Der Vorteil eines Vollautomaten liegt klar auf der Hand: es geht schnell und du hast – wenn die richtigen Einstellungen einmal gefunden sind – stets eine gleichbleibende Qualität. Doch an diesen Punkt muss man erstmal kommen, denn jeder Vollautomat funktioniert etwas anders.

Vollautomaten

Wir haben unsere Kaffeebohnen intensiv mit den verschiedensten Einstellungen in Vollautomaten getestet und teilen hier unsere Tipps mit dir.

Tipp 1 - Die passende Bohne für deinen Vollautomaten 

Entscheidend für die Qualität und den Geschmack deines Kaffeegetränkes ist die richtige Wahl der Kaffeebohne. Bei vielen Vollautomaten kann lediglich eine Bohnensorte eingesetzt werden, da das Gerät nur über einen Bohnenbehälter verfügt. Hier besteht die Herausforderung darin, aus der gleichen Kaffeebohne einen Espresso sowie einen Kaffee Crema zuzubereiten. Unser Ziel ist es, dass beide Getränke richtig gut schmecken, ohne bitter oder sauer zu sein.

Wir haben all unsere Kaffees in verschiedenen Vollautomaten getestet. Für uns eignen sich am Besten unser Espresso Yirga Santos und unser Kaffee Buna Dimaa für den Einsatz im Vollautomaten. Fruchtige Kaffees wie z.B. unser Yirgacheffe haben die Tendenz leicht säuerlich aus dem Vollautomaten zu schmecken.

Vollautomaten

Vollautomat mit zwei Bohnenspeicher:

Bei einem solchen Gerät macht es Sinn zwei verschiedene Bohnen zu verwenden. Espressosorten, wie Yirga Santos, verwendest du für die Zubereitung von Espresso sowie espressobasierten Getränken wie Cappuccino, Latte Macchiatto. Den zweiten Bohnenspeicher befüllst du mit Kaffeebohnen, um dir einen Café Crema zu ziehen. Unsere Empfehlung dazu: Buna Dimaa.

Vollautomaten mit einem Bohnenspeicher:

Wenn dir bei deinem Vollautomaten nur ein Bohnenbehälter zur Verfügung steht, empfehle ich dir unseren Espresso Yirga Santos. Dieser ist mit seinen kräftigen und schokoladigen Aromen fähig, die komplette Getränkeauswahl von Espresso bis Café Crema aus einem Vollautomaten zu bedienen. Die schokoladigen Aromen kommen vor allem in Milchmischgetränken wie Cappuccino sehr gut raus. Mein persönlicher Favorit!

 

Vollautomaten

2 - Verwende den richtigen Mahlgrad

Der richtige Mahlgrad ist beim Vollautomaten genauso essentiell wie bei anderen Zubereitungsmethoden. Oft findest du am Vollautomaten eine Art Regler mit dem Hinweis einer großen und kleinen Bohne, mit welchem du den Mahlgrad verändern kannst.

Um den perfekten Mahlgrad für deinen Vollautomaten zu finden, orientierst du dich am Besten an der Durchlaufzeit eines Espresso. Wie lange braucht der Vollautomat um einen Espresso mit einer Menge von ungefähr 30-35 ml zu brühen?

Bei unseren Tests mit verschiedenen Vollautomaten stellten wir fest, dass sich die Brühdauer eines perfekten Espresso pro Maschine deutlich unterscheidet. Im Durchschnitt liegst du mit einer Durchlaufzeit von ca. 10 Sekunden ziemlich gut.

Probier mal!

Ist der Mahlgrad zu grob eingestellt und der Espresso läuft in nur 2-3 Sekunden durch, hat das Kaffeemehl zu wenig Oberfläche und das Wasser ist nur sehr kurz in Berührung mit dem Kaffeemehl. Folglich schmeckt der Espresso wässrig und säuerlich, also unterextrahiert. Schmeckt der Kaffee zu kräftig und bitter, solltest du den Mahlgrad etwas gröber stellen. Wichtiger als die Einhaltung einer bestimmten Zeitangabe ist dein individueller Geschmack, der dir sagt, wie du deinen Espresso am liebsten trinkst.

Äthiopische Kaffees wie unsere sind milder im Geschmack. Daher empfehlen wir, dir den Mahlgrad etwas feiner zu stellen als du es vielleicht von anderen Kaffeebohnen gewohnt bist, um die Intensität des Aromas zu erhöhen.

 

Vollautomaten

3 - Wähle die richtige Wasser- und Kaffeemenge

Bei einigen Vollautomaten hast du die Möglichkeit, die Wassermenge genau zu definieren. Ist dies der Fall, empfehlen wir 35ml Wasser für die Zubereitung eines Espresso oder Cappuccino sowie 110ml für einen Café Crema. Die Kaffeeauslauftemperatur beträgt ca. 83°- 86° Grad. Innerhalb des Automatens beim Brühen werden ca. 90° - 95°C  erreicht. Bietet deine Kaffeemaschine die Option, die Wassertemperatur zu verändern, so stelle sie auf 95°C ein. Bei dieser Temperatur erfolgt die bestmögliche Extraktion der Aromen aus der Kaffeebohne.

Um die Kaffeemenge einzustellen, gibt es oft nur die Auswahl des Geschmacks “stark/kräftig” oder “schwach/mild” in den Einstellungen. Wie bereits bei Tipp 2 erwähnt, sind unsere Kaffeebohnen aufgrund ihrer Herkunft und des angewandten Trommelröstverfahrens etwas milder im Geschmack. Für den optimalen Geschmack empfehlen wir, die Kaffeemenge auf mittel bis kräftig einzustellen.

 

Vollautomaten

4 - Reinige deinen Vollautomaten richtig

Die Reinigung deiner Kaffeemaschine ist die am wenigsten spaßigste Aufgabe, aber für Geschmack und Hygiene sehr wichtig. Die meisten Kaffeemaschinen machen es dir leicht und führen dich automatisch durch das Reinigungsprogramm.

Satzbehälter und Wasserbehälter sollten täglich von dir gereinigt werden. Versuche zu vermeiden, frisches Wasser zu lange im Wassertank aufzubewahren. Wechsle es regelmäßig aus. Meistens wird mittels einer Reinigungstablette und dem entsprechenden Pflegeprogramm das Innenleben der Maschine automatisch gereinigt. Innerhalb der Maschine setzen sich Rückstände wie Kaffeeöle ab, die in Verbindung mit Sauerstoff ranzig werden. Bei mangelnder Reinigung überträgt sich der Geschmack auf deinen Kaffee. Besonders wichtig ist die Reinigung der Teile, die mit Milch in Kontakt gekommen sind. Oft liefert dir dein Maschinenanbieter eine Reinigungslösung für Milchschläuche mit.

 

5 - Mögliche Gründe, warum der Kaffee noch nicht schmeckt

Schmeckt dein Kaffee nicht richtig gut, gibt es auch beim Vollautomaten viele Möglichkeiten woran dies liegen kann. Probiere verschiedene Einstellungsoptionen aus und wähle die für dich passenden – anhand deines persönlichen Geschmacks. Einen Überblick, woran es liegen kann, dass dein Kaffee nicht begeistert, liefert dir unsere kleine Fehlerliste.

Wenig Aroma

- Röstdatum des Kaffees zu alt

- Falsche Lagerung (offen, zu warm)

- Kaffeemenge zu gering

- Wasserhärte zu hoch (über 6°dH)

Zu sauer

- Mahlgrad zu grob

- fruchtiger, hell gerösteter Kaffee

- säureintensiver Arabica-Kaffee

- Brühtemperatur zu niedrig

- Wasser zu sauer (weit unter pH 7,0)

Zu bitter

- Brühtemperatur zu hoch (über 96°C)

- Mahlgrad zu fein

- Zu dunkel geröstet

- Zu viel Robusta- oder minderwertiger Robusta-Kaffee in der Mischung  

- Mangelnde Reinigung

 

Diese Artikel könnten Dich auch interessieren

 
  

5 kreative Recycling-Ideen mit Kaffee

Kaffee gehört zu den populärsten Getränken überhaupt. Und gerade deshalb erscheinen immer wieder kreative Innovationen rund um das Thema Kaffee. Wir stellen dir die 5 interessantesten und vorallem nachhaltigsten Ideen vor!  Weiterlesen!

  

Infografik: Kaffeepause

Die Infografik zum Thema Kaffeeverzehr in deutschen Büros. Wir haben das Thema Bürokaffee genauer unter die Lupe genommen. Denn wer trinkt eigentlich wie viel Kaffee und wo am liebsten?  Weiterlesen!