#Projekte

Äthiopienreise 2022

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Ein Beitrag von Alina Neukirchen in der Kategorie #Projekte vom 19. Januar 2023

Im November 2022 war es endlich wieder soweit – Coffee Circle CEO Martin war zusammen mit Hannes (Head of Coffee) zwei Wochen in Äthiopien unterwegs. Sie haben sich die Fortschritte unserer Projekte angeschaut, in die wir gemeinsam mit dir 1 € pro verkauftem Kilogramm Kaffee investieren.

Sie haben 10 Kooperativen besucht – mit einigen haben wir langjährige Partnerschaften und beziehen von dort beliebte Kaffees, wie den Sidamo oder Limu, mit anderen arbeiten wir vielleicht schon bald zusammen. In der Regel reisen Martin und Hannes mindestens einmal im Jahr nach Äthiopien. Durch die Corona-Pandemie und den erst kürzlich ausgetragenen Bürgerkrieg im Norden des Landes, war das Reisen stark erschwert und wir konnten das Ursprungsland deines Lieblingskaffees für 2,5 Jahre nicht bereisen.

Wir möchten dir zeigen, was sich in den vergangenen Jahren im Rahmen des WaSH- Projekts und der Steigerung der Kaffeequalität getan hat und was zukünftig noch ansteht.

Unser WaSH Projekt

Wir starten die Reise in Jimma, einer der größten Städte im Westen des Landes, die zur Region Oromia gehört. Unser Reiseplan führt uns westlich von Jimma in drei verschiedene „Woredas” (Verwaltungsbezirk in Äthiopien): Mana, Agaro und Seka. Dort besuchen wir Kaffeekooperativen und Projektstandorte. Hier kannst du sehen, wo diese liegen und wo wir das WasH-Projekt umsetzen:Zur Karte ›

85 Prozent der äthiopischen Bevölkerung leben auf dem Land, so auch die Kaffeefarmer:innen in unseren Partnerkooperativen. Hier ist das Leben durch die fehlenden Trinkwasser- und Sanitärversorgungen geprägt, wodurch bis zu 60 Prozent aller Todesfälle verursacht werden (Welthungerhilfe 2014). Außerdem haben 60 Prozent der Bevölkerung keinen Zugang zu sauberem Wasser und auch öffentliche Einrichtungen wie Schulen oder Kliniken sind nicht ausreichend mit Wasser versorgt.

Aus diesem Grund hat Coffee Circle im Jahr 2015 das WaSH- Projekt ins Leben gerufen, welches sich aus den Teilprojekten rund um Trinkwasserversorgung, Sanitäranlagen, Hygienetrainings und Biodiversität zusammensetzt.

Du kennst das WaSH-Projekt noch nicht? Dann findest du hier eine ausführliche Beschreibung.

WaSH steht für Water, Sanitation and Hygiene

Über die Projektfortschritte

Fortschritte im WasH-Projekt im Bereich sauberes Trinkwasser

Seit unserem letzten Besuch gab es einige positive Entwicklungen in den Kooperativen.

Wir sind glücklich, sagen zu können, dass die Spenden von deinem Kaffeekauf für das Projekt sauberes Trinkwasser und Hygiene dazu führen, dass wir vorhandene Kapazitäten stärken, weitere Wasserkioske bauen, Reservoirs und Quellen instand halten und ergänzen konnten.

Wir haben im Bezirk Mana Solarpanele installiert, die eine neue elektrische Wasserpumpe mit Strom versorgen. Das Trinkwasser aus der von uns im Jahr 2015 erschlossenen Homecha-Quelle kann so noch flächendeckender Menschen versorgen, denn es wird nun zu einer Ausgabestelle der Region Mana gepumpt, von wo aus es Schulen, Moscheen, Kirchen und Wasserkioske in angrenzenden Bezirken versorgt. Wir konnten auch eine Klinik mit sauberem Trinkwasser versorgen, welche die Verantwortlichkeit für über eine halbe Millionen Menschen hat. In der Klinik wurde bereits eine Reduktion von hygienebedingten Krankheiten und Infektionen verzeichnet, was uns sehr freut. Einer der neu eröffneten Wasserkioske versorgt rund 1.168 Schüler an einer Schule im Bezirk Mana.

Fortschritte im Bereich Steigerung der Kaffeequalität

In Doyo haben Martin und Hannes eine Aufzuchtstation von jungen Kaffeepflanzen besucht, die Farmer unterstützt, Zugang zu Keimlingen für gesündere und produktivere Kaffeepflanzen zu gewinnen. Die jungen Kaffeepflanzen werden genutzt, um alte Kaffeepflanzen zu ersetzen und so die Kaffeequalität nachhaltig zu steigern.

Auch die Wiederaufforstung einiger abgeholzter Gebiete ist in vollem Gange. Was vor einigen Jahren noch eine brachliegende Fläche mit roter Erde war, hat sich inzwischen zu einer dicht bewachsenen Grünfläche entwickelt.

Weiter geht es mit erfreulichen Fortschritten in den Kooperativen. So ermöglicht eine neue Öko washing station für die Kooperative Buture Gebisa, die Produktion von gewaschenem Kaffee.

Auch die Kooperativen Chami Chego und Bedadina besitzen nun Washing Stations, die durch eure Unterstützung finanziert wurden.

Sowohl die Steigerung der Kaffeequalität durch gesündere Kaffeepflanzen, als auch die Produktion von gewaschenem Kaffee führen dazu, dass die Farmer:innen ihren Kaffee zu einem höheren Preis verkaufen und dadurch ein höheres Einkommen für ihre Familien erwirtschaften können.

Das erwartet uns in der Zukunft

So positiv darf es weitergehen.

Bis 2026 wird das WaSH- Projekt kontinuierlich weiter gestärkt. Wir haben den Bau von zwei neuen Wasserversorgungssystemen in den Regionen Mana und Seka Chekorsa geplant, mit insgesamt 10 neuen Wasserkiosken für die Regionen. Damit können bis zu acht öffentliche Institutionen versorgt werden, darunter eine Schule, sowie Gesundheitszentren. Außerdem werden neue Aufzuchtstationen für Kaffeekeimlinge entstehen, die die Farmer weiter unterstützen, qualitativ hochwertige Kaffeepflanzen anzubauen.

Zusätzlich finden weiterhin regelmäßige Hygienetrainings statt, sodass die Farmer:innen weiter geschult werden, um die Umstände vor Ort sowie die Qualität ihres Kaffees stetig zu verbessern.

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