6 Filterkaffeemaschinen im Test 2026

Kaffeemaschinen gibt es wie Sand am Meer – jedoch können nur wenige unter ihnen einen richtig guten Kaffee zubereiten. Wir haben sechs Filterkaffeemaschinen getestet und stellen dir nun unsere Ergebnisse vor.

Du hast nur 1 Minute Zeit? Unsere Testsieger in Kürze

Drei Kaffeemaschinen haben uns mit ihrer Kaffeequalität sowie der Verarbeitung und der Bedienung begeistert.

Unser Favorit ist der in den Niederlanden handgefertigte Moccamaster. Sein klassisches Design in Kombination mit der herausragenden Kaffeequalität bescheren ihm den Spitzenplatz in unserem Test. Aufgrund des besonders schonenden und gleichmäßigen Brühvorgangs treten selbst feine Nuancen hervor. Wir empfehlen ihn für alle, die höchste Ansprüche an ihren Filterkaffee haben und möglichst wenig Kompromisse eingehen wollen.

Die Wilfa Classic ist ebenfalls unter den Gewinnern. Sie überzeugt mit einer sehr akkuraten Brühtechnik, einem ausgewogenen Geschmacksbild sowie ihrem skandinavischen Look. Für alle Designliebhaber:innen, die keine Abstriche bei der Kaffeequalität machen wollen, ist die Wilfa Classic genau die richtige Maschine.

Die Gastroback Design Brew Advanced kann sich mit ihrem besonders guten Kaffeegeschmack und einer Vielzahl an hilfreichen Funktionen, wie Timer und skalierbare Durchflussmenge, mit den besten Kaffeemaschinen messen.

Unsere beliebtesten Filterkaffees

So haben wir getestet

Für unseren ausführlichen Test haben wir sechs Filterkaffeemaschinen geprüft – von beliebten Bestsellern bis hin zu innovativen Modellen. Dabei haben wir besonderen Wert auf die Zubereitung, den Kaffeegeschmack sowie das Design und die Praktikabilität im Alltag gelegt.

Um den Geschmack des Kaffees zu beurteilen, wurden Verkostungen mit unserem Röstereiteam durchgeführt. Die jeweilige Wassertemperatur und die Aufgusstechnik der Maschinen sind entscheidende Faktoren für die Qualität des Kaffees. Alle Faktoren haben wir geprüft, verglichen und bewertet.

Unsere Testsieger

Moccamaster KBG Select

Was hat sich gegenüber dem Vorgängermodell KBG 741 geändert?

Optisch bleibt der Moccamaster KBG Select dem Vorgänger KBG 741 weitgehend treu. Die wichtigste Neuerung steckt deshalb nicht im Design, sondern in der Brühtechnik: Über den neuen Select-Wahlschalter lässt sich zwischen einer halben und einer vollen Kanne wählen. Beim Brühen einer kleineren Menge wird die Durchlaufgeschwindigkeit reduziert, sodass das Wasser länger mit dem Kaffeemehl in Kontakt bleibt. Dadurch soll auch bei einer halben Kanne eine optimale Extraktion und Brühtemperatur erreicht werden – ein Punkt, bei dem der KBG 741 noch mit derselben Brühcharakteristik unabhängig von der Füllmenge arbeitete.

Wie der Vorgänger besitzt das Modell eine Heizplatte, jedoch steuert der Schalter nun nicht mehr die Platten-Temperatur, sondern die Durchlaufgeschwindigkeit des Wassers.

Der eigentliche Fortschritt des KBG Select liegt damit vor allem in der besseren Anpassung an kleinere Kaffeemengen. Wer regelmäßig nur eine halbe Kanne zubereitet, bekommt gegenüber dem KBG 741 eine sinnvollere Abstimmung des Brühvorgangs. Wer dagegen grundsätzlich eine volle Kanne kocht, dürfte im Alltag nur wenige Unterschiede bemerken – die grundlegende Konstruktion, das Fassungsvermögen von 1,25 Litern und das charakteristische Design bleiben erhalten. Der KBG Select ist damit eher eine gezielte Weiterentwicklung als ein grundlegend neuer Moccamaster, bietet aber zusätzlich eine weitaus größere Auswahl an Designfarben.

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Moccamaster KBGT 741

Moccamaster KBGT 741 – Filterkaffeemaschine steht auf einer Marmorplatte.

