- Hanglage: Ilketunjo, Limu Region, Äthiopien
- Geo-Koordinaten: 7°38'13.51"N 36°40'28.15"E
- Höhe: 1.926 m
- Kaffeefarmer: 462
- Pflanze: Ethiopien hairloom Arabica
- Jahresproduktion: 450-600 Säcke grüner Kaffee (á 60 kg)
- Erntezeit: Oktober - Februar
Zusammen erreichen wir die Bio-Zertifizierung der Kooperative Ilketunjo
Die Kooperative Ilketunjo baut zu 100% „Bio“-Kaffee an. Es werden keine Pestizide oder Herbizide verwendet. Aber um den Kaffee als Bio-Kaffee verkaufen zu können, muss der Kaffeeanbau zertifiziert werden. Die Zertifizierung konnten sich die Bauern bisher nicht leisten. Sie ist besonders wichtig, weil die Bauern damit ihre Waldkaffees zu einem höheren Preis verkaufen können.
Wir werden immer wieder gefragt, warum unser Limu-Kaffee (den wir immerhin schon zwei Ernten lang anbieten) nicht „Bio“ sei. Bisher konnten wir darauf nur mit umständlichen Ausführungen antworten und erklären, dass die Kaffeebohnen zwar nachhaltig im Wald angebaut werden, aber eben die Zertifizierungskosten bisher von der Kooperative noch nicht getragen werden können. Schon Ende des Jahres 2012 (Ernte 2012/ 2013) wollen wir gemeinsam die Kooperative Ilketunjo Bio-zertifizieren lassen.
Faktisch wird sich wenig am Anbau- und Ernteleben in der Kooperative verändern. Denn die Bauern verwenden auch heute keine Herbizide oder Pestizide. Der Anbau in den kleinen Waldgärten ist zudem die nachhaltigste Form, Kaffee anzubauen und besonders hohe Kaffeequalitäten zu erreichen. Zudem haben die Bauern durch die Zertifizierung einen hohen wirtschaftlichen Vorteil: In Zukunft können die Bauern der Kooperative die sogenannte Bio-Prämie (20 US-Cents mehr pro Pfund Kaffee) verlangen - natürlich „leider“ dann auch von uns. Bei einer Gesamtproduktionsmenge von ca. 40 Tonnen Rohkaffee pro Jahr macht das stolze 17.637 EUR Mehreinnahmen aus. Pro Familie in Ilketunjo sind das rund 40 Euro – dem Equivalent des Schulgeldes für 2 Kinder. Diese Mehreinnahmen werden einen großen Unterschied machen.
Das Interesse der Bauern und ihrer Familien an der Umsetzung dieses Projekts ist sehr groß. Die Leitung der Kooperative hat uns mehrfach versichert, wie stolz sie wären, als erster in der Region Bio-zertifiziert zu sein. Den Prozess der Zertifizierung übernimmt die in Äthiopien und Deutschland staatlich anerkannte Zertifizierungsstelle BCS-Öko Garantie. BCS Nürnberg hat in Addis Abeba ein Büro und ist das führende Bio-Zertifizierungs-Unternehmen in Äthiopien. Die Details der Zertifizierung haben wir zusammen mit Amanuel Tadesse vor Ort festgelegt. Die Bio-Zertifizierung ist auch deswegen so wichtig, weil durch die erhöhten Einkünfte die nachhaltige Kaffeeproduktionsweise des Waldanbaus erhalten und ausgebaut werden kann. Zusätzlich schützen wir Regenwald vor Abholzung und den Boden vor Plantagenwirtschaft.







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