Deutsch Hilfe

Beratung und Zusammenarbeit mit Farmern in Myanmar

Der Kaffeeanbau in Myanmar wird erst seit einigen Jahren in den Hochebenen von Kooperativen und Farmern betrieben. Wir unterstützen Kaffeefarmer in Myanmar dabei die Qualität ihrer Kaffees zu steigern und diesen in Europa bekannter zu machen. Mit deinem Kaffeekauf trägst du dazu bei!

Hochwertiger Specialty Coffee aus Asien ist in der Kaffeeszene nicht prominent vertreten – besonders nicht als Single Origin. Wir haben die langsam wachsenden Bemühungen zum Anbau von Specialty Coffee in den letzten Jahren interessiert beobachtet und bereits einige vielversprechende Samples verkostet. Bis 2021 begleiten wir mit unseren Partnern Kaffeeproduzenten in Myanmar während der Ernte und evaluieren ihre Kaffees. Gemeinsam mit unseren Partnern der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) und Conflictfood aus Berlin unterstützen wir die Farmer mit Beratung und unserer Erfahrung zum Anbau von Specialty Coffee und ihrem Markteinstieg in den europäischen Kaffeemarkt.

In Kürze

  • Zeitraum: Mai 2020 – Oktober 2021
  • Region: Keng Tung, Shan State, Myanmar
  • Kooperativen: Jadae Akha Coffee Group
  • Geo-Koordinaten: N21° 17′ 0.228″ E99° 37′ 24.707″
  • SDG: SDG 1 – Keine Armut, SDG 8 – Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum, SDG 15 – Leben auf dem Land und SDG 17 – Partnerschaften für die Ziele
  • Projektpartner: Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) und Conflictfood

Unser erster Kaffee aus Myanmar: Der Jadae

Das Projekt besteht aus zwei Maßnahmen

Der Kaffeeanbau in Myanmar steckt noch in seinen Anfängen. Die Farmer sind motiviert und erkennen in Kaffee eine vielversprechende Möglichkeit, um wirtschaftlich erfolgreich und unabhängig zu sein.

1. Austausch und Beratung

Wir stehen den Farmern in den nächsten Monaten beratend zu ihren Aktivitäten entlang der Wertschöpfungskette zur Seite.

Dabei wird es darum gehen, die Qualität ihrer Kaffees dauerhaft zu steigern, um langfristig hohe Preise im internationalen Handel sicherzustellen. In einigen Kaffeeregionen des Landes wurde bisher vorrangig Mohn angebaut, der die Farmer in die Illegalität trieb. Kaffee bietet hier eine echte Chance auf ein sicheres Leben. Zudem fördern wir den Kaffeeanbau in natürlichen Waldgärten. Damit wollen wir sicherstellen, dass die Waldgärten in ärmeren Regionen einen wirtschaftlichen Nutzen bekommen, sodass diese vor Waldbränden und nicht-nachhaltiger Nutzung geschützt werden.

Im Rahmen der Zusammenarbeit steht für uns der Austausch mit den Farmern und Kooperativen im Vordergrund, um auf beiden Seiten ein Verständnis für die Bedürfnisse aller zu schaffen – denen der Farmer und denen aller Abnehmer (Röstereien). Nur so können sich beide Seiten annähern und Kaffees produzieren, die nachhaltige Perspektiven bieten.

2. Spread the word

Gemeinsam mit Conflictfood werden wir Myanmar als Ursprungsland für Specialty Coffee in den Vordergrund rücken und unser eigenes Netzwerk nutzen, um die Kaffees im Kaffeemarkt bekannter zu machen. Wir warten gespannt auf die nächste Ernte, um erste Samples zur Verfügung zu stellen, damit sich Röster und Handelspartner aus Myanmar kennenlernen und Kontakte knüpfen können.

Das Land und die Kaffeeregion

Myanmar ist seither nicht für Kaffee, sondern mehr für seinen Tee bekannt. Doch seit einigen Jahren beginnen vereinzelte Farmer und Kooperativen in den Anbau von Specialty Coffee zu investieren. Wir sind bereits vor einigen Jahren über Freunde mit Kaffee aus Myanmar in Berührung gekommen und waren schon damals von den Bemühungen und Potentialen der dortigen Kaffeefarmer angetan.

Im ersten Zug des Projekts arbeiten wir mit der Jadae Akha Coffee Group zusammen.

Die 21 Farmer der Jadae Akha Coffee Group gehören der lokalen Minderheit der Akha an. Für sie bedeutet der Anbau von Kaffee und Tee wirtschaftliche Unabhängigkeit und eine sichere Zukunft. Im östlichen Shan State Myanmars, in Keng Tung, liegt die Kooperative geographisch isoliert vom Rest des Landes. Die Lage und politische Unsicherheit der benachbarten Regionen erschwert den Handel der dort lebenden Minderheiten. Der Shan Staat verfügt über ideale Bedingungen für den Anbau von hochwertigem Kaffee, Tee und einer Reihe von Kräutern und Gewürzen für Aufgüsse, wie Ingwer. Doch der Wettbewerb auf den lokalen Märkten für Kaffee ist hart, sodass der Kaffee überwiegend zu günstigen Preisen auf dem Massenmarkt exportiert wird. Dieses Projekt soll Kaffee als attraktive Einkommensmöglichkeit für verarmte Landbevölkerung in Krisenregionen schaffen.

Unsere Kaffees

Es gibt 0 Kommentare zu diesem Beitrag.
Kommentare einblenden