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Die neue Handground Kaffeemühle im Test
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Die neue Handground Kaffeemühle im Test

Ein Beitrag von Jonas Husarek in der Kategorie #News  vom 23. März 2017

Da wir an uns selbst den Anspruch haben, ausschließlich Produkte zu verkaufen, die wir uns gerne selbst kaufen würden, testen wir vorab viele der von uns angebotenen Artikel. So auch die lange erwartete Handground Kaffeemühle, die wir euch im Nachfolgenden gerne vorstellen möchten.

Eine Kaffee-Handmühle - finanziert durch Crowdfunding

Unsere äthiopischen Spezialitäten-Kaffees leben vor allem von ihren oft fruchtigen Noten, die jede Tasse spannend und unverwechselbar werden lassen. Den Bohnen ihre Aromen zu entlocken ist gar nicht so einfach! Ein entscheidender Baustein auf dem Weg zur einzigartigen Tasse Kaffee ist die Mühle.

Die Handground sorgte, schon bevor wir sie in den Händen hielten, für großes Interesse in unserem Büro, denn nach ausführlicher Recherche auf der Internetseite des Herstellers und in den bekannten Kaffee-Nerd-Foren, erhofften wir uns sehr viel von dieser Mühle. Besonders interessant ist die Handground unter anderem aufgrund ihrer Hintergrundgeschichte, denn die Mühle wurde komplett durch eine Crowdfunding-Kampagne finanziert. Für diejenigen, denen der Begriff “Crowdfunding” schon einmal über den Weg gelaufen ist, eine genauere Definition aber schwer fällt: Crowdfunding ermöglicht die Finanzierung von Projekten oder Produkten, indem sich eine Vielzahl von Freiwilligen finanziell daran beteiligen und im Gegenzug dazu eine vorab festgehaltene Gegenleistung erhalten. Des Weiteren können alle finanziell beteiligten Mitglieder des “Handground-Teams” aktiv an der Mühle mitarbeiten. Bis heute sind 6000 Team-Mitglieder aus über 90 Ländern an dem Projekt beteiligt! So weit, so gut – doch die für uns entscheidende Frage war nun: Was kann die Handground wirklich?! So viel sei schon jetzt gesagt: Die Handground ist nicht von schlechten Eltern!

Die neue Handground Kaffeemühle im Test
Die neue Handground Kaffeemühle im Test
Die neue Handground Kaffeemühle im Test

Der erste Eindruck? Positiv!

Neben einem außergewöhnlichen Design, das mit dem eines Kameraobjektivs vergleichbar ist, wird dem Benutzer das Einstellen des Mahlgrades durch einen innovativen Ring erleichtert. Dieser befindet sich im unteren Drittel der Mühle und soll eine schnelle und präzise Mahlgradeinstellung ermöglichen – wir finden: eine wirklich gut umgesetzte Idee.

Die Handground, die für eine Handmühle nennenswert groß ist, macht einen sehr robusten und stabilen Eindruck und besteht neben Stahl und Pakkaholz zu einem nicht geringen Anteil aus recht hochwertigem Kunststoff. Schaut man ins Innere der Mühle sieht man die vom Hersteller viel umschriebene Achse, die dem Keramikmahlwerk Stabilität verleihen soll. Versucht man die Achse ein wenig hin- und her zu bewegen zeigt sich, dass diese kaum zu bewegen ist und durch drei verschiedene Halterungen unglaublich fest sitzt. Diese Stabilität, die viele Handmühlen oft vermissen lassen, ist nicht selten ein Garant für homogenes Mahlgut – hierfür gibt’s von uns das zweite Sternchen!

Mengenmarkierung statt Bohnen abwiegen – klappt das?

Doch kommen wir nun zum Mahlvorgang, der normalerweise mit dem Abwiegen der Bohnenmenge mittels Waage beginnt. Wie wir vorab lesen konnten, haben sich die Produktentwickler von Handground dazu entschlossen Markierungen am Bohnenbehälter (100g Fassungsvermögen) vorzunehmen, die den Wiegevorgang ersetzen sollen. Eine Markierung soll demnach 10g Bohnen darstellen. Doch nach mehrmaligem Testen mussten wir leider feststellen, dass diese gut gemeinte Idee unseren Ansprüchen nicht genügt, da die Abweichungen mit mehreren Gramm schlicht zu groß sind. Da die Kaffee-Wasser-Ratio, neben dem homogenen Mahlgut, zu den wichtigsten Kriterien des Kaffeebrühens gehört, empfinden wir das genaue Abwiegen als unerlässlich – der etwas bequemere Kaffeetrinker darf sich diesbezüglich gerne sein eigenes Urteil bilden.

Den reinen Mahlvorgang empfanden wir als durchaus zufriedenstellend.

Sowohl auf dem Tisch, als auch im Stehen war das Mahlen angenehm durchzuführen. Der seitlich angebrachte Griff soll laut Hersteller für einen natürlicheren und erleichterten Bewegungsablauf beim Mahlen sorgen. Kleiner Kritikpunkt: Beim Mahlen kleinerer Bohnen ist der Mahlvorgang gelegentlich etwas erschwert und dauert geringfügig länger als bei Konkurrenzprodukten.

Homogenes Mahlgut? Test bestanden!

Das Mahlgut haben wir wie üblich mit dem Keck Sand Shaker getestet und für äußerst homogen empfunden. Dies ist von größter Wichtigkeit und gehört zu den wichtigsten Qualitätsmerkmalen einer Mühle, denn nur so kann das Wasser beim Kontakt mit dem Kaffeemehl die gewünschte Menge an Aromen lösen. Sind die Partikel zu groß fließt das Wasser mehr oder minder um das Mehl herum und das Herauslösen der Aromastoffe bleibt aus. Sind die Partikel zu klein, wird der Kaffee in der Regel überextrahiert und sehr bitter. Die Kaffeemühle sollte also für eine einheitliche Partikelgröße sorgen, um so den bestmöglichen Kaffeegenuss sicherstellen zu können. Wir können getrost sagen, dass die Handground diesbezüglich ein absolut solides Ergebnis liefert und sich die 15 Mahlgrade hervorragend für den Espressokocher (Mahlgrad 1), den Filter (Mahlgrad 4-5) oder die French Press (Mahlgrad 7) eignen.

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Unser abschließendes Fazit fällt, abgesehen von einigen Kleinigkeiten, durchweg positiv aus. Die Handground bietet ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis und ist vor allem für diejenigen geeignet, die trotz kleineren Budgets nicht auf vorzüglichen Kaffeegenuss verzichten wollen.

Die neue Handground Kaffeemühle im Test
Die neue Handground Kaffeemühle im Test
Die neue Handground Kaffeemühle im Test

Jonas Husarek

Jonas kommt ursprünglich aus der Nähe von Hannover. Nach einer Ausbildung zum Marketingkaufmann studiert er nun Oecotrophologie in Fulda und unterstützt aktuell das Marketing-Team. In seiner Freizeit macht Jonas gerne Sport oder betätigt sich in vielerlei Hinsicht kreativ. Sein Lieblingskaffee ist der Duromina.

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