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WaSH Update – Was ist 2020 passiert?

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Seit 2015 setzen wir uns gemeinsam mit dir für den Zugang zu sauberem Trinkwasser, verbesserte Hygiene und gesunde Ernährung in ländlichen Gemeinden in West-Äthiopien ein. Das letzte Jahr stellte die ganze Welt und auch unser Team vor neue Herausforderungen. Hier erzählen wir dir, welche Auswirkungen COVID-19 auf unsere Projektarbeit hatte.

Die Pandemie hat enorme Auswirkungen auf das Gesundheitssystem in allen Ländern der Welt – vor allem aber in Ländern mit niedrigen Hygienestandards und mangelnden Ressourcen, wie in Äthiopien.

Da eine frühzeitige Intervention und Aufklärung die Auswirkungen einer Pandemie einschränkt, beteiligte sich unser lokales Projekt-Team der Welthungerhilfe an Sofort Maßnahmen zur COVID-19-Prävention. Der Ausbruch der Pandemie verdeutlichte erneut wie wichtig der Zugang zu sauberem Wasser und Hygienemaßnahmen für unsere Gesundheit ist.

Die Teams reagierten schnell, um die Menschen in der Region aufzuklären und mit Hygienemitteln auszustatten. So wurden innerhalb kürzester Zeit mehr als 45.000 Menschen mit aufklärenden Postern und öffentlichen Aufrufen erreicht. Zusätzlich wurden Hygienemittel, wie Seife, Desinfektionsmittel, Masken und Handschuhe, in mehr als 200 Dörfern und zahlreichen Gesundheitsstationen verteilt.

In der Jimma-Region leben viele Menschen in ländlichen Gebieten. Um die Dörfer ausreichend zu informieren und dauerhaft zu betreuen, wurden Freiwillige der Gemeinden ausgewählt, um die Gesundheitsarbeiter zu unterstützen und die Hygiene-Maßnahmen in die Dörfer zu tragen. Die Situation bleibt nach wie vor eine große Herausforderung.

Jimma Projekt Wash Update

Trotz der Einschränkungen durch COVID-19, konnten wir in 2020 einige Maßnahmen im Hygiene- und Wasserbereich umsetzen und dem Ziel näher kommen. Hier erfährst du mehr dazu.

 

Koch- und Ernährungskurse für Familien

In vielen Teilen Äthiopiens ist Unterernährung der Bevölkerung nach wie vor ein großes Problem, das besonders für Frauen und Kinder besteht. In Zusammenarbeit mit lokalen Gemeinden haben wir mit unserem Team vor Ort mit mehr als 940 Frauen Koch- und Ernährungskurse abgehalten. Das Ziel der Kurse ist, Aufklärung und praktische Tipps zu ausgewogener Ernährung zu vermitteln. Einseitige Ernährung und mangelnde Ressourcen führen besonders bei Kindern zu Unterernährung mit  gesundheitsschädlichen Folgen. Im Rahmen dieser Kurse, wurden mehr als 580 Kinder von geschultem Personal auf Unterernährung untersucht: Wurden kritische Werte festgestellt, erhielten die Kinder und ihre Eltern von Ärzten über den Kurs hinaus Unterstützung und Betreuung.

Als direkte Hilfe wurden zusätzlich 560 kg Lebensmittel (Bohnenpulver, Gerste, Mais, Fandisha, Kaffee, Öl und Zucker) an die Familien in den Gemeinden verteilt.

Mehr Leitungen & Ausgabestellen für sauberes Trinkwasser

Verunreinigtes Trinkwasser und mangelnde Hygiene ist eine der größten Quellen für Krankheiten. Seit 2014 setzen wir uns für den Zugang zu sauberem Trinkwasser in der Region rund um Jimma ein.

 

Was ist im letzten Jahr passiert?

  • Zugang zu sauberem Trinkwasser für fünf Schulen und soziale Einrichtungen
  • Drei Wasserkiosks gebaut und Personal für die Verteilung von Wasser und Instandhaltung der Kiosks eingestellt

Dies verbessert die Hygiene der Menschen vor Ort und beugt der Verbreitung von Krankheiten vor. Im Mana Distrikt und Seta Chekorsa Distrikt wurden im letzten Jahr mehr als 15 km Rohre verlegt, wodurch weitere fünf Schulen und andere Einrichtungen, wie Moscheen und Kirchen Anschluss an sauberes Wasser erhielten. Um die Menschen mit sauberem Trinkwasser, Lebensmitteln und anderen Dingen für den täglichen Bedarf zu versorgen, wurden im Seka Chekorsa Distrikt drei weitere Kiosks errichtet. Im Mana Distrikt wurden vier bereits errichtete Kiosks mit Solaranlagen ausgestattet, sodass es möglich ist Mobiltelefone und Lichter dort aufzuladen.

 

Highlight: In Mana, Seka Chekorsa and Gomma konnten 10.000 Farmer und ihre Familien unterstützt werden. Sie haben Zugang zu gesunden Lebensmitteln, sauberem Trinkwasser und verbesserten Hygienepraktiken. Zusätzlich sind 500 Familien in landwirtschaftlichen Praktiken geschult worden, um den Anbau ihrer Produkte zu diversifizieren, einschließlich der Produktion von Obst und Gemüse. Außerdem wurden Auffrischungsschulungen für Entwicklungshelfer auf Geimeindeebene in ernährungssensibler Landwirtschaft durchgeführt.

Schau dir an, wo die Maßnahmen umgesetzt werden!

Mit 1 € pro kg Kaffee unterstützt du unsere Projekte in den Ursprungsländern