Im Januar hat Hannes die deutsche Filterkaffee-Meisterschaft gewonnen – zum zweiten Mal! Mit seinem Sieg qualifizierte er sich automatisch für die Weltmeisterschaft, den World Brewers Cup, die im Juni auf der World of Coffee in Dublin statt fand. Klarer Fall: da mussten wir dabei sein!

Auf nach Dublin!

Letzte Woche ging es für Julia, Martin, Chris und mich nach Dublin zur World of Coffee, eine internationale Kaffeemesse. Auf der Messe werden die neusten Produkte auf dem Markt vorgestellt. Zusätzlich werden Workshops mit Themen rund um das Coffee Business angeboten. Doch in unserem Zentrum der Aufmerksamkeit standen vor allem der World Brewers Cup und der World Barista Championship, bei denen die Crème de la Crème der internationalen Barista gekürt werden.

In diesem Jahr kamen neben Hannes weitere 35 Teilnehmer aus der ganzen Welt zusammen, um ihren Kaffee bewerten zu lassen – das sind so viele Teilnehmer wie noch nie zu vor! 

Go HANNES!

Was passiert beim World Brewers Cup - Ein Blick hinter die Kulissen

Der Wettkampf besteht aus zwei Runden: der Vorrunde und dem Finale. In allen Runden präsentieren die Teilnehmer drei Juroren ihren frisch aufgebrühten Kaffee. Klingt einfach, ist es aber nicht. 

Die Vorrunde setzt sich aus aus dem Compulsory Service und dem Open Service zusammen. Für den Compulsory Service bekommen die Teilnehmer einen unbekannten Kaffee von der Jury zugeteilt, den sie zubereiten müssen. Im Open Service haben die Teilnehmer 10 Minuten Zeit einen selbst ausgewählten Kaffee zu präsentieren. Doch im Open Service ist nicht nur die Qualität des Kaffees entscheidend, sondern auch die Präsentation, mit der der Teilnehmer seinen Kaffee vorstellt. Die Jury prüft anschließend, ob das Geschmacksprofil des Kaffees mit der Beschreibung übereinstimmt. Ebenfalls wird die Präsentation hinsichtlich Service und Sauberkeit während des Brühens bewertet.

Die sechs Teilnehmer mit der höchsten Punktzahl qualifizieren sich für das Finale, das am darauffolgenden Tag statt findet. Das Finale besteht aus einem zweiten Open Service, der in der Regel aus der selben Präsentation besteht, wie in der Vorrunde.

Hannes Fendrich beim World Brewers Cup 2016

And the next competitor is… GERMANY!

Am Donnerstag, den 23. Juni, geht es für Hannes bereits vormittags los. Wir sitzen in der ersten Reihe und sind gespannt auf Hannes Brew. Auch in Berlin hängt das Team stolz vor dem Livestream und bejubelt seine Leistung aus der Ferne.

Hier siehst du Hannes vor der Jury präsentieren:

Das Rezept von Hannes im Open Service:

  • 14,5 Gramm Kaffee Gesha natural 
  • 235 ml gefiltertes Wasser, 96° Grad 
  • Blooming Phase von 0:40 Minuten, während dessen den Kaffee gut umrühren 
  • Wasser zur Hälfte aufgießen 
  • nach ca. 1 Minute das übrige Wasser aufgießen 
  • gesamte Brühzeit 2,35 Minuten 

Wir sind verzaubert, “this coffee reminds me of the apricot pie my mom used to make me”. Hannes gelingt es immer wieder mit der Beschreibung seines Kaffees Bilder vor den Augen der Zuschauer herauf zu beschwören. Wir sind hin und weg und drücken Hannes fest die Daumen, dass er es in das Finale schafft.

Die Pokale des World Brewers Cup

Freitag Nachmittag werden endlich die Finalisten bekannt gegeben. Leider fällt Hannes Name nicht. Schade, aber Hey, davon lassen wir uns die Laune nicht vermiesen! Der World Brewers Cup war auch ohne Siegerpokal eine aufregende Erfahrung, die weder Hannes noch wir missen möchten. Der Teamspirit der Teilnehmer war/ist großartig – alle freuen sich, sich mit Kaffee-Begeisterten aus der ganzen Welt zu treffen, auszutauschen und neue Kaffees zu entdecken. Dafür sind solche Wettbewerbe schließlich da!

Die Gewinner: 1. Platz: Tetsu Kasuya, Japan | 2. Platz: Mikaela Wallgren, Finnland | 3. Platz: Chad Wang, Taiwan | 4. Platz: Benny Wong, Hong Kong | 5. Platz: Todd Goldsworthy, USA | 6. Platz: Odd-Steinar Tøllefsen, Norwegen.

Die Sieger des World Brewers Cup 2016

The World of Coffee

In drei Tagen auf der World of Coffee haben wir viele neue Zubehörprodukte und Kaffees entdeckt, uns mit spannenden Menschen unterhalten und alte Freunde getroffen und alles, was das Thema Kaffee berührt. Wer sich weiterbilden möchte und den Austausch im kleineren Rahmen sucht, für den gibt es zahlreiche Workshops rund um (Überraschung) Kaffee.

Hier zeige ich dir, was wir alles auf der Messe entdeckt haben.

The Village auf der World of Coffee

Coffee Collective auf der World of Coffee Der neue Filter von Saint Anthonoy "Phoenix Brewer"

Im "The Village" auf der World of Coffee haben zahlreiche internationale Röster kleine Stände und stellen dort ihren Kaffee vor. Von Coffee Collective über Rocket Bean bis zu The Barn sind alle mit dabei. Bei den Jungs von Coffee Collective haben wir uns in einen kenyanischen Kaffee verliebt, mit dem sich auch Mikaela Wallgren den zweiten Platz für Finnland im World Brewers Cup sicherte!

Keen Coffee, rechts im Bild, stellte die neuen Filter von Saint Anthonoy vor, den "Phoenix Brewer". In das Metallgestänge des Filters wird der stabile Papierfilter lediglich eingelegt, ohne dass das Papier direkt auf dem Filter aufliegt. Mehr dazu erfahrt ihr auf Sprudge.

Der "SP9" von Marco - eine automatische Filterkaffee-Maschine

Wenn ein Produkt omnipräsent auf der World of Coffee war, dann war es die Filterkaffee-Maschine von Marco. Die "SP9" war nahezu an jedem zweiten Stand aufzufinden. Die Filterkaffeemaschine funktioniert ähnlich wie der Ottomatic von Chemex und ahmt das manuelle Kaffeebrühen nach. Die Maschine erhitzt das Wasser auf die gewünschte Temperatur und brüht den Kaffee über ca. 9 Drüsen automatisch auf. Praktisch, oder? Wenn dich das Thema interessiert, erfährst du hier mehr zu dieser Art Kaffeemaschine.

Coffee in a box

Espresso Grinder

 Bei Orphan Espresso gibt es Espresso Mühlen zu entdecken, die ein konstantes Mahlergebnis versprechen - und das ist bei Handmühlen wirklich nicht einfach. Allerdings ist das Gewicht der Mühle mit dem einer Bohrmaschine vergleichbar.

Irish Coffee Irish Coffee

Am Stand von Probat mit Adriana

Zugegeben, wir haben uns nicht nur auf der Messe herum getrieben. Es hat uns auch in das ein oder andere Café oder Pub verschlagen. Man muss ja schließlich auch Land und Leute kennenlernen! Dafür verraten wir euch bald in einem Coffee Guide Dublin, wo ihr in Dublin richtig guten Kaffee findet. Schön war's Dublin, wir kommen wieder! 

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