. Und es ist eine sehr kostengünstige Kaffeezubereitungsart, denn Ihr braucht erstens viel weniger Kaffeepulver für die gleiche Menge Kaffee und zweitens kann das Konzentrat bis zu 14 Tagen im Kühlschrank problemlos gelagert werden, sodass z.B. zu viel aufgebrühter Kaffee nicht weggekippt werden muss.

1. Alternative: Kaffeezubereitung mit dem Hario Water Dripper

hario water dripper clear coffee circle iced coffee eiskaffee kaffeezubereitung verkostungDie Glas-Konstruktion stammt von der japanischen Firma Hario. Sie vereint in Form und Funktion Tugenden von Geduld und Reduktion auf das Wesentliche Japans.

Zutaten: 40 Gramm Kaffeepulver, 800 ml Wasser

So funktioniert die Zubereitung: Füllt kaltes Wasser oder Eiswürfel in den oberen Behälter. Tropfen für Tropfen sammelt sich nun am Durchlauf und fällt, mit zu den sommerlichen Temperaturen passender Schwere, dem Kaffeepulver im Behälter darunter entgegen. Dort tanzen die Tropfen mit dem leicht feuchten Kaffeepulver und treffen sich schließlich in der noch weiter unten gelegenen Auffangkanne wieder. So entsteht ein sehr aromatisches Kaffeekonzentrat, welches man nach Belieben pur genießen oder als Basis für jegliche Kaffeegenuss-Kreationen nutzen kann. Die ganze Prozedur dauert ca. 5 Stunden für 780 ml kaltes Kaffeekonzentrat.

Ganz wichtig und sehr praktisch: Ihr könnt das so entstandene Kaffeekonzentrat problemlos einige Tage im Kühlschrank aufbewahren. Außerdem ist es ein idealer Grundstoff für diverse Eiskaffee-Rezepte.

Alternative Nummer 2: Kaffee on the Rocks in der Chemex

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Zutaten: 45 Gramm Kaffeepulver, 500 ml Wasser in Eiswürfeln, 500 ml Wasser (ca. 90°C heiß) und extra Wasser zum Durchspülen des Filters.

Und so funktionierts: 

Setzt einen Filter in die Chemex-Karaffe (oder jedweden anderen Filterkaffee-Zubereiter) ein. Spült den Filter einmal mit heißem Wasser durch. So verliert er eventuellen Papiergeschmack. Schüttet nun das heiße Wasser wieder aus und gebt die 500 ml Eiswürfel in den Kaffeebehälter. 

Setzt nun den Filter wieder ein und gebt das Kaffepulver in den Filter. Nun solltet Ihr einige ml heißes Wasser auf das Kaffeepulver gießen, damit dieses "aufblühen" kann. Wartet 30 Sekunden ab. (Der Vorteil des "Aufblühens" ist, dass das anschließend hindurchfließende Wasser von Anfang an Kaffeearomen herauslösen kann.)

Gebt nun nach und nach und mit einem dünnen Strahl die restlichen 500 ml heißes Wasser hinzu, so dass diese gleichmäßig durch das Kaffeepulver fließen können. Der heiße, konzentrierte Kaffee tropft nun auf die Eiswürfel und kühlt dort sofort ab. Köstlich!

Und hier geht es zu den 5 Eiskaffee-Rezepten von 4 Kontinenten, den uns unsere Blog-Leser für einen Sommer voller Kaffeegenuss geschickt haben!

* Fotos von [d:], CoffeeGeek