In den letzten Wochen habe ich viel über Äthiopien, alte Projekte, den Kaffeeanbau/-kauf und das Leben in den Kooperativen berichtet. Wie ich aber schon in meinem letzten Blog verraten habe, konnten wir seit Ende Januar mit der Umsetzung der aktuellen Projekte beginnen und es gibt schon einige Neuigkeiten und Fortschritte zu berichten.
Die Bio-Zertifizierung ist fast abgeschlossen
Seit Beginn der Ernte 2012/2013 hat unser Partner BCS begonnen die Kooperative Ilketunjo, aus der unser wunderbarer Limu Kaffee stammt, zu zertifizieren. Dabei wurden in verschiedenen Phasen Kontrollen durchgeführt und gemeinsam mit den Bauern der Weg vom Anbau, über die Pflege, Ernte und Aufbereitung der Kaffeekirschen analysiert und regelmäßig kontrolliert. Die Ernte in Ilketunjo ist seit ein paar Wochen beendet und die Kaffeebauern müssen die letzten abschließenden Dokumente einreichen - haben aber schon eine vorläufige Bestätigung bekommen, dass sie die ersten Schritte der Zertifizierung ohne Probleme bestanden haben. Mit der Kaffeeunion, die den Kaffeeverkauf für die Kooperative Ilketunjo regelt und unterstützt, wird in der nächsten Woche ein Dokument aufgesetzt, um die jährlichen Kontrollkosten der Zertifizierung zu übernehmen. Nur so können wir eine Unabhängigkeit und langfristige Fortführung dieses Projektes erreichen. Auf den Fotos könnt ihr u.a. die vorläufige Bestätigung der Bio Zertifizierung sehen und die Landschaft um die Kaffee-Waschstation der Kooperative Ilketunjo.
Der Bau der Solarstation wird vorbereitet
Auch das Solarprojekt nimmt Gestalt an. Aufgrund der noch fehlenden restlichen Projektspenden rechnen wir aber erst mit einer tatsächlichen Umsetzung im Juni. Ich habe gemeinsam mit Martin die Kooperative des Dorfes Wakito Medallu (Region Ilketunjo) besucht und mit den Ärzten, Verwaltung, Kooperativenbewohnern und der lokalen Regierung gesprochen. Der Strom, den diese Solarstation liefern wird, kann endlich eine Grundversorgung vieler Patienten gewährleisten, auch in der Nacht. Darüber hinaus können auch endlich wieder Medikamente ohne Unterbrechung gekühlt werden. Wichtig ist es für uns, die Solarstation vor der Regenzeit zu transportieren und mit unserem Partner und der Dorfbevölkerung gemeinsam aufzubauen, weil die Wege in die Region während der Regenzeit oft unbefahrbar sind. Um eine langfristige Funktionalität und Verständnis der Bevölkerung zu erreichen, werden drei unabhängig ausgewählte Personen der Kooperative ausgebildet werden, um selbstständig die Kommunikation mit dem Partner zu führen und bei möglichen Problemen eingreifen und die Station warten zu können.
Ausbau des Schulgebäudes
In der letzten Woche habe ich noch einmal mit unserer Partnerorganisation Action4Words ein langes Gespräch geführt. Gemeinsam haben wir schon im letzten Jahr den ersten Schulraum für die neue Schule gebaut und möchten an dieser Partnerschaft weiterhin festhalten. Nachdem seit Februar die geplante Spendenhöhe erreicht ist, möchten wir nun in der nächsten Woche mit dem Bau eines weiteren Schulgebäudes (3 Klassenräume) und der Bibliothek beginnen. Die lokale Regierung wird das Projekt mit dem Bau eines Trinkwasserbrunnens unterstützen, der in der Nähe der Schule errichtet werden wird.
Momentan werden in dem Schulgebäude rund 1000 Kinder schichtweise unterrichtet. Diese Situation soll sich auch durch die Ausstattung mit wichtigem Unterrichtsmaterial ändern, um die Bildung der Schulkinder aktiv verbessern zu können. Die Schule wird überwiegend selbst von den Kooperativenbewohnern errichtet werden. Dadurch, dass das Dorf zwei Stunden Fußweg von jeglichen befahrbaren Wegen liegt, werden zum Bau lokal transportierbare, aber langfristig nutzbare und haltbare Materialien verwendet werden.
In den nächsten Wochen wird es von mir immer wieder neue Zwischenstände zu unseren Projekten geben und natürlich auch weitere Infos zu den bereits umgesetzten Projekten.
Wenn Du aktuelle Fragen zu dem jeweiligen aktuellen Projektstatus oder dem Projekt selbst haben solltest, schreib mir gern eine Email an anne@coffeecircle.com.
Bis ganz bald, Anne













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