Der Flat White ist in der Kaffeeszene in aller Munde. Von Australien ist der Trend in den letzten Jahren zu uns herüber geschwappt und überflutet Instagram mit seinen Latte Art Kunstwerken. Doch worin liegen die Unterschiede zwischen Cappuccino und Flat White?

 

Cappuccino und Flat White: Worin liegen die Unterschiede?

Während die Zutaten und die Tassengröße dieselben sind, ist die Art der Zubereitung eine andere. Der Cappuccino setzt sich in der Regel aus einem einfachen Espresso und zwei Teilen Milchschaum zusammen – einem flüssigen Teil und einer festen Milchschaumhaube. Diese ragt meist leicht über den Tassenrand heraus. Dagegen wird der Flat White mit einem doppelten Espresso Ristretto - einer konzentrierten Espresso-Variante - zubereitet. Durch die Verringerung der Wassermenge und der Espresso-Durchlaufzeit wird der Espresso “stärker”. Allerdings wird das individuell von Barista zu Barista unterschiedlich gehandhabt und viele schwören bei der Flat White Zubereitung auf einen einfachen Espresso-Shot.

Unterschied zwischen Cappuccino und Flat White

Zum Espresso oder dem Ristretto Dopio wird aufgeschäumte Milch gegeben. Der Milchschaum ist wesentlich flüssiger als beim Cappuccino und besitzt eine viel dünnere Schaumschicht. Vom Milchschaum stammt auch der Name des Getränks: denn beim Flat White schließt der Milchschaum mit dem Tassenrand ab – daher kommt die Bezeichnung “flacher Weißer”. Der feinporige Milchschaum des Flat Whites wird auch als Mikroschaum (Microfoam) bezeichnet und eignet sich hervorragend für Latte Art. Damit ist eine bestimmte Eingießtechnik gemeint, durch die feine Maserungen auf der Schaumoberfläche entstehen. Sowohl beim Cappuccino als auch beim Flat White sind Latte Art Verzierungen üblich. Die Umsetzung gestaltet sich allerdings beim Flat White, aufgrund der dünneren Schaumschicht als viel schwieriger. Der kleine aber feine Unterschied liegt also in der Konsistenz des Milchschaums und gegenfalls in der Zubereitung mit einem Ristretto Dopio. Alles was du für den Flat White benötigst sind folgende Dinge: eine Siebträgermaschine mit Dampfdüse für die Michschaumzubereitung, 30 ml guten Espresso, 100 ml feinporigen Milchschaum (am besten Vollmilch mit einem Fettgehalt von 3,8 %) und ein bisschen Übung im Latte-Art-Handwerk. 

Unsere Espressos im Überblick

Wir begeben uns auf die Geschichte des Flat Whites

Um die Besonderheiten des Flat Whites nachvollziehen zu können, lohnt sich ein Blick in die Vergangenheit. Tatsächlich liegt seine Entstehungsgeschichte schon einige Jahrzehnte zurück: Der Flat White hat seine Ursprünge in Down Under, am anderen Ende der Welt. Nach dem zweiten Weltkrieg sind viele Italiener und Engländer nach Australien ausgewandert und mit ihnen ihre Kaffee- bzw. Teekultur. Das äußerte sich in vielen kleinen Cafés, in denen unterschiedliche Kaffeespezialitäten angeboten wurden. Da die Engländer mit der Cappuccino Technik nicht vertraut waren, orientierten sie sich an ihrer Teezubereitung und kreierten so den “Flat White”. Ende der 80er gewann das Kaffeehandwerk, bedingt durch die Third Wave Bewegung, immer mehr an Bedeutung und die Schaumoberfläche wurde mit professionellen Eingießtechniken verschönert. Latte Art war geboren und ziert seither den Flat White mit Herzmotiven, Blumen oder sogar Schwänen.

Perfect Shot of EspressoLatte Art

Der Milchschaum macht den wichtigsten Unterschied aus

Beim Flat White wird, anders als beim Cappuccino, die Milch nur minimal mit Luft versetzt, so dass die Konsistenz des Milchschaums fast flüssig ist und sich gut mit dem Espresso verbinden kann. Doch wie bekommt der Milchschaum die richtige Konstistenz? Genau darin besteht die Kunst. Denn die Zubereitung des Flat Whites ist kein Kinderspiel und wird meist nur von geübten Baristas perfekt beherrscht. Hannes zeigt dir im folgenden Video, worauf du beim Milchschäumen achten musst und erklärt dir erste Grundlagen der Latte Art.

 

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