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Update: Trainings mit Farmern und Aufforstungsprojekte 2020

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Seit drei Jahren arbeiten wir mit insgesamt 15 Kooperativen Hand in Hand während der Kaffeeernte zusammen. Neben Trainings zur Qualitätssteigerung der Kaffees, haben wir 2020 unsere ersten Baumschulen in West-Äthiopien eröffnet. So konnten wir mehr als 150.000 Setzlinge pflanzen!

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Alle Highlights im Überblick:

  • Trainings mit tausenden Farmern aus acht Kaffee-Kooperativen
  • Eröffnung von zwei Baumschulen
  • Aufzucht von mehr als 150.000 Setzlingen
  • Bau von „waste canals“ in Kooperativen

Trainings mit Farmern

Während und nach der Kaffeeernte arbeiten die lokalen Teams eng mit den Farmern von acht Kooperativen zusammen. Die lokalen Trainer und Experten beraten die Farmer individuell zu qualitätssteigernden Maßnahmen. So wird den Farmern Wissen rund um Kaffeeanbau, Nutzung des Bodens sowie nachhaltigen Praktiken zur Kaffeeverarbeitung vermittelt. Außerdem werden sie zum Austausch untereinander angeregt. An den Trainings nahmen mehrere tausend Farmer der Kooperativen Geta Bore, Burka Bore, Kenisa, Bila Kummo, Doyo, Gorentu Andode, Ilketunjo und Wokito Medalu teil.

Jimma Projekt Update Wash

Gründung von Baumschulen

Insgesamt war es uns möglich ca. 10 Hektar Land in sieben Gemeinden aufzuforsten

Neben Trainings zur Verarbeitung, spielt ebenfalls der nachhaltige Anbau von Kaffee eine große Rolle, um die Region und die lokalen Farmer zu stärken. Gemeinsam mit den Gemeinden, haben wir zwei Baumschulen eröffnet, die sich in Doyo Toli im Distrikt Mana und in Homa Funtule im Distrikt Gomma befinden. In beiden Distrikten wurden Lagerhallen für die Gärtnereien gebaut, die mit Wachhäusern zum Schutz der Setzlinge vor Einbrüchen ausgestattet wurden.

Dort werden neben Kaffeepflanzen viele weitere Baumarten angebaut, die im Kaffeeanbau als Schatten spendende Bäume und in Region zur Aufforstung oder für landwirtschaftliche Zwecke genutzt werden. Mehrere 150.000 Setzlinge wurden erfolgreich hochgezogen und an die regionalen Bauern verteilt. Die Kooperativen werden gut beraten, um einen geeigneten Anbau der Setzlinge zu gewährleisten, sodass die Bauern die Bäume optimal nutzen können. Derzeit werden die beiden Baumschulen von den Kooperativen selbst betrieben, mit minimaler Unterstützung durch unser Projektteam.

Maßnahme rund um nachhaltige Kaffeeverarbeitung

 

Um die Farmer in den Kooperativen besser über Wasser- und Bodenschutzmaßnahmen zu informieren, wurden Trainings zu Biologischem Bodenschutz, Physikalischem Boden- und Wasserschutz und Sanierung und Entwicklung von Gullys durchgeführt. Neben den Schulungen wurde außerdem landwirtschaftliches Werkzeug zur Verfügung gestellt.

Im Bezirk Seka Chekorsa im Andode Alaga Kebele stellten die Teams eine Erosionsstelle fest, die saniert werden muss. Insgesamt konnten 140 Kubikmeter Gabionen Dämme zum Schutz der Stellen, die besonders durch die Erosionen betroffen sind, errichtet werden.

In den Kooperativen Geta Bore, Burka Bore und Kenisa wurden sogennante “Waste Canals” gebaut. Eine weitere Kooperative hat mit dem Ausbau begonnen. Diese Waste Canals sind wichtig, um das Wasser der Region sauber zu halten. Warum? Für die Verarbeitung von Kaffee wird Wasser verwendet, um die Bohne vom Fruchtfleisch zu entfernen und die Bohne zu fermentieren. Das unreine Wasser, das sich während des Pulpens der Kaffeekirschen ansammelt, wird vielerorts einfach in den Fluss geleitet, wodurch dieser verschmutzt wird. Waste Canals sind ein Lösungsansatz, um das Wasser nicht direkt in den Fluss zurück zu führen, sondern durch Vetiver Pflanzen in Sammelbacken zu leiten. Vetiver Gras filtert das Wasser auf natürliche Weise. Ein Teil des Wassers verdunstet im Sammelbecken und so gelangen nur die vorgereinigten Reste zurück in die angrenznden Flüsse.

Wash Update

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