Technische Details:

  • Füllmenge: 1,25 l
  • Brühzeit für 1 l: 5:30 min
  • Brühtemperatur: 92–96 °C
  • Warmhalteverfahren: Thermokanne
  • Brühverfahren: Durchlauferhitzer
  • Materialien: Kunststoff, Aluminium
  • Filterhalter: Beim Brühvorgang zugänglich
  • Timer: Nein
  • Aufgusstechnik: 9-Loch Sprühkopf, in Schüben
  • Preis: höheres Preissegment

Design und Bedienung: Der Moccamaster gehört bereits zu den Klassikern unter den Filterkaffeemaschinen und ist bei uns in zwei Varianten, mit Glaskanne oder Thermokanne, erhältlich. In unserem Test der Thermovariante wurde die Temperatur des Wassers auf konstante 94 °C gebracht und in kleinen Schüben über einen 9-Loch Sprühkopf aufgegossen. Dies ermöglicht eine schonende und gleichmäßige Extraktion. Alle Elemente des Moccamasters sind hochwertig verarbeitet und lassen sich, mit Ausnahme des Wasserbehälters, entnehmen. Da der Wasserbehälter nicht abnehmbar ist, wird mit Hilfe eines separaten Behälters Wasser in den Wasserbehälter eingefüllt.Der eingebaute automatische Tropfstopp sorgt dafür, dass beim Entnehmen der Thermokanne kein Kaffee auf den Sockel tropft. Hier geht’s zum ausführlichen Moccamaster KBGT 741 Test.

Geschmack: Das schonende Brühverfahren zeigt sich deutlich im Geschmack. Im Test konnten uns sowohl kräftig-intensive Röstungen, als auch fruchtig-leichte Kaffees im Moccamaster überzeugen. Die feinen Nuancen von fruchtigen Kaffees kamen vor allem bei der Zubereitung größerer Mengen zur Geltung. Der Kaffeegeschmack ist sehr ausgewogen und ein Unterschied zum handgebrühten Filterkaffee lässt sich kaum feststellen. Nur bei kleinen Portionen war der Kaffee im Test teils etwas dünn und unbalanciert, aber dennoch gut trinkbar.

Fazit: Der Moccamaster brüht einen Filterkaffee, der tatsächlich an die Qualität eines handgebrühten Kaffees heranreicht. Gutes Design ist wichtig, aber nicht so entscheidend wie die Funktionalität. Beim Moccamaster stimmt beides. Die Maschinen werden in den Niederlanden handgefertigt und geprüft. Zudem gibt es auf alle Moccamaster Modelle 5 Jahre Garantie vom Hersteller. Für einen etwas höheren Preis macht diese Filterkaffeemaschine dem Handfilter echte Konkurrenz. Wir finden, dass er sich hervorragend in jede Küche integriert und auch nach vielen Jahren nicht an Glanz verliert.

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Wilfa Classic CMC-100

Wilfa Classic

Technische Details:

  • Füllmenge: 1 l
  • Brühzeit für 1 l: 6 min
  • Brühtemperatur: 92–96 °C
  • Heizplatte / Temperatur: Ja / 80 °C
  • Brühverfahren: Durchlauferhitzer
  • Materialien: Edelstahl, Kunststoff
  • Filterhalter: Beim Brühvorgang zugänglich
  • Timer: Nein
  • Aufgusstechnik: 9-Loch Sprühkopf, in Schüben
  • Preis: mittleres Preissegment

Design und Bedienung: Das skandinavisch elegante Design der Wilfa Classic und die hochwertige Verarbeitung machen sie zum absoluten Blickfang in jeder Küche. Die Maschine besitzt einen An-/Ausschalter und einen Regler mit Orientierungsskala zum stufenlosen justieren der Durchflussmenge. Ein Vorteil für alle, die auch kleinere Kaffeemengen von z. B. 0,5 l zubereiten möchten. Ein automatischer Tropfstopp wurde bei der Wilfa Classic nicht integriert, jedoch lässt sich der Durchfluss manuell am Filterhalter mit Hilfe des Reglers komplett verschließen. Der Filterhalter lässt sich zum Befüllen entnehmen, jedoch muss hier die Konstruktion mit Feingefühl bedient werden. Alle entnehmbaren Teile sind spülmaschinengeeignet. Auch bei der Wilfa Classic CMC-100 wird das Kaffeemehl über einen 9-Loch Sprühkopf in Schüben mit einer gemessenen Wassertemperatur von 96 °C benetzt und sorgt damit für eine schonende und gleichmäßige Extraktion.

Geschmack: Die Wilfa Classic CMC-100 brüht einen sehr ausgewogenen und nuancierten Filterkaffee. Besonders die kleinste Brühmenge hat uns am meisten überzeugt, da der Kaffee durch den Durchflussregler langsam durchläuft und dementsprechend ein sehr balanciertes Geschmacksbild liefert.

