- Hanglage: Limu Region, Äthiopien
- Geo-Koordinaten: 7°38'13.51"N 36°40'28.15"E
- Höhe: 1.926 m
- Kaffeefarmer: ca. 462
- Pflanze: Ethiopien hairloom Arabica
- Jahresproduktion: 450-600 Säcke grüner Kaffee (á 60 kg)
- Erntezeit: Oktober - Februar
Solarstrom für das Gesundheitszentrum – messbare Verbesserung der medizinischen Versorgung
Vier Kooperativen rund um Ilketunjo teilen sich ein gemeinsames Gesundheitszentrum ("Health Center"). Dieses soll die medizinische Erstversorgung für rund 10000 Menschen sicherstellen. Das Zentrum ist wie auch die Dörfer nicht an das Stromnetz angebunden und somit stark in seinen Möglichkeiten beschränkt. Beispielsweise können wegen fehlender Kühlung keine Impfstoffe und Blutkonserven gelagert werden.
Die Gesundheitsstation der Kooperative Ilketunjo (Heimat unseres Limu-Kaffees) stellt im vierstufigen äthiopischen Gesundheitssystem die niedrigste Stufe der medizinischen Versorgung dar. Im Oktober 2011 haben wir sie bereits mit einfacher medizinischer Ausstattung ausgestattet, um damit vor allem die gesundheitliche Vorsorge und Erstversorgung bei kleineren Krankheiten sicherzustellen. Bei schwereren Krankheitsfällen wandern die Dorfbewohner Ilketunjos wie auch der umliegenden Kooperativen zum Gesundheitszentrum in der Nachbarkooperative Wakito Medallu. Da dieses Gesundheitszentrum mit seinen neun Krankenschwestern jedoch nicht über Elektrizität verfügt, ist die Versorgung der Bewohner auf einfachste Tätigkeiten beschränkt. Auch so grundlegende Dinge wie Impfungen sind teilweise nicht möglich, weil Impfstoffe nicht gekühlt werden können. In Notfällen – nach Unfällen beispielsweise – können Menschen nicht mit Blutkonserven versorgt werden, weil auch hierfür die Kühlmöglichkeit fehlt.
Die Betriebszeiten der Station sind durch das fehlende elektrische Licht stark eingeschränkt. Solarstrom ist eine umweltschonende und zukunftsorientierte Energielösung. Mit Hilfe unseres technischen Partners haben wir eine Lösung ausgewählt, die extrem widerstandsfähig und stabil ist. So kann sie den extremen afrikanischen Bedingungen gerecht werden und ohne Wartungsaufwand auf lange Zeit Strom liefern. Beides ist uns sehr wichtig, denn nur so erfüllen wir unsere Projektkriterien.
Wir unterstützen bewusst Projekte in den Bereichen Gesundheit und Bildung, weil diese den größten Einfluss auf die Zukunftschancen der Dorfbewohner haben.
Im Rahmen unseres Projektansatzes haben wir uns dafür entschieden, die gesundheitliche Situation nachhaltig zu verbessern. Der Bedarf für medizinische Versorgung ist in Ilketunjo immens, da die nächste befahrbare Straße zehn Kilometer und das nächst-größere Krankenhaus dreißig Kilometer weit entfernt liegen. Im Notfall kann kein Arzt schnell genug vor Ort sein. Eine funktionierende Gesundheitsstation kann somit Leben retten.






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