Kaffeewissen
Historie: Eine kleine Kaffeegeschichte
Die Ursprünge des Kaffees umranken viele Mythen.
Anerkannt ist, dass die Kaffee-Pflanze aus Äthiopien stammt. Der Legende nach entdeckte der Hirte Kaldi, dessen Ziegen nach dem Verzehr der roten Kaffeekirschen aufgedreht umhersprangen, die Kaffeeplanze. Wir halten uns im Folgenden an die historischen Fakten - die Geschichte ist nämlich aufregend genug.
Wie alles begann
Anfangs glich Kaffee mehr dem Tee, wie wir ihn heute trinken: Die Blätter und getrockneten Kirschen wurden in heißem Wasser aufgegossen. Als Kaffee später durch die arabische Welt ins Osmanischen Reich und nach Istanbul gelangte, entsprach die Zubereitung bereits stärker der heutigen Form: Die rohen, trockenen Samen (denn, streng genommen sind es keine Bohnen) wurden geröstet, fein gemahlen und in Wasser mehrfach aufgekocht. Die ersten Kaffeehäuser öffneten in Istanbul im 16. Jahrhundert. Im 17. Jahrhundert gab es bereits Kaffeehäuser in Venedig und danach in London, Oxford, Wien, sowie schließlich auch in Paris. Das erste deutsche Kaffeehaus öffnete 1673 in Bremen seine Pforten; Berlin folgte erst im Jahr 1721.
Die Verbreitung
Kaffee wächst zwar in den Hochlagen der (Sub-) Tropen; genauer gesagt in bergigen Ländern entlang des Äquators wie bspw. Äthiopien und Kolumbien. Aber die ausgeprägteste Kaffeekultur haben Europa, die Vereinigten Staaten und, überraschend, vor allem Japan. Hier gibt es eine sehr ausdifferenzierte Kaffeekultur. Inzwischen wird mehr Kaffee nach Japan importiert als nach Italien oder Frankreich. Von den Herstellerländer stellen Brasilien und Äthiopien Ausnahmen dar. Brasilien konsumiert nach den USA die zweitgrößte Menge Kaffee und Äthiopien hat gemessen an der Erntemenge den größten Eigenkonsum von allen Kaffeeländern. Hier zelebriert die ganze Familie bis zu drei Mal täglich die Kaffeezeremonie.
Kaffeekirschen werden mancherorts mit genauso viel Aufmerksamkeit und Respekt bedacht wie Trauben bei der Weinernte.
Kaffee wurde lange wie Getreide und Soja gehandelt. Mittlerweile aber werden Kaffeekirschen mancherorts mit genauso viel Aufmerksamkeit und Respekt bedacht wie Trauben bei der Weinernte. Aus der Entwicklung der letzten Jahre können wir einen klaren Trend ableiten. Zuerst gab es die Welle der Massenmarkt-Kaffees (bspw. Tchibo, Dallmayr, et. al.), dann die zweite Welle rund um zeitgemäße Kaffeehäuser (Starbucks et. al.). Heute gewinnen die Herkunftsländer, die vielfältigen Aromen und unterschiedlichen Anbauartenmethoden für Kaffeegenießer immer mehr an Bedeutung. Hierfür stehen wir mit Coffee Circle.
Diesen Artikel haben Hannes und Robert für Dich geschrieben.
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