Fazit: Die Wilfa Classic CMC-100 verbindet eine hervorragende Extraktion mit einem schicken und reduziertem Design. Durch die regulierbare Durchflussmenge am Filterhalter für 0,25 l bis 1 l lässt sich auch bei kleinen Kaffeemengen ein gut schmeckender Filterkaffee brühen. Im Test hat es sich als praktikabel erwiesen, den Durchfluss immer etwas stärker geöffnet zu lassen, als die Skalierung empfiehlt, da sonst die Durchflussmenge zu stark gedrosselt und der Kaffee überextrahiert wird. Einziger Wermutstropfen ist die Konzeption des Deckels der Kaffeekanne. Dieser ist so konzipiert, dass immer ein kleiner Rest in der Glaskanne verbleibt.

Leider wird die Wilfa Classic nicht mehr produziert, es gibt allerdings ein Nachfolgemodell.

Wilfa Performance als modernere Alternative

Mit der Wilfa Performance hat Wilfa inzwischen ein moderner ausgestattetes Modell im Programm. Der auffälligste Unterschied zur Classic CMC-100 ist der abnehmbare Wassertank, der das Befüllen und Reinigen deutlich komfortabler macht. Hinzu kommen eine manuell einstellbare Durchflussregelung mit Tropfstopp und eine spezielle Pumpentechnologie.. Viele Geräte behalten bis zu 150 ml Restwasser im System: das macht den nächsten Kaffee schnell schal oder bitter. Die Wilfa Pumpentechnologie sorgt dafür, dass der Tank nach jedem Brühvorgang vollständig entleert wird. So brühst du immer mit frischem, sauberem Wasser direkt aus dem Hahn – für klaren, vollen Geschmack in jeder Tasse.

Die Performance ist damit die technisch weiterentwickelte und hochwertigere Wahl, während die Classic CMC-100 als kompakter, einfacher und preislich attraktiver Einstieg in Wilfas Filterkaffee-Welt positioniert bleibt. Wer vor allem unkompliziert guten Filterkaffee zubereiten möchte, findet in der Classic weiterhin einen soliden Klassiker; wer mehr Komfort im Alltag schätzt, ist mit der Performance besser bedient.

Gastroback Design Brew Advanced

Gastroback Design Brew Advanced

Technische Details:

  • Füllmenge: 1,25 l
  • Brühzeit für 1 l: 5:30 min
  • Brühtemperatur: 96 °C
  • Heizplatte / Temperatur: Ja / 80 °C
  • Brühverfahren: Durchlauferhitzer
  • Materialien: Edelstahl, Kunststoff
  • Filterhalter: Beim Brühvorgang zugänglich
  • Timer: Ja
  • Aufgusstechnik: 8-Loch Sprühkopf, in Schüben
  • Preis: mittleres Preissegment

Design und Bedienung: Die Design Brew Advanced Kaffeemaschine von Gastroback ist vom Aufbau und Design sehr dem Goldstandard, dem Moccamaster, nachempfunden. Vom Sprühkopf bis zur Glaskanne sehen wir viele Gemeinsamkeiten. Die einzelnen Elemente sind robust verarbeitet und fügen sich gut zusammen. Das Design ist modern und reduziert, einzig die blaue LED Anzeige empfinden wir als etwas zu grell. Ähnlich wie die Wilfa Classic besitzt auch die Gastroback einen Durchflussregler und ist sehr einfach zu bedienen. Der Filterhalter lässt sich zum Befüllen und Reinigen einfach herausnehmen. Die integrierte Timerfunktion eignet sich besonders für alle, die gerne vom Geruch frisch gebrühten Kaffees geweckt werden wollen. Alle entnehmbaren Elemente sind spülmaschinenfest.

Geschmack: Am besten hat uns der Kaffee aus der Gastroback bei komplett geöffnetem Durchfluss geschmeckt. Dabei konnten wir einen guten Körper und eine deutliche Süße feststellen, welche für eine gute Extraktion sprechen.

Fazit: Die Gastroback Design Brew Advanced brüht einen richtig guten Kaffee und bietet eine Menge nützlicher Features. Dabei sind die konstante Brühtemperatur und die Timerfunktion die Highlights. Die Mengenregulierung am Filterhalter erwies sich im Test als zu sensibel, da schon bei kleiner Verringerung auf der Skala, der Durchfluss stark gedrosselt wurde. So wird im Ergebnis der Kaffee zu lang extrahiert und schmeckt leicht bitter.

Weitere Filterkaffeemaschinen

Sage Luxe Brewer Thermal

Eine vollständige Aufnahme der Sage Precision Brewer Kaffeemaschine aus gebürstetem Edelstahl, die auf einer Küchenarbeitsplatte steht. Man sieht den transparenten Wassertank auf der linken Seite, den Brühkorb auf der rechten Seite und eine Thermoskanne darunter. Ein digitales Display zeigt die Uhrzeit an. Im Hintergrund sind Küchenelemente wie eine Pflanze, Becher und ein Wasserkocher zu sehen.

Technische Details:

  • Füllmenge: 1,8 l
  • Brühzeit für 1 l: ca. 6–7 min
  • Brühtemperatur: individuell einstellbar, ca. 92–96 °C
  • Warmhaltemethode: Thermokanne
  • Brühverfahren: Durchlauferhitzer, automatisierte Wasserzufuhr
  • Materialien: Metall, Kunststoff
  • Filterhalter: Beim Brühvorgang zugänglich
  • Timer: Ja, bis 24 h
  • Aufgusstechnik: Blooming und individuell steuerbare Wasserzufuhr; Kegel- und Flachbodenfilter
  • Preis: höheres Preissegment

Die Sage Luxe Brewer Thermal richtet sich an alle, die Filterkaffee möglichst komfortabel, aber trotzdem mit viel Kontrolle zubereiten möchten. Sie arbeitet nach den Golden-Cup-Standards der SCA und bietet neben klassischen Brühprogrammen auch eine Cold-Brew-Funktion. Besonders praktisch sind die individuell anpassbaren und speicherbaren Brühprofile: Blooming, Temperatur und Durchlaufmenge lassen sich auf den eigenen Geschmack abstimmen. Dazu kommen ein abnehmbarer 12-Tassen-Wassertank, ein integrierter Wasserfilter und sowohl Kegel- als auch Flachbodenfiltereinsätze. Die doppelwandige Thermokanne hält den Kaffee bis zu vier Stunden über 65 °C warm.

Unterm Strich ist die Luxe Brewer weniger eine klassische Filtermaschine als ein vielseitiger Kaffeeautomat für Experimentierfreudige. Wer unterschiedliche Bohnen ausprobiert und gerne an den Brühparametern feilt, bekommt hier viele Möglichkeiten – ohne jedes Mal selbst Hand anlegen zu müssen.

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Fellow Aiden Precision Filterkaffeemaschine

Eine minimalistische Kaffeestation von Fellow auf einer hellen Steinarbeitsplatte vor grünen Fliesen. Zu sehen sind von links nach rechts: zwei Glasbehälter mit Kaffeebohnen, eine digitale Kaffeewaage, die „Ode“ Kaffeemühle, die „Aiden“ Kaffeemaschine mit leuchtendem Display, der „Stagg EKG“ Wasserkocher mit Holzgriff und eine Tasse. Das gesamte Equipment ist in mattem Schwarz gehalten.

Technische Details:

  • Füllmenge: 1,5 l
  • Brühzeit für 1 l: ca. 6–7 min
  • Brühtemperatur: individuell einstellbar, temperaturgenaue Steuerung
  • Warmhaltemethode: Thermokanne
  • Brühverfahren: Durchlauferhitzer, präzise gesteuerter Wasserfluss
  • Materialien: Edelstahl, BPA-freier Kunststoff, Silikon
  • Filterhalter: Beim Brühvorgang zugänglich; wechselbare Filterkörbe
  • Timer: Ja, über Maschine/App
  • Aufgusstechnik: Blooming + Pulse Brewing, verstellbarer Dual-Showerhead
  • Preis: höheres Preissegment

Die Fellow Aiden verfolgt einen ähnlichen Ansatz, setzt dabei aber noch stärker auf die Verbindung von Handaufguss und smarter Technik. Temperatur, Brühzeit, Blooming und Wasserverteilung werden präzise gesteuert, sodass sich verschiedene Kaffeesorten reproduzierbar zubereiten lassen. Über die App können eigene Brühprofile erstellt und gespeichert sowie Rezepte von Röstereien übernommen werden. Gleichzeitig bleibt die Bedienung unkompliziert: Wasser und Kaffee einfüllen, Profil auswählen und die Maschine erledigt den Rest.

Ihre Stärke liegt damit vor allem in der Kombination aus Komfort und Kontrolle. Wer Pour-Over-Kaffee mag, aber nicht jeden Morgen selbst aufgießen möchte, findet in der Aiden eine interessante Alternative. Allerdings ist die App derzeit nur auf Englisch verfügbar.

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