Äthiopien ist fünftgrößter Kaffee-Exporteur. Wer mischt sich noch unter die Top 10 der größten Kaffeeländer? Werden mehr Robusta- oder Arabicabohnen exportiert? Worin unterscheiden sich die Anbauländer? Wissenswertes über Weltmarktanteile, Anbau und Bearbeitungsprozesse gibt's hier.

Kaffee-Export

Hier haben wir noch einige interessante Informationen zu Anbau und Ernte für Dich zusammengefasst, die Du bestimmt noch nicht wusstest: 

Brasilien

Brasilien ist der weltgrößte Kaffeeexporteur. Im ganzen Land gibt es ungefährt 300.000 Kaffeefarmen mit einer Größe von einem bis 25.000 Hektar. Die Brasilianer konsumieren die Hälfte ihrer gesamten Kaffeeproduktion selbst.

Vietnam

In Vietnam gibt es eine von der Regierung begrenzte Fläche von ca. 630.000 Hektar, die für den Kaffeeanbau genutzt werden. Der Anbau wird deshalb eingeschränkt, weil dem Land immer wieder Preisdumping vorgeworfen wird. Hauptsächlich werden Robustabohnen angebaut, die exportiert und zu Instantprodukten weiterverarbeitet werden. 

Indonesien

Auch wenn Indonesien als ein Kaffeeanbaugebiet zusammengefasst wird, gibt es in den einzelnen Regionen einige Besonderheiten. Der Kaffee in Sumatra wird beispielsweise mit der nur dort praktizierten Giling Basah Methode bearbeitet. Hierbei werden die Kaffeekirschen nass geschält. 

Kolumbien

In Kolumbien werden fast nur Arabicabohnen angebaut. Eine Besonderheit am kolumbianischen Kaffee ist, dass er zwei Mal jährlich geerntet wird. Die erste Ernteperiode dauert von März bis Juni und die zweite von September bis Dezember. Es sind überwiegend Kleinbauern, die den Kaffee in Kolumbien anbauen. 

Äthiopien

Äthiopien ist das Ursprungsland des Kaffees. Über 15 Millionen Menschen arbeiten in der Kaffeeernte, die in Äthiopien von Oktober bis Dezember andauert. Obwohl Äthiopien fünftgrößter Kaffeeexporteur ist, konsumieren die Menschen mehr Kaffee als sie exportieren. Das zeigt, welche Rolle Kaffee im Leben der Äthiopier spielt.

Indien

Früher entwickelte der indische Kaffee durch den lang andauernden Monsunregen, den warmen Wind und die wochenlangen Schiffsreisen einen ganz eigentümlichen, würzigen Geschmack. Heute sind die Bedingungen für die Kaffeebauern deutlich besser - den besonderen Geschmack des Kaffees erzeugen sie durch die Monsooned Methode. Hierbei werden die halb aufbereiteten Kaffeebohnen einfach etwas länger als nötig im Monsunregen gelagert.

Honduras

Von November bis April wird in Honduras der Kaffee geerntet. Dieser stammt größtenteils aus nur drei großen Kaffeeregionen. Die Copán Region im Nord-Westen, Montecillos im Süd-Westen und Agalta in der Mitte des Landes. Typisch für die Kaffees aus Honduras ist der ausgewogene, fruchtig-schokoladige Geschmack.  

Mexiko

In Mexiko werden hauptsächlich Arabicabohnen angebaut. Die Ernte beginnt im November in den niedriger gelegenen Regionen und endet im März in den höher gelegenen Regionen. Geringe Erträge, eine schlechte Infrastruktur und wenig finanzielle und technische Unterstützung legen den mexikanischen Kaffeebauern immer wieder Steine in den Weg. Trotzdem ist das Land achtgrößter Kaffeeexporteur.  

Peru

Ungefähr 90% des peruanischen Kaffees stammt von 120.000 kleinen Farmen in der Größe von 2 Hektar. Es werden überwiegend Arabicabohnen angebaut, die von Mai bis September geerntet werden. Der Großteil des Kaffees wird im Norden des Landes angebaut.

Guatemala

In Guatemala werden ca. 270.000 Hektar Land für den Kaffeeanbau genutzt. Größtenteils sind es Kleinbauern, die den Kaffee auf ein bis zwei Hektar Land anbauen. Das Mikroklima in Guatemala ist von Region zu Region sehr unterschiedlich, wodurch auch die Kaffees viele verschiedene Aromen aufweisen. 

 